«

»

Feb 12

Bauanleitung für Wobbler / Holzköder

   

Holzköder Bauanleitung   Autor: Marco (MDG)

Heute möchte ich euch meine Bauanleitung für Holzköder / Wobbler vorstellen. Es ist eine Möglichkeit, preiswerte und dennoch fängige Köder herzustellen. Eurer Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Als erstes muss man sich die nötigen Utensilien besorgen. Man kann natürlich auch andere oder weniger Werkzeuge benutzen, jedoch machen die hier gezeigten die Arbeit wohl um einiges einfacher! 

 

Werkzeuge:

– Schraubstock- Bohrmaschine, 2, 5 mm Bohrer
– Dremel, Multitool mit Fräser
– Holzsäge
– Holzraspel evtl. Holzfeilen
– Exzenter Schleifmaschine mit 240er Schleifpapier
– Stift, Schablone, Zollstock
– Seitenschneider, Flachzange

  

    

 

Arbeitsmittel: 

Holz

 – Buche, Eiche, Balsa, Mahagoni. Jedes Holz hat eine andere Dichte und daraus resultierend auch eine anderes Schwimmverhalten.
– Holz bekommt ihr im Baumarkt oder einer Schreinerei 

  

2 – Komponenten Kleber  

– Härter und Harz wird nach Herstellerangaben gemischt und entwickelt eine enorme Härte bei guter Elastizität.
– Gibt’s auch im Baumarkt oder in verschiedenen Internet Shops.  

Lacke  

– Grundierfüller, versiegelt das Holz und schafft den Untergrund für die Farben.
– Bevorzugt in weiß oder grau, da die späteren Farben besser zu sehen sind.
– Acryllacke, Autolacke, Spraydosen, im Prinzip sind alle Farben zu gebrauchen, der Untergrund muss nur trocken sein.
– Glitter, jede Farbe ist verwendbar, nur nicht zu große Partikel verwenden.  

Draht  

– Ich benutze verzinkten Bindedraht in einer Stärke von 1,2 mm, man kann auch VA Drähte, Federstahl etc. benutzen. Hauptsache Rostfrei.  

Als erstes sägt man mit der Holzsäge ein passendes Stück Holz aus. Danach überträgt man die vorher gemachte Schablone der Seitenansicht auf das Holzstück.  

  

  

 

Nun wird der Wobbler grob mit der Säge und der Holzraspel ausgearbeitet.  

  

  

  

  

Jetzt wird die Schablone mit der Draufsicht auf den Wobbler übertragen. Und wieder wird die Form mit der Raspel herausgearbeitet.  

Danach spanne ich mir den Exzenter in den Schraubstock ein und schleife den Köder mit einer Körnung von 240. Die gröbsten Kratzer werden rausgeschliffen und danach nochmal die Form kontrolliert.

  

    

 

Nun kommen wir zum Ösenbau. Dazu benötigen wir Draht, einen Seitenschneider, ein 2,5 mm Bohrer und eine Flachzange. Dann nehmen wir den Draht und knipsen ein ca. 6 cm langes Stück ab und biegen es in der Hälfte um, sodass wir ein U erhalten. Das offene Ende wird in den Schraubstock eingespannt. Nun stecken wir den 2, 5 mm Bohrer durch das U und drehen das ganze um die eigene Achse das es nachher so aussieht und wir eine Öse erhalten. Die Ösenschenkel sollte immer mindestens 1 cm in den Wobbler hineinragen!! Für die letzte Umdrehung entferne ich den Bohrer und benutze die Flachzange. 

  

    

  

  

 

Nachdem wir die Ösen fertig haben bereiten wir die dazugehörigen Löcher vor. Gebohrt wird mit dem 2,5 mm Bohrer. Wenn man den original Wobbler hat, kann man den Abstand einfach übernehmen, wenn nicht, sollte man den Abstand so wählen das sich die Drillinge nicht während des Wurfes verheddern können. Nach dem Bohren sollte man prüfen ob die Ösen auch rein passen.
Nun sollte man noch den Schwerpunkt des Wobblers noch setzen. Dazu bohren wir Löcher in der Mittellinie des Wobblers, die wir dann mit Schrotblei wieder auffüllen!  

Die Löcher dürfen nicht sehr tief sein! Das ist die Voraussetzung um den Wobbler gerade im Wasser zu halten und je nachdem wie viel Blei man einsetzt kann man einen schwimmenden, schwebenden oder sinkenden Wobbler bauen. Es ist ratsam die Schwimmfähigkeit erst zu testen wenn man den Wobbler gefüllert/grundiert hat! Und danach ggfs. erneut zu bebleien.  

 

    

 

Wenn man einen Popper bauen will ist jetzt der beste Zeitpunkt um die konkave „ Schnauze“ herauszuarbeiten! Dazu benutze ich einen Dremel mit einem Fräser. Wenn man zuerst die vordere Öse einklebt ist es schwieriger die Form herauszuarbeiten.

 

  

 

Nun kleben wir die Ösen ein und die „Bleilöcher“ zu. Dazu mischen wir den 2 -Komponentenkleber nach den Herstellerangaben mit einer kleinen Spachtel an!  

  

  

 

Zuerst streiche ich mit der Spachtel die „Bleilöcher“ zu und fülle die Ösenlöcher sorgfältig auf. Nun streiche ich die Öse dick ein und drück sie in das Ösenloch. Lieber zu viel Kleber als zu wenig!! Der überschüssigen Kleber einfach mit der Spachtel abstreichen. So verfahre ich mit allen 3 Ösen. Wenn der Kleber trocken ist kann man ihn auch wieder von dem Wobbler abschleifen.  

  

  

 

Nachdem der Kleber getrocknet ist schleift man die Klebrückstände etwas an, damit der Füller/die Grundierung auch haften können.
Jetzt richte ich mir meine Malersachen. Ich habe zwar eine Airbrush Pistole aber da dies mit etwas mehr Aufwand verbunden ist bleibe ich beim Pinsel da es schneller geht und den Zweck erfüllt. Da mir der Köderverlust schon so zu schaffen macht muss ich die Köder nicht noch mehr veredeln!!!! 🙂  

  

  

 

Ich klemme den Wobbler immer in eine Feststellzange damit ich ihn drehen und wenden kann. Nun kann man mit der Farbgebung beginnen! Entweder macht man es nach Lust und Laune oder sucht sich ein Design aus und übernimmt es!  

  

  

  

 

Ich benutze den Kunstharz als letzte Schutzschicht und streue den Glitter immer mit rein! Bei 2K -Autoklarlack geht das auch. Ich benutze Airbrushfarbe Aerocolor. Solange man die einzelnen Schichten immer trocknen lässt, kann man jede Farbe benutzen!

 Ich benutze einen Föhn um die einzelnen Farben zu trocken und um sie übermalen zu können. Bevor ich den Wobbler mit 2 Komponenten Kleber überziehe trockne ich die Farben richtig durch! 2-3 min volle Kraft voraus!

Jetzt wird der 2 -Komponenten Kleber angemischt und mit dem Pinsel gleichmäßig verteilt! Je nachdem was für ein 2 K- Kleber/Lack ihr benutzt, müsst ihr euch beeilen da er sonst beginnt hart zu werden bevor er richtig verteilt ist.

 

  

 

Nach ausreichender Trocknungszeit kommen die Drillinge und die Sprengringe dran! Wenn ich die vordere Öse zu klein gemacht habe setzte ich auch dort einen Sprengring ein. Eure Köder sollten dann auch etwa so aussehen!  

  

  

So das ist jetzt meine Art einen Kunstköder zu bauen! Ich wünsche euch viel Spaß beim Köderbau!!  

ao-banner3

Gruß und Petri Heil Marco

Zur Werkzeugleiste springen