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Dez 18

Raubfischvorfächer selbst gemacht

Eine preiswerte Alternative zu gekauften Stahlvorfächern sind die, die man sich selbst anfertigt.Ein weiterer Vorteil dabei:  Jeder hat seine eigenen Favoriten, was Snaps, Wirbel oder Haken angeht. Beim Selbstbau kann man  sein vertrautes Zubehör verwenden, und weiß somit genau was verbaut wird.

Einmalige Anschaffungskosten verursacht eigentlich nur die Quetschhülsenzange, wobei eine qualitativ hochwertige aber schon für 15 – 20 €uro zu bekommen ist. Die Zange sollte nach Möglichkeit über 4 – 5 einzelne Druckpunkte verfügen. Einen Seitenschneider hat man im Normalfall sowieso in der Box.

 

Bei der Anfertigung von Hechtvorfächern sollte die Vorfachlänge nicht zu kurz gewählt werden, denn Hechte rollen sich im Drill auch schon mal in die Schnur ein.  Dabei kann die  die Hauptschnur sehr schnell in die Nähe der Zähne kommen. Und ein ausgewachsenes Exemplar hat immerhin ca. 700 davon.  Den Rest kann man sich ausdenken. Der Fisch, der vielleicht sogar der Fisch Eures Lebens war, verabschiedet sich mit einem vernagelten Maul.

 

Folgende Utensilien werden benötigt:

Vorfachmaterial (Stahl oder Titan),Quetschhülsen, Seitenschneider und Quetschhülsenzange

 

 

 

Hier die einzelnen Schritte der Anfertigung

Zuerst schneide ich mit dem Seitenschneider mein Vorfachmaterial auf die gewünschte Länge. Danach führe ich den  Stahl oder  Titandraht durch die Quetschhülse und wieder zurück, so das seine Schlaufe entsteht.

Das kurze Ende welches aus der Hülse schaut, knicke ich nun 6 – 8 mm (je nach Länge der                 verwendeten Quetschhülse) um, und führe dieses kurze Stück zurück in die Hülse. Es sollte weder vorne noch hinten aus der Hülse herausragen.

Nun lege ich die Quetschhülse so in meine Zange ein, dass die Drähte waagerecht zu den                       Pressbacken liegen.  Würden sie übereinander liegen würde ich beim anschließenden pressen die 3 einzelnen Stränge gegeneinander drücken, und das Material womöglich beschädigen. Deswegen unbedingt darauf achten, dass die Drähte in der Hülse „nebeneinander“ liegen.

Jetzt drücke ich mit mäßigem Druck die Zange zusammen, und presse hiermit eine sichere                 Verbindung von Vorfachmaterial und Hülse.

Um die Haltbarkeit der Quetschverbindungen zu überprüfen sollte man sicherheitshalber bei  jedem angefertigten Vorfach einen Belastungstest durchführen. Am einfachsten ist es 2 Nägel o.ä. durch die Schlaufen zu stecken und gefühlvoll auseinanderzuziehen.

Am anderen Ende des Vorfaches verfahre ich genauso. Nur sollte hier nicht vergessen werdeneventuelle Einhänger, Snaps, Wirbel oder Haken in die Schlaufe einzuführen, bevor die Hülse fertiggestellt wird.

So sollte das fertige Vorfach dann aussehen:

Ich wünsche viel Erfolg, Petri Heil und kapitale Fische an Euren selbst angefertigten Vorfächern

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