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Aug 02

Die Erdkröte (Bufo bufo)

Kröte getarnt

 
Ich möchte euch heute einen Gewässerbewohner vorstellen, der jedem Angler schon begegnet sein dürfte: Die Erdkröte gehört zur Klasse der Lurche und zur Ordnung der Froschlurche. Sie ist in Deutschland und Europa sehr weit verbreitet und wird als wechselwarmes Tier meist erst in der Dämmerung aktiv. Tagsüber ruhen sie meist in verschiedenen Verstecken unter Steinen, Totholz, in Gebüschen oder Erdlöchern.
 
Als sogenannte Kulturfolger tauchen sie auch in Parks, Gärten, Ruinen und sogar mitten in den Städten auf. Ihre Fressfeinde sind vorwiegend Katzen, Marder, Waschbären, Schlangen, Greifvögel, Rabenvögel und Graureiher.
 

Kröte Terasse

 
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Die Männchen werden bis 9cm, die Weibchen bis 11cm lang. Die Oberseite des Körpers ist bedeckt mit warzenartigen Hautdrüsen, an der Kopfhinterseite befinden sich sogenannte Ohrdrüsen, die ein Hautgift zur Abwehr von Fressfeinden produzieren.

 
Kröten ernähren sich vorwiegend von Insekten, auch Schnecken, Würmer und Käfer stehen auf dem Speiseplan. Die Beute wird im Ganzen verschlungen, die Kröte kann aber nur bewegliche Beute wahrnehmen.
 
Zur Fortpflanzung werden Gebiete mit Seen, Teichen, Weihern und jede Art von Stillgewässern bevorzugt. Auch Fischteiche werden als Laichgewässer angekommen, da die Larven der Kröte für Teichbewohner ungenießbar sind.
 
Die Erdkröten wandern bereits im zeitigen Frühjahr in großen Stückzahlen zu ihren Laichgewässern. Wegen des meist hohen Männchenüberschusses versuchen sie frühzeitig – teils schon während der Wanderung – auf den Rücken eines Weibchens zu klettern. Dazu halten sie sich mit den Armen hinter hinter der Achsel des Weibchens fest.
 

Kröte Paarung

 
Bei den massenhaften Wanderungen erleiden die Tiere meist hohe Verluste durch den Straßenverkehr. Vielerorts wurden deshalb bereits geeignete Schutzmaßnahmen durchgeführt.
 
Beim Ablaichen werden ca. 3000-8000 Eier in langen Laichschnüren im Wasser um Pflanzen und Äste gewickelt. Aus dem Laich entwicklen sich je nach Umgebungstemperatur nach einigen Tagen die Kaulquappen, die gesellig in großen Schwärmen in den oberen wärmeren Wasserschichten schwimmen. Diese ernähren sich vorwiegend von Algen. Nach max. 3 Monaten entwickeln sich die Kaulquappen zum lungenatmenden Landtier und verlassen danach massenhaft die Gewässer.
 

 
Nach circa drei bis fünf Jahren werden die Tiere geschlechtsreif. In freier Natur haben sie eine Lebenserwartung von  zehn bis zwölf Jahren.
 
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Gruß und Petri Heil H. Günter
 

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