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Jan 18

Eisangeln – gut gemeinte Hinweise

Der Winter hat uns voll im Griff und die Temperaturen sind seit Wochen unter dem Gefrierpunkt. Da bietet es sich doch förmlich an es mit Eisangeln zu versuchen.  Hier ein paar gut gemeinte Hinweise und Sicherheitstipps für das Betreten von Eisflächen, denn kein Fisch ist es wert für ihn sein Leben zu riskieren.

• Auf die Warnhinweise der Wasserschutzpolizei und auch der örtlichen Medien achten.

• Nicht jedes Gewässer mit einer geschlossenen Eisdecke kann auch automatisch betreten werden.

• Bei Schnee auf dem Eis ist besondere Vorsicht geboten, da in diesem Fall die dünneren Eisstellen optisch nicht erkennbar sind.

• Nie auf strömende Gewässer gehen, dort können sich durch die Strömung oder durch schnell fallenden Wasserstand Hohlräume unter dem Eis bilden und sollte man doch einbrechen, wird man sofort vom Loch weg, unter die geschlossene Eisdecke getrieben.

• Beim ersten Betreten in Ufernähe (Flachwasserbereich) mit einer Probebohrung beginnen und sich mit weiteren Bohrungen langsam auf das Gewässer  „hinaus tasten“ dabei sollte das Eis wenigstens eine Stärke von 15 cm aufweisen

• Nie allein auf das Eis gehen, immer wenigstens eine zweite Person dabei haben die einen absichert.

• Wenn die Möglichkeit besteht, mit Skiern auf das Eis gehen, man verteilt damit sein Gewicht auf eine größere Fläche und hat auch gleich ein Hilfsmittel zur Hand, das man einem Eingebrochenen reichen kann.

• Eine Rettungsleine oder anderes Rettungswerkzeug und vor allen Dingen Eiskrallen mitführen, um sich oder Andere retten zu können.

• Die Löcher in das Eis bohren und nicht hacken um Risse zu vermeiden.

• In der Nähe von Schilf, größeren Booten, Steganlagen, oder Ähnlichem größte Vorsicht, da an solchen Stellen das Eis meist dünner als auf dem Rest des Gewässers ist.

• Einige Gewässer, die von Personen betreten werden dürfen sind mit farbigen Wimpeln versehen. Dabei bedeutet rot = Eisfläche betreten verboten,  grün = die Fläche ist sicher und darf betreten werden.

• Nicht mit mehreren Personen gleichzeitig auf einer kleinen Flächen aufhalten.

• Wenn möglich ein Handy mitführen um im Ernstfall schnell Hilfe anfordern zu können.

• Bei der Größe der Löcher die örtlichen Vorschriften beachten (z.B. in Brandenburg 20 cm Kantenlänge bzw. Durchmesser).

• Nach dem Angeln die Löcher deutlich kennzeichnen um Unfällen vorzubeugen.  So z.B. mit Schilfhalmen oder trockenen Ästen die gut sichtbar in die Löcher gesteckt werden.

• Ordnung und Sauberkeit auf dem Eis – das gilt nicht nur für Abfälle sondern auch für Zigarettenkippen.

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Jetzt noch ein Hinweis in eigener Sache:

wenn das Eis stark genug ist und von vielen Menschen betreten wird, rücken wir als Angler meist besonders in das „Licht der Öffentlichkeit “. Ich will damit ausdrücken, dass wir von vielen Teilen der Bevölkerung aus nächster Nähe beobachtet werden. Also benehmen wir uns als Angler obervorbildlich – vor allem im Umgang mit unserem Fang. Ich habe Angler erlebt die ihren Fang nach dem Abhaken einfach auf das Eis geworfen haben, wo die Fische noch ewig zappelten und das unter etlichen Zuschauern.

Petri Heil Guido

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