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Mrz 22

Die Stockente

Die Stockente (Anas platyrhynchos) dürfte für Angler keine unbekannte sein, sie besiedelt Gewässer aller Art und ist die am häufigsten vorkommende Schwimmente in Europa. Sie wird bis ca. 60 cm groß, ihre Flügelspannweite beträgt über 90 cm.

 

 

 

Der Name Stockente ist ursprünglich abgeleitet von ihren Brutplätzen, die sie oftmals aus Weidengebüsch, Stockhaufen oder Reisighaufen herrichtet.

Die Stockenten ist auf allen Gewässern zu Hause, von großen Seen bis zu kleinsten Bächen. Ihre Häufigkeit ist auch darauf zurückzuführen, dass sie sowohl an den Lebensraum als auch an die Nahrung nur wenig Ansprüche stellt.

 

 

Stockenten sind hervorragende Flieger, sie können dabei Geschwindigkeiten bis zu 110 km/h erreichen. Sie werden bis zu 15 Jahre alt. Die Männchen sind mit ihrem Prachtkleid prächtig gefärbt, lediglich zwischen Juli und August sind sie in ihrem Schlichtkleid kaum von den Weibchen zu unterscheiden. Der Schnabel bleibt beim Erpel jedoch immer gelb gefärbt.

 

 

Ein dichtes Federkleid schützt vor Nässe und Kälte. Über 10.000 Daunen und Deckfedern sorgen dafür, dass die Ente nicht auskühlt. Eine Bürzeldüse an der Schwanzwurzel liefert das Fett, das mit dem Schnabel aufgenommen und im Gefieder verteilt wird, so dass kaum Wasser aufgenommen wird.

 

 

 

Das Weibchen sucht den Niststandort aus. Es ist häufig nur eine Mulde, die ins Gras gedrückt wird. Nach dem Fertigstellen des Nestbaus verlässt der Erpel mit dem Beginn der Brut die Ente. Die Ente legt dann täglich ein Ei und es werden dann 7-16 Eier ausgebrütet. Die Brutzeit beträgt etwa 4 Wochen beginnend im März bis in den Juni hinein.

Die Küken sind Nestflüchter, das heißt sie verlassen bereits in den ersten Stunden das Nest und können sofort schwimmen.

 

 

Natürliche Feinde der Stockente sind Füchse, Waschbären, Greifvögel und Marder, die es vor allem auf die Gelege abgesehen haben.  Im Gewässer müssen sich die Enten auch vor dem Hecht und dem Waller in acht nehmen.

Wenn die Jungen flügge sind, sucht die Ente die Nahrung oft auf Feldern. Bei der Futtersuche ist die Stockente nicht wählerisch: Körner von Getreide, Nüsse, Eicheln aber auch Kartoffeln stehen dann auf dem Speiseplan. An Futterstellen frisst sie auch Brot und Küchenabfälle. Bei der Nahrungssuche im Wasser gründeln sie und suchen den Gewässergrund ab, sie können dabei jedoch keine längeren Strecken tauchen.

 

 

Stockenten werden in der Wildnis durchschnittlich 10 bis 15 Jahre alt, unter menschlicher Obhut auch bis zu 40 Jahre. Dort, wo Enten immer wieder vom Menschen gefüttert werden, z.B. in Parks, kommt es oft zu viel zu großen Beständen, die dann gegen Krankheiten sehr anfällig sind. Letztendlich tut der Mensch mit der Fütterung den Enten nichts Gutes …

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Gruß und Petri Heil H. Günter

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