«

Feb 07

Kunstköderbau – Custom Baits

Seit Anfang 2015 beschäftige ich mich mit dem Bau von Kunstködern. Was mit einem „ich probiere das mal aus“ anfing, ist inzwischen zu einem richtigen Hobby geworden. Zunächst waren es hauptsächlich größere Jerkbaits die ich gebaut habe. Mittlerweile kommen mehr und mehr Wobbler hinzu. In der Folge möchte ich eine Auswahl meiner gebauten Köder vorstellen. Angefangen habe ich mit Ködern aus Buchenholz.

Die Form wird aufs Holz gezeichnet und die Rohlinge dann zurecht gesägt. Schnell hat man so eine Kiste mit groben Rohlingen zusammen.

Viel Schleifarbeit, Bebleiung, Ösen und schließlich ein möglichst fängiges Dekor inkl. Versiegelung folgen dann. Wenn alles gut verläuft, hat man später einen Köder der die Hechte wahnsinnig macht.

mein erster Jerk – Design noch mit Sprühdose

Natürlich bringt man sich nicht alles selbst bei. In einem speziellen Köderbauforum habe ich jede Menge Tipps und Unterstützung gefunden. Ein Erfahrungsaustausch ist sehr wichtig, damit man voran kommt und seine Köder immer weiter verbessern kann.

Neben Holz eignet sich hervorragend Polyurethan (PU) als Material für den Köderbau. Hier besteht ebenfalls die Möglichkeit die Köder zu gießen, wenn man sich vorher eine Gussform aus Silikon mittels eines Prototypen baut.

Rohling des Prototyp (oben) und Gießling (unten)

fertiger Jerk im Bafo-Design

In der Folge habe ich versucht meine Köder immer weiter zu verbessert. Auch das Airbrush hat schnell die Sprühdose abgelöst, da so detailreichere Muster möglich sind.

Ein Vorteil der gegossenen Köder ist das einfache Fertigen eines Rohlings in verhältnismäßig kurzer Zeit. Man kann sich viele Rohlinge gießen und danach verschiedene Dinge testen. Wenn dann mal was schief geht, ist es nicht so tragisch.

Neue Formen und Ködergrößen entstehen mit der Zeit ebenfalls.

Prototyp (oben), Gießling (Mitte), Gießling mit fertigem Dekor (unten)

Blaufisch

Zitronentiger

aktuelle Designs des kleinen Jerkmodells

Da die Jerks schon ihre Fische gebracht haben, wollte ich auch mal ein paar Wobbler bauen. Dies gestaltet sich um einiges schwieriger und braucht mehr Tests. Hier zahlt man mit unter eine Menge Lehrgeld. Wenn man die Wobbler jedoch zum Laufen bekommt, steht einem Fang nichts im Weg …

erster Eigenbau-Wobbler im Leuchtkraft-Design

aktuelle Wobbler-Designs

Die neuen Wobblermodelle müssen sich noch am Wasser beweisen. Kurze Lauftests haben sie jedoch schon bestanden. Ich bin gespannt wann der erste Räuber auf eins dieser Modelle ballert … 🙂

Mal sehen wohin die Reise mit dem Köderbau noch geht. Aktuell sind kleine Wobblermodelle in Arbeit, wo allerdings noch etliche Tests und Bastelstunden ausstehen, bis die so laufen wie ich mir das vorstelle.

Grüße und Petri Heil

Frank (Angler-Online-Team)

Zur Werkzeugleiste springen