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Nov 12

Das Ausloten am Angelplatz

Als Loten bezeichnet man das Ermitteln der Tiefe an bestimmten Punkten eines Gewässers. Dabei unterscheidet man in punktgenaues Loten und grobes Loten zur Ermittlung von Strukturen in einem Gewässer. Beides möchte ich hier kurz erläutern.

Das punktgenaue Loten zum Präsentieren des Köders

Hierbei kommt es darauf an, die genaue Wassertiefe direkt an unserem Angelplatz zu ermitteln, um später den Köder möglichst in unmittelbare Nähe des Fisches präsentieren zu können.

Dabei verwenden wir neben einer Pose ein handelsübliches Lotblei. Das Gewicht des Lotbleies ist so zu wählen, dass die Pose es nicht tragen kann.  Auf dem Foto zu sehen, zwei Lotbleie mit Korkeinlage und ein Lotblei zum Klemmen.

Die Pose wird entweder als Festmontage oder als Laufpose mit Stopper auf die Hauptschnur montiert und so ausgebleit, wie wir sie später einsetzen werden. An die Hauptschnur kommt unser Vorfach mit der entsprechenden Länge. Nun befestigen wir unser Lotblei am Haken und werfen diese Montage zielgenau an unseren Angelplatz.

Legt sich die Pose auf das Gewässer, ist sie zu tief eingestellt. Wird die Pose vom Lotblei unter Wasser gezogen, ist die Montage zu flach. Jetzt wird durch verstellen der Pose bzw. des Stopperknotens so lange probiert bis die Pose nur noch einige Millimeter tiefer gezogen wird.

Jetzt wissen wir, dass bei dieser Einstellung der Köder einige Millimeter über dem Grund hängen würde. Mit diesem Wissen können wir die Pose so verschieben, das der Köder entweder auf dem Grund aufliegt, knapp über dem Grund schwebt oder gar 1 oder 2 Meter über dem Grund hängt.

Das Loten zur Ermittlung von Gewässerstrukturen 

Bei dieser Art des Lotens wollen wir uns ein grobes Bild über die Tiefen eines Gewässers machen, um z. B. Barschberge, Rinnen o. ä. zu entdecken.

Dazu benötigen wir eine Wurfrute mit entsprechendem Wurfgewicht, eine gut sichtbare Pose und ein Blei (möglichst flach, damit es besser liegt) von 80 – 120 Gramm.

Auf die Hauptschnur kommt das Blei und vorn an die Schnur eine gut sichtbare Pose. Dann wird die zu lotende Stelle angeworfen. Nachdem das Blei den Grund erreicht hat, zieht man die Pose bis sie am Blei ist. Jetzt geben wir Schnur bis die Pose an der Oberfläche zu sehen ist – die Länge Schnur, die man nachgeben musste, ist die ca. Wassertiefe. Dann kann man die ganze Montage ein paar Meter ran ziehen und wieder auftreiben lassen. So werden recht schnell Strukturen am Gewässergrund entdeckt.

Diese Methode ist aber nur zum groben Loten, da hier äußere Umstände störend mit einfließen können. So kann es sein, dass z. B. Strömung oder Wind die Pose nicht genau gerade auftreiben lassen. Aber man kann sich auf diese Weise nicht nur ein Bild von einem Gewässerabschnitt machen, sondern durchaus auch Rückschlüsse über die Grundbeschaffenheit ziehen.

Petri Heil

Guido

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