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Mai 16

Angler Online Teamtreffen 2013 auf der Insel Fehmarn

Teamtreffen Fehmarn 2013

Teamtreffen2013

„An die Ostsee also, warum auch nicht“ dachte ich mir, es kann nur wieder sehr unterhaltsam werden.

Die Würfel sind gefallen, wir und damit meine ich das Angler Online Team reisen an die Ostsee.

Bedeutet weit über 500 Km um auf den „verrückten“ Haufen zu treffen, es war es aber jedes mal wert und ein Garant für jede Menge Spaß! So will ich immer meinen Vatertag verbringen, so lange ich es kann.

 So, da schauen wir mal schnell im Forum rein um möglichst viel in Erfahrung zu bringen, welcher Fisch wo, wann, und wie gefangen werden kann. Es wären da so einige zur Auswahl und hunderten Tipps, mit einem zufriedenen Anfall von Vorfreude fing ich an zu packen, ja  und zu kaufen – „wird eh das Falsche und Unnötigste sein was ich mir zulege“. In Norwegen…“ja in Norwegen“, von dem Krempel  habe ich den Keller voll, allerdings brauche ich nichts für diese Tour.

So ein Auto hat viel zu wenig Platz wenn es um Angelkram geht. Ein High Pod, ein Ruck Zuck Zelt, Rutentasche, Kescher, Schlafsack (warum auch immer), Angeltasche, Stuhl, Stiefel, Köderboxen, Kühltruhe, Frostköder samt Frostkiste (oder nennt man das auch Frosttruhe?) und und und und….  Schirm.

Ein Highlight dieses Jahr sollte ein Gruppenangeln im Belly-Boot auf der Ostsee werden, sollte es das Wetter zulassen. So ergänzte sich das Packmaß um Flossen, Wathose, Watgürtel, Watkescher und Belly-Boot. Uuund einen riesen Sack Selbstzweifel ob das gut geht.  Mein Transporter war voll,  „gestopft“ trifft es eher.

Wenn ein Auto kein Radio mehr besitzt, hat man viel Zeit zum nachdenken. Was kommt da auf mich zu? Wie muss ich mir eine Unterkunft am Ufer vorstellen, einsam und abgeschieden oder Touriestil Hütte an Hütte inclusive 5m Strand? Ich habe noch nie in einen Belly-Boot gesessen und nun gleich auf die Ostsee? Wird es überhaupt gelingen Fische zu fangen?  So oder so ähnlich waren meine Gedankengänge während ich am Taschenempfänger die Verkehrsmeldungen suchte.

Haus

Ahhh, tatsächlich, auf dem Navigationssystem zeigt es die Ostsee direkt neben der Zielflagge“ also geht doch.  Sie haben ihr Ziel erreicht. Dieses schöne kleine Haus war also unsere Herberge für die nächsten vier Tage. Selbstverständlich traf ich niemanden an, die Jungs vom Team waren logischerweise das Umfeld abklopfen. Auf der „Steilküste“ traf ich sie an, eine herzliche Begrüßung wie gewohnt nahm ihren Lauf. Es hatte sich seit dem letzten Treffen nicht viel geändert, nur das zwei Teambuben aus den verschiedensten Gründen nicht aufschlagen konnten. Ärgerlich.

Team1
„Was nun, wollen wir endlich losziehen??? “
Bei meinen Bootspartner Olaf (AO-Oberhäuptling) verläuft die Zeit wenn er in der Nähe von Wasser ist und keinen Gummifisch schmeissen kann, scheinbar im Zeitraffer. Er findet einfach keine Ruhe, dies stelle ich mir  ziemlich stressig vor. Ich teilte ihm mit, dass ich erst in aller Ruhe meinen Transporter auspacken und mein Nachtlager aufschlagen möchte. Außerdem wollte ich doch meine anderen Angelkumpanen zum kurzem „Plausch“ aufsuchen.  Jene  hatten ja zeitlichen Vorlauf. Was bin ich nur wieder aufgeregt.

Leute, wollen wir wirklich mit den Belly-Booten da auf die Ostsee?“ sicherlich die Antwort wissend stellte ich diese unmögliche Frage. „ Klar doch, warum denn nicht!? “ Wir fingen an unsere schwimmenden Angelhocker aufzupumpen. Es lag eine Art von erwartender Spannung in der Luft, keiner wusste was da kommt, so mein Gefühl. 

Belly1

Leute ich schreibe es euch! Es war ein super Gefühl so auf den Wellen herum zu schaukeln .Nein besser , es war einfach großartig. Die 5mm Neoprenwathose und die Taucher -flossen  alles perfekt im Einklang! „Petri Frank“ , „Petri Guido“ rief ich extra laut meinen Angelkumpanen zu, als sie Dorsch und Hornhecht aus den Wasser hoben, denn unsere zugegeben komische Boots-Regatta hatte schon reichlich Aufmerksamkeit geweckt. Und alle sollten wissen das die Typen auf dem Luftkissen wissen was sie machen.

Belly2

Der gesamte Strand war in den Händen von Brandungsanglern, die etwa neidisch oder genervt weeeit hinter uns ihre Krallenbleie einschlugen liesen. Plopp. So wenn ich jetzt auch noch fangen würde….ruck, ruck Biss! Nix. Dann der von allen ersehnte Biss, bei Olaf stieg nach Dorsch eine wunderschöne Meerforelle ein. Ich muss gestehen ich habe noch nie eine gesehen (im Meer). Mein Bedenken hier nix zu fangen war die Lächerlichkeit von gestern. Ich war infiziert von der Mefojagd.

olaf1

Die ersten und dass waren Guido, Olaf und Frank starteten bereits in den frühesten Morgenstunden also 5:00 Uhr. Ich nicht, ich angle gerne aber schlafen …. Am Frühstückstisch wurden die ersten Fangmeldungen ausgewertet. Und die ersten Hornhechte wanderten in den Frost. Unruhig schlürfte ich meinen Kaffee und kaute auf den Brötchen herum. Es ging erneut los. Das Wetter meinte es gut und wir „kreuzten“ mit unseren Geheimwaffen, den Belly-Booten, die Ostsee. Ein kleines, okay winziges Stück zumindest.

Belly3

Mit einem eher unglücklichen Gefühl sah ich zum Land, wo die Bootslosen Kämpfer Herbert und Günter ihr Glück versuchten. Schließlich konnten sie hier nicht mitmischen und den Anblick zum Ufer genießen, sondern waren “eingekesselt“ unter zig Dreibeinen und Fischgierenden Brandungsfischern. „Petri Heil euch beiden“ – und das wäre verdient.

Herbert_Guenter

 Um mich herum konnte ich sehen wie die anderen emsig Fische vom Haken lösten, bei mir rumpelte es gerade mal zweimal durch was auch immer auf die Rute.“Wohl dem der den Gummifisch zu führen versteht“ nuschelte ich neidischer Weise vor mich hin, aber die anderen hatten da eine nicht zu übersehende Routine. Endlich mein erster Hornhecht aus der Ostsee landete in oder auf meinem Boot. Bevor ich ihm erzählen konnte welche Zutaten….egal er sprang davon und hinterlies eine tüchtige Sauerei. Und dabei schmecken sie so gut. Ich war hinterher nicht einmal mehr sauer wenn ein Horni den Weg nicht in das Boot schaffte.

horni1

 Nach dem Mittag wollte ich meine Leid geschundene Füße die verdiente  Erholung gönnen. Denn Belly Boot fahren auf der Ostsee ist kein Pony reiten, ständig am paddeln um nicht abzutreiben, den so etwas kann schnell geschehen!!!!. Auf die Idee einen Anker zu benutzen kamen wir genau einen Tag später. Ich gesellte mich zu meinen anderen Angelkumpanen und richtete mich für den Ansitz her. Die anderen kreuzten weiter die Ostsee. Nach gefühlten hundert mal  Tonnen Kraut vom Vorfach reißen, schmiss ich hin. „Tut mir leid!“ Ab in das Belly und los geht es, dieses herumgesitze wenn die Teamkumpels etwas fangen ging so  gar nicht.

frank1

guido1

olaf2

 Das Wasser änderte sich und nur Verrückte würden los paddeln, so stiegen wir zum Herrentag in unsere Wathosen ohne das Belly startklar zu machen. Wir waren in verschiedenen Gruppen unterwegs und so begann ich mit Olaf eine Unterhaltung, während wir ständig und emsig die Meerforellenblinker in die Wellen warfen. Ein Hallo als Guido seine Meerforelle unter spektakulärem Aufwand in den Kescher brachte. „Sie sind also auch vom Lande aus greifbar“ schoss es mir durch den Kopf. 20 Minuten später hatte ich meinen Drill mit der heiß erhofften aber nicht erwarteten Meerforelle, jetzt hatte sich alle Mühe und Aufwand gelohnt. Eine Meerforelle zur Himmelfahrt was wollte ich noch mehr?  Richtig! 2-3 weitere. Ist doch Logisch.

dominik1

Olaf überredete mich schließlich noch zum Brandungsangeln „ na wie steht’s, Ansitz?“, jetzt muss ich erwähnen das wir beide davon Null- Ahnung hatten, nein Null wäre immernoch übertrieben. Ich entfaltete mein geliehenes Billig-Highpod unter Gejohle der anderen Kumpanen, stellte eine 18 Jahre alte DAM Rekord von 3,60m in den Himmel, aufgepiekst hatte ich Muschelfleisch und andere Meeresfrüchte a la Frosttüte und Olaf gesellte eine Feederrute daneben, seine Geheimwaffe waren Tauwürmer. Richtig keine Wattwürmer sondern “Tauis“. Wir waren nun von unseren Spezies am Strand lautstark angemeldet und harrten der Dinge und genossen die Wellen und ihre Geräuschkulisse. Leute wir fingen sofort Plattfisch! Dies auch noch unter neidischen Blicken der Profis mit der High-end-Ausstattung.

olaf_dominik

Das uns auch noch Mitglieder (Jochen und Norbert) aus dem Forum besuchten, möchte ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dies zeigt mir wie gleich man doch im Hobby ist. Und bei Ratschlägen und Tipps der erfahrenen Forums-Treuen hört man doch gerne zu. 

Leicht verkatert startete ich den vorletzten Tag, mein erster Blick zur Nachbarkoje, „Respekt wieder vor dem hell werden zum angeln abgerückt“ mit dieser Feststellung ging es zum Frühstück . Ein Blick auf die Wellen sagte mir, es wird hart. „ Leute da ist viel weißes auf den Wellen“. Wir zogen dennoch mit unseren Belly’s los, diesmal bewaffnet meinen Anker, jenen hatte ich mir selber gebaut, aus einem alten Kanister und Ostseesand – die anderen benutzten Stoffbeutel. Das ich ihn dann verlor war nicht geplant und brachte mich und meine untrainierten Beine schnell (2 Stunden) und unter Schmerzen an das Ufer. Belly-Boot war an diesem Tag für mich passe. Meine BootskumpanenGuido,Olaf und Frank hielt es länger auf See.

Nach dem Mittag sollte es wieder in die Wathose gehen und das Glück aus dem Strandbereich wurde probiert. Meinen kleinen Erfolgen konnte ich nicht anknüpfen, egal ich hatte Plattfisch, Hornhecht und Meerforelle in den Händen gehalten. Und vom Ufer aus angelte somit nun das ganze Team weit am Strand verstreut. Als mir die Wellen aber zu heftig wurden seitlich in die Wathose schlugen und Regen aufzog blieb  nur der Rückzug in die Unterkunft.

Fels in der Brandung

dominik2

Nanu, es fehlen doch zwei!?“ stellte ich fest, doch wer früh am Morgen ausrückt um zu angeln wird doch nicht im Hellen zurückkommen .Die beiden aus dem Team scherte dieses Wettergelage scheinbar gar nicht, so war mein Eindruck.Ich nahm mir Zeit für’n Bier und gesellte mich zum gemütlichen Kreis und brachte alte Kamellen mit auf den Tisch. Und die beiden kamen sehr spät, allerdings mit froher Botschaft wieder. Frank hatte nun auch seine wohl verdiente Meerforelle gelandet. „Was müssen die für Würfe getätigt haben“ schoss es mir durch den Kopf.

frank2

Das gemeinsame und letzte Frühstück war schon etwas für sich, jeder lies die letzten Tage vorüber ziehen. Es wurde so viel gefangen, beim aufzählen der Fänge stand schnell fest, bei unserem Treffen wurden:

4 Meerforellen

20 Hornhechte

1 Seeskorpion

6 Platten

35 Dorsche

gelandet.

Schade, wie schnell doch die Zeit vergeht, wenn es einfach zu schön ist!“ so oder so ähnlich waren meine verabschiedenden Worte. Es bleibt mir und den anderen vom Team wie jedes mal, ein erneutes warten auf das nächste fantastische Treffen mit Olaf, Heiko, Herbert, Guido, Frank, Günter und Volker oder um es abzukürzen dem Angler Online Team. Und von den Eindrücken eine Weile zu zehren:

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Das war also die Ostsee um Fehmarn, und ich war mit dabei….. Wo wir wohl als nächstes aufschlagen? …… Erst einmal schauen was es neues im Forum gibt und die Eindrücke verarbeiten“

Team3

Petri Heil Dominik

 

 

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