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Okt 20

EU und die Angler – oder die Reform des Fischereikontrollsystems

Die EU-Kommission hat im November 2008 vorgeschlagen, dass das System der Fischereikontrolle in der EU von Grund auf zu überholt werden muss, um eine Rechtstreue in Bezug auf die Fischereiregeln und gleiche Rahmenbedingungen für alle europäischen Fischer zu schaffen.

Die Reform soll die „wachsende“ Zahl der Verbraucher beruhigen, die sicher sein wollen, dass der Fisch, den sie kaufen, legal gefangen wurde, und dass sie mit dem Verzehr dieses Fisches die Lage für die Meeresökologie in Europa nicht noch schlimmer machen.

Es sollen Kontrollen vereinheitlicht und die Strafen sowohl angehoben (mind. 5.000 EUR) wie auch in allen Staaten gleich sein. Dazu müssen die Verwaltungsbefugnisse der EU ausgeweitet werden.

Aus diesem Vorschlag machte die deutsche Presse eine allumfassende Kontrolle auch der Angler, wodurch dieses Thema zum Teil heftigst aufgegriffen wurde.

Der Vorschlag – und mehr ist es bis heute noch nicht – sieht jedoch keine Einbeziehung der Angler, die Kommission bezeichnet dies als Freizeitfischerei, von Binnengewässern vor. Internationale Fangquoten für Hecht, Karpfen und Co. gibt es noch nicht. Es soll die Kontrolle der Berufsfischer effizienter gestaltet werden. Jedoch werden unter Umständen auch Meeresangler in die Kontrollen einbezogen, die von ihren Booten aus angeln. Für diese sollen vereinfachte Vorschriften gelten: kein Führen von Logbüchern, kein Melden von Anlandung. Es wird ihnen untersagt gefangene Fische in den Handel einzubringen. Kontrollen dienen der stichprobenartigen Erfassung der Fangmengen. Die hochgerechneten bzw. geschätzten Fangmengen, von Arten für die es Mehrjahrespläne gibt, werden auf die Quoten angerechnet.

Auch wenn heute die EU über die Reform abstimmt und dieser dann auch noch zustimmt ändert sich für uns Angler (Freizeitfischer) nichts.

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