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Apr 21

Angeln mit dem Bodentaster

 

Ursprünglich für das Angeln am Forellensee entwickelt, kann man mit der Bodentaster-Montage jedoch auch Barsche, Aale, Hechte, Zander u.a. überlisten. Der Vorteil liegt im freien, fast widerstandlosen Schnurabzug bei einem Biss, sodass auch vorsichtige Flossenträger kaum Verdacht schöpfen …

 
Vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn die Fische träge sind und tief stehen, ist diese Montage erste Wahl auf Forellen. Die Bodentaster-Methode kann jedoch auch jederzeit auf verschiedene andere Zielfische erfolgreich eingesetzt werden, dazu ist der Bodentaster in unterschiedlichen Gewichten erhältlich. Er sinkt nicht ein und kippt auch nicht zur Seite. Durch den Auftriebskörper wiegt der Taster im Wasser nur noch ein Viertel seines tatsächlichen Gewichtes. Er wird so bei jedem Versetzen leicht vom Bodengrund abgehoben.
 
Der Bodentaster ist eine sehr gute und fängige Alternative zum herkömmlichen Grundblei oder Tiroler Hölzl, da er am Gewässergrund aufrecht steht und damit der am oberen Ende durchlaufende Schnur stets einen freien Abzug gewährleistet. Ein entscheidender Vorteil gerade bei vorsichtig beißenden Fischen wie z.B. dem Zander.
 
Die Montage ist denkbar einfach: Der Bodentaster wird an der Öse durch die Hauptschnur gefädelt, danach eine Gummiperle als Knotenschutz, ein Wirbel und dann das Vorfach. Das Vorfach sollte am Forellensee 80-120cm lang sein, man kann es natürlich je nach Gewässer und Zielfisch beliebig variieren. Eine Möglichkeit ist auch, an das Vorfach ein kleines Klemmblei anzubringen, um damit die Aufstiegshöhe des Köders zu regulieren …
 

Zur besseren Darstellung habe ich geflochtene Schnüre verwendet

 

Am Forellensee kann man mit schwimmendem Forellenteig auf weitere Auftriebshilfen verzichten. Beim Angeln mit Wurm, Made usw. bietet sich an, eine auftreibende Pilotkugel vor dem Haken anzubringen. Auch ein Rig-Foam, der ggf. mit Lockstoffen benetzt ist, ist dazu hervorragend geeignet. Beim Angeln mit dem Köderfisch sollte dieser immer auftreibend präpariert sein …

 

Ein schwimmender Forellenteig bietet sich für diese Montage an, aber auch z.B. mit einer auftreibenden Bienenmade lassen sich sehr gute Fänge erzielen.

 
 
Aktives Fischen mit dem Bodentaster

Die Bodentaster-Montage eignet sich hervorragend für das aktive Fischen. Nach dem Auswerfen wird die Rute zur Seite gehalten, ein Winkel von 90 Grad zwischen Schnur und Rutenspitze ist optimal. Ähnlich wie beim Drop-Shot-Fischen soll der Kontakt zum Köder ständig aufrecht erhalten werden. Die verwendete Rute muss eine sehr sensible Spitze haben, damit der Fisch beim Biss keinen Widerstand spürt. Winklepicker oder an größeren Gewässern auch Feederruten sind dafür sehr gut geeignet. Längen von 2,70m bis 3,30m sind dafür genau richtig.

 
Nach dem Auswerfen wird die Montage alle 10 bis 15 Sekunden eine Kurbelumdrehung / ca. 80cm bis 1m eingeholt. Der Auftrieb des Tasters ist so berechnet, dass er sich beim Einholen vom Grund abhebt, dadurch wird kein Dreck aufgewirbelt und auch die Hängergefahr wird erheblich reduziert. Der so bewegte auftreibende Köder wird schnell seine Abnehmer finden, vor allem Forellen und Barsche lassen sich da nicht lange bitten …
 
Bei einem Biss wird die Rutenspitze in Richtung des abziehenden Fisches bewegt und bei abziehender Schnur angeschlagen. Eine Rolle mit sensiblem Freilauf erspart dabei das Öffnen und Schließen des Bügels …
 

 

Ich wünsche euch viel Erfolg mit dieser Montage, egal ob am Forellensee oder in euren eigenen Gewässern. Probiert es mal aus, ein Versuch lohnt sich !

 
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Gruß und Petri Heil H. Günter

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