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Feb 21

Aufarbeiten und Tunen von Kunstködern Teil 1 – Blechköder

Kaum vorstellbar das es in dem riesigen und dichten Wald von Kunstködern noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Aber ihr werdet sehen, dass das funktionieren kann.

Wem ging es nicht auch schon mal so, dass er beim Händler vor der großen bunten Wand des Kunstköderprogramms stand und doch nicht das Richtige gefunden hat, weil immer irgendein Aspekt am Köder fehlte. Zu wenig Farbe, zu unbeweglich, zu unattraktiv.

Die folgenden Punkte sollen ein paar Möglichkeiten aufzeigen, wie man mit einem gekauften oder auch alten Köder seinem absoluten Wunschköder ein Stück näher kommt.

Betrachten wir im ersten Teil zunächst die Gruppe der Blechköder.

Spinner/Blinker

Die erste Möglichkeit ist, dem Köder neuen Glanz zu verleihen. Das geht z.B. mit etwas Schleifpapier, Putzwolle oder mit einer Nagelfeile.

Einfach mit der Feile, der Stahlwolle oder dem Schleifpapier den Köder so bearbeiten, das er wieder glänzt. Aber auch mit Poliermitteln, welche man z.B. zum Bearbeiten von Chromteilen verwendet, verleihen dem alten Eisen neuen Glanz. Eine gute Möglichkeit wäre hier z.B. dies nur auf einer Seite des Köders zu machen. Eine Seite glänzt die Andere ist matt. So bringt der Köder sicher einen tollen Effekt im Wasser und die Räuber wird es hoffentlich reizen.

Die beste Variante den Köder etwas zu verbessern ist etwas mehr Farbe ins Spiel zu bringen indem man zusätzliche Teile montiert. Hier sind z.B. Wollfäden, Federn, Plastikröhrchen oder Plastikblättchen denkbar. Der Kreativität sind hier fast keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, mit den verwendeten Materialien Farbe und Bewegung in den Köder zu bringen.

Wollfäden und Federn sollten direkt am Haken befestigt werden. Einfach die gewünschte Menge und Größe am Drilling mit etwas Zwirn befestigen und mit Sekundenkleber fixieren. Somit wird aus einem relativ schlichten Spinner auf einfachen Weg ein sicher etwas fängigerer Köder. Zum Anbringen von zusätzlichen Plastikteilen muss man etwas anders vorgehen. Bei den meisten Spinnern oder Blinkern kann der Drilling relativ einfach demontiert werden, wie man auf dem Bild sehen kann. Durch verschieben des Gewichtes wird die Drahtschlaufe freigelegt, an die der Drilling montiert ist. So kann zusätzlich ein Plastikblättchen mit aufgezogen werden.

Aber auch ein ausgedientes Trinkröhrchen kann noch für etwas nütze sein, wie das folgende Bild zeigt. Montiert wird es genauso wie die Plastikblättchen, indem man den Drilling vom Spinner entfernt.

Eine weitere Möglichkeit des Tunings ist, dem Köder ein anderes Muster oder eine andere Farbe zu geben. Mit wasserfesten Stiften kann ein Köder schnell ein neues Streifenmuster bekommen und somit die Fängigkeit deutlich erhöht werden. Gute Möglichkeiten bieten hier die Farben Schwarz, Gold und Silber.

Das Verbessern von Blechködern bedeutet aber nicht nur das Aufbringen von Farbe oder das Verändern des Musters. Man kann ebenfalls die Anzahl der Fehlbisse und Aussteiger minimieren und den Köder somit verbessern.

In erster Linie erreicht man hier einen Erfolg in dem man den Haken/Drilling durch einen größeren oder qualitativ Besseren ersetzt. Die Drillinge sind in der Regel bei Blinkern über Springringe angebracht und somit leicht austauschbar. Die Demontage der Drillinge bei Spinnern wurde ja schon weiter oben erklärt.

Um die Fischverluste beim Angeln mit dem Blinker zu reduzieren, bietet es sich an, einen oder mehrere zusätzlich Springringe zu montieren. Nicht selten kommt es vor, dass sich der gehakte Raubfisch im Drill um die eigene Achse dreht und sich somit selbst vom Haken befreien kann. Um ein Verkanten des Drillings zu verhindern, montiert man zusätzliche Springringe und bekommt automatisch in der Drehbewegung etwas mehr Spiel.

Ich hoffe dieser Beitrag gibt einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten des Tunings von Blechködern. Probiert es doch einfach mal aus.

Aber bedenkt, ein guter Köder fängt auch nur dann, wenn er genutzt und ordentlich geführt wird.

In diesem Sinne. Petri heil.

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