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Apr 12

Der DAM Effzett Blinker – ein fängiger Klassiker !

 
Zweifellos gehört der gute alte Effzett-Blinker zu den erfolgreichsten jemals hergestellten Kunstködern – und er fängt seine Fische auch heute noch.
 
„Der wohl fängigste Blinker weltweit !“ So beschreibt DAM seine 80 Jahre alte Blinker-Legende, den Effzett. Für unzählige Räuber wurde er bereits zur verhängnisvollen Beute. Je nach Ausführung fängt er Hechte, Zander, Barsche und Forellen und auch mancher Waller konnte ihm nicht wiederstehen …

Nachdem die Brüder Oskar und Fritz Ziegenspeck 1875 ihr Geschäft für Eisenwaren und Sportartikel in Berlin eröffneten, wurde bereits ab 1898 mit der eigenen Produktion von Angelgeräten begonnen. 1902 wurde die Firma Ziegenspeck in „Deutsche Angelgeräte Manufaktur“ umbenannt und unter der späteren Führung des Kaufmanns Otto Kuntze wurde die DAM zum Großbetrieb mit weltweiten Aktivitäten und über 800 Mitarbeitern.
 
Der Effzett erscheint erstmals in einem DAM-Katalog von 1933 – damals noch als „Ever-Ready-Spinner“. Weiter hieß es in dieser Katalogbeschreibung: „ … in Form einer unregelmäßigen Ellipse, 1,7mm starkes Messingblech, versilbert und poliert …“
 

Diese hier haben schon einige Hechtmäuler gesehen …

 
Im Jahre 1949 wurde der Blinker dann zum „Z-Spinner“ und erhielt 1958 seinen noch heute gültigen Namen Effzett. Das Patent lief in den 60er Jahren aus und seither wurde der Effzett tausendfach kopiert und unter den verschiedensten Namen vertrieben, aber längst nicht alle Kopien erreichten das Laufverhalten des Originals.
 

In fast jeder Köderkiste zuhause: Der Effzett-Blinker …

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Obwohl der Markt mit immer raffinierteren High-Tech-Ködern überschwemmt wird, hat der Effzett auch heute noch seinen berechtigten Platz in der Köderkiste – und hat schon so manchem Raubfischangler den Tag gerettet …
 

Das Original: Gute Qualität, stabile Wirbel, große scharfe Haken …

 
Über viele Jahrzehnte war er nur in Silber, Gold und Kupfer erhältlich. Dies hat sich dank moderner Reflexfolien geändert, die fast jedes Design ermöglichen …
 

 
Blechköder sind noch lange nicht aus der Mode und Blinker werden neben den modernen Kunstködern je nach Gewässer und Situation auch zukünftig ihre Fische fangen … Gerade in Gewässern, in denen fast nur noch Wobbler und Gummifische zu Hause sind, verzeichnet der Effzett wieder gute Erfolge. Universell einsetzbar, gibt es fast keinen Räuber, der ihm wiederstehen kann …
 

Auch Zander lassen sich mit dem guten alten Effzett überlisten …

 

Je nach Gewässersituation und Einsatzzweck kann man den Effzett durch ein paar einfache Maßnahmen modifizieren und noch fängiger gestalten. Hier z.B: mit Barbarian-Drillingen und Silikonfäden …

 
… oder auch mit einem Trailer, z.B. einem Gummifisch oder Twister …

 
Der gute alte Effzett gehört noch lange nicht zum alten Eisen. Er läßt sich gut und weit werfen, flach oder tief sowie schnell oder langsam führen. Gerade an Gewässern, an denen die Räuber schon jeden Gufi und Wobbler mit Namen kennen, lohnt es sich den alten Blechköder nochmal auszupacken. Ein variabler Führungsstil macht auch bei einem Blinker Sinn – kurze Spinnstops, Absinkphasen, kurze Beschleunigungen. Oftmals wird er in der Absinkphase attackiert …
 

… Unzählige Hechte wurden und werden immer noch mit dem Effzett gefangen …
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Und sollte ein Blinker mal verloren gehen, ist der Verlust eher zu verschmerzen als bei einem teuren japanischen High-Tech-Wobbler. In meiner Köderkiste liegen die Blinker und Spinner immer noch recht weit oben – und der Effzett darf dabei nicht fehlen …
 
Danke für euer Interesse, ich wünsche auch euch viel Erfolg mit dem „alten Eisen“.
 
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Gruß und Petri Heil H. Günter
 

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