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Okt 21

Boddentour 2016

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Wie auch in den letzten Jahren, waren Frank und ich wieder für ein paar Tage auf der Insel Rügen. Es sollte in den Boddengewässern auf Barsch und Hecht gehen. Um auch an die großen Fische zu kommen hatten wir das Boot dabei – so war jedenfalls der Plan.

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Der Wetterbericht ließ allerdings nichts Gutes hoffen und sagte recht kräftigen Wind voraus, und so waren wir nicht wirklich erstaunt, dass reichlich Wasser fehlte. Der Wind hatte das Wasser aus den Bodden gedrückt. Aber egal, alles jammern hilft nicht, ab zu unserer Unterkunft, ein kurzes Hallo zum Vermieter und dann auch gleich ab ans bzw. ins Wasser. Das Boot blieb natürlich zunächst stehen und wir streiften uns nur die Wathosen über.

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Da ordentliches Werfen und eine kontrollierte Köderführung bei dem Gegenwind kaum möglich war, kamen schwere Köder an die Leinen und die wurden schnell eingeholt. Erschwerend kam noch der Umstand dazu, dass sehr viel Seegras umhertrieb und sich regelmäßig an unseren Ködern verfing. Trotzdem konnten wir in kurzer Zeit einige ordentliche Hechte und ein paar Barsche auf einen Fototermin überreden.

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Der erste Fisch der Tour. So kann es weitergehen.

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Ein schöner Hecht.

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Die Färbung der Fische ist immer wieder schön anzuschauen.

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Aufregender Drill im Flachwasser.

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So konnten wir den Tag beruhigt beenden.

Zum Abend die Unterkunft bezogen und bei einem Bier den Tag ausklingen lassen. Am nächsten Morgen das gleiche Bild. Wellen mit Schaumkronen, die Fahnen wehten und der Wind pfiff um die Ecke. Also das Boot wieder auf dem Hof gelassen, ab über die Insel zu unseren Hotspots und rein in die Wathosen.

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Da auch hier Unmengen von Seegras im Wasser trieben, griffen wir auf Offsethaken zurück. Nun blieben zwar weniger Pflanzenreste hängen, aber auch weniger Fische. Wir hatten etliche Attacken, nur blieb keiner der Burschen hängen. Einige Barsche und auch kleinere Hechte erbarmten sich dann aber.

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Also Stellungswechsel. Unterwegs ein paar leckere Fischbrötchen und so gestärkt ging es in den nächsten Bodden. Dort konnte Frank gut vorlegen und fing einen Fisch nach dem anderen…

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Drill direkt vor den Füßen.

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…nur für meine Köder interessierte sich keiner. Und als dann doch endlich einer danach schnappte… 🙂

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Aber wie heißt es so schön „und ist der Fisch auch noch so klein, er muss erst mal gefangen sein“. In diesem Sinne ließen wir weiter die Köder fliegen und puhlten tapfer das Seegras von Köder und Stahlvorfach.

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In der Zwischenzeit fing Frank weiter seine Barsche und Hechte. In mir stieg langsam der Unmut auf und so riss und zerrte ich bei meinem nächsten Krautkontakt am Köder. Doch als sich das Kraut beim Heranziehen plötzlich bewegte, schnellte der Puls in die Höhe. Nach einem ordentlichen Drill kann ich mich dann auch mit einem schönen Hecht ablichten lassen.

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Bestmarke der Tour.

Am nächsten Morgen hatte der Wind nachgelassen und so ließen wir das Boot zu Wasser. Schnell geslipt und ab zu den Spots.

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Schön gefärbter Hecht

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Die Durchschnittsgröße war weiterhin ordentlich und die Fische lieferten immer wieder aufregende Drills.

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Ein paar übermütige Winzlinge waren hin und wieder dabei. Aber auch die werden hoffentlich mal groß. Der Nachwuchs stimmt in den Bodden auf jeden Fall.

Mit besser werdendem Wetter und ohne Wind ließen dann aber auch die Fische nach. Zahlen- und größenmäßig konnten wir leider nicht an die ersten Tage anschließen.

Unser Fazit: Rügen ist immer eine Reise wert und es geht auch im nächsten Jahr wieder in diese Gegend. Dann aber vielleicht nur mit Wathose oder auch mal wieder mit dem Bellyboot. Wir werden es sehen.

Petri Heil

Guido

 

 

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