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Apr 12

Spinnfischen mit dem Chatterbait

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Die bei uns noch relativ unbekannten Chatterbaits (zu deutsch: „Schüttelköder“) sind aufgrund ihrer Eigenschaften geeignet alle Fische zu fangen, die in die Kategorie Räuber gehören – vorwiegend jedoch Hechte, Zander und auch Barsche. Das Besondere an diesem Köder: Er vereint viele Eigenschaften von guten Ködern und imitiert dabei flüchtende Beutetiere.

Im Prinzip handelt es sich beim Chatterbait um einen Fransenköder mit vorgeschalteter Metallplatte. Totzdem gibt es erhebliche Unterschiede zu einem Skirt-Jig oder zu einem Spinnerbait. Hier z.B. der Iron Claw DOIYO Kentoka 11 Gramm – die Funktionsweise ist jedoch bei allen Chatterbaits gleich …
 

 
Chatterbaits bewegen sich beim einfachen Einkurbeln ähnlich wie ein Crankbait, dabei ist der Lauf sehr unregelmäßig. Durch das vorgeschaltete Vibrationsblatt werden Lichtreflexe produziert und das aufreizende „klick-klack“-Geräusch spricht das Seitenlinienorgan der Räuber an. Die ratternden Bewegungen sind bis ins Handteil der Rute zu spüren.
 

 
Das Fischen mit dem Chatterbait erfordert keine bestimmte Technik und keine große Übung. Er wird einfach ausgeworfen und wieder eingekurbelt. Man kann allerdings das Interesse der Räuber durch kurzes kräftiges Jiggen, Spinnstops oder durch variable Führungsgeschwindigkeiten erheblich steigern.
 
Die Skirts sorgen für kräftige Verwirbelungen und erzeugen selbst bei Stillstand / Spinnstops noch Mikrovibrationen, die auf einen Räuber wie Fühler und Beine von Beutetieren wirken. Oftmals kommen die Atacken gerade in dieser Phase …
 

 
Verschiedene Gewichte erlauben das Abfischen unterschiedlicher Gewässertiefen, auch leichter Krautbewuchs ist durch die langen Fransen kein Problem. Die Hängergefahr ist relativ gering, so lassen sich auch problematische oder sehr flache Gewässerstellen gut abfischen.
 

 
Man kann den Chatterbait zusätzlich mit einem geeigneten Trailer am Haken beködern und so die Reizwirkung nochmals erhöhen. Dazu eignen sich passende Softbaits wie Creaturebaits, auch Gummiwürmer, Krebsimitate und Twister. Manche Chatterbaits werden auch bereits mit passenden Trailern ausgeliefert.
 

Hier z.B. mit einem Doppelschwanz Creatur-Bait

 
Der eigenen Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt, alle Arten von Gummiködern sind geeignet, nur Gufis mit Schaufelschwanz würde ich nicht montieren, sie nehmen dem Chatterbait viel von der speziellen Aktion.
 

 
Grundsätzlich wirken Fransenköder auf jeden Räuber interessant. Aber im Gegensatz zu Spinnerbaits überzeugt der Chatterbait die Räuber durch einen sehr attraktiven Lauf, zusätzliche Reflexe und Vibrationen.
Vor allem bei trüben Wasserverhältnissen kann dieser Köder den Tag retten, da er durch die starken Vibrationen das Seitenlinienorgan der Räuber anspricht. Zudem lassen sich große Gewässerflächen sehr gut abfischen, da er sehr gute Wurfeigenschaften bietet …
 

 
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In Gewässern, in denen die Räuber schon jeden Gufi und Hardbait mit Namen kennen, wird sich der Einsatz besonders lohnen. Variabel geführt, kann er sowohl oberflächennah als auch in tiefen Gewässerabschnitten eingesetzt werden. Ich denke es ist einen Versuch wert, den Chatterbait mal ans Vorfach zu binden.
 
Weitere interessante Themen rund um den Angelsport findet ihr in unserem Angler-Online-Forum sowie auf unserer Facebook-Seite.
 
Gruß und Petri Heil H. Günter
 

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