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Mrz 12

Angeln und Urlaub in Süd Tirol

Hallo Angelfreunde
Hiermit melde ich mich mit einem Angel-Reisebericht im Gepäck, aus dem Urlaub zurück.
Ich weiß – der Bericht ist viel zu lang geworden – aber ihr solltet ihn trotzdem lesen.
Enthält er doch Informationen für Alle die in dieser Region einmal Urlaub machen und Angeln möchten.


So ein Jahresurlaub- ist ein Urlaub für Alle also kein reiner Angelurlaub- es muß jedem Genüge getan werden. Ausfahrten- Bummeln
und Shopping – ausgedehnte Spaziergänge und natürlich auch Angeln.
Um es vorweg zu nehmen, mit dem Wetter haben wir die Gesäßkarte gezogen. während der Norden Deutschlands unter Hitze stöhnte,
war das Wetter im sonst sonnigen wetterbeständigen Südtirol die ganzen 3 Wochen beständig durchwachsen – fast kein Tag verging das es nicht mindestens einmal regnete.

So nun geht es los!
Hurra endlich Urlaub.
In Gedanken noch einmal die -Scheckliste- durchgegangen – nichts vergessen ???
So wurde, ich noch voll im Nachtschichtrhythmus, gegen 22:00 Uhr gestartet.
Begleitet von allen Wettern, die die Natur zu bieten hat, ereichten wir mit einigen Pausen ohne Staus Österreich.
Hier beginnt die Abzocke – die zur Durchfahrt erforderlichen Vignetten hatten ich schon vorher gekauft nur 16,- für hin und zurück.
Ja es gibt als kürzeste Gültigkeitsdauer nur die 10-Tagesvignette, so das bei einem 14 Tage-Urlaub in Österreich oder Italien auf
jeden Fall 2 x eine Vignette gekauft werden muß – ganz schön klever die Österreicher.
Aber damit noch nicht genug – für jeden Pass – hier der Brenner – muß nochmals gelöhnt werden. So kostet eine 2malige Durchquerung
Österreichs rund 40,-Euro.
Trotzdem der Tipp: Maut für den Brenner an der letzten Tankstelle bezahlen und man kann dann ungehindert durch die Videokontrolle
fahren, ohne am Kassenhäuschen anstehen zu müssen.
Wann führt Old Germany dieses für die Ausländer auch ein und nimmt z.B. Mautgebühren für die Kasselerberge?
Hurra, Italien ist ereicht und schon standen wir wieder vor einem Kassenhäuschen und durften eine Karte ziehen.
Da ich aber nur wenige Kilometer später die Autostrada verließ und über den Jaufenpaß zum Urlaubsziel fuhr, kostet die Maut nur 1,10 Euro.
Wie mit meiner Regierung verabredet, machten wir auf der Jaufenpaßstation – Frühstück 2x Rühreier mit Tee b.z.w. Kaffee nur 17,20.
Ein besonderes Frühstück- an einem besonderen Ort – man gönnt sich ja sonst nichts.
Entschädigt wurden wir durch den grandiosen Blick auf die umliegenden Berge.

Gegen 14:00 Uhr erreichten wir unser Ziel den Niederhof bei Völlan/Lana.
Nach dem wir unser Quartier bezogen hatten, wurde erst einmal nach einem Beruhigungstrank, richtig ausgeschlafen.

Blick auf Lana / Meran

Ich konnte kaum erwarten, dass der kommende Sonntag vorüber ging – wir klapperten schon einmal die Talsperren ab, wo ich Montag angeln wollte.
Doch Pustekuchen – nichts war mit Angeln – wie wir erfuhren war der Montag italienischerNationalfeiertag – kein Geschäft geöffnet
– keine Lizenz zu erhalten.
Also auf den Dienstag verschieben. Dienstag erst gegen 10:00 Information geöffnet — Sc…e.
Deshalb vorher noch eingekauft, meine Regierung wollte , eigentlich wie immer Einigees mitnehmen – doch ich hatte gemeckert
-wir fahren nicht nach Afghanistan.
Doch bei 20 – 30% höheren Preisen bei vielen Artikeln wurde ich dann eines besseren belehrt. Da sag noch einmal einer – Deutschland ist teuer!
10:00 Uhr: Oldman war der Erste in der Information und bat um eine Staatliche Angellizenz.
Kein Problem sagt die freundliche Bedienung – Ihren Personalausweis oder Reisepass bitte – aber der lag im Auto welches ca. 1 km weiter geparkt war.
Meinen Fischereischein u.s.w.wollte sie gar nicht sehen – also zurück zum Auto, Ausweis geholt und von da an ging alles wirklich problemlos.
Nachdem ich dann für nur 30,- Euro die staatliche Fischereilizenz -gültig 3 Monate – inden Händen hielt, verschwand bei dem Angeljunkie-Oldman
– endlich das Zittern in den Händen. Als Beigabe gab es noch einige Unterlagen – wo man die Tageskarten für bestimmte
Gewässer in der Umgebung erwerben kann.
Fazit: Bevor man die Angel einmal ausgeworfen hat, ist man ca. 45- Euro los.
Das benötigt man in Italien/Südtirol um angeln zu dürfen.

Also der Tourist benötigt
– keinerlei Sportfischerprüfung
– keinerlei Fischereischein
–keinerlei Befähigungsnachweis
– er benötigt nur den Personalausweis oder den Reisepass
– er erwirbt für 30,- Euro die staatliche Fischereilizenz – gültig für 3 Monate
– er erwirbt die gültige Tageskarte für das zu beangelnde Gewässer für 10,-bis 15,-Euro,
bis zum 1. Juli ist nur eine Rute erlaubt.

Merke: – 2.6. Italienischer Nationalfeiertag – kein Büro geöffnet –keine Lizenz
– Die staatliche Linzens gibt es in der städtischen Informationszentrale
und im Fremdenverkehrsbüro

1. Woche – Mittwoch soll es endlich losgehen, doch der Dienstagabend verhieß was anderes. In kürzester Zeit bezog sich der Himmel
und es goß die ganze Nacht in Strömen. Am Mittwochmorgen zog Fam. Oldman trotz bedeckten Himmels und Nieselregen los – ins Ultental.
Schnell war die Tageskarte besorgt und ab zu dem am Montag schon ausgeguckten Angelplatz. Schei…e ein Angeln war so gut wie unmöglich,
das Unwetter der vergangenen Nacht hatte den Platz mit Treibgut (Holz) total zugemüllt.
Dennoch ein paar Würfe riskiert und gleich der 2. Wurf war erfolgreich – aber der Fisch konnte sich, bevor ich ihn überhaupt sah, lösen.
Glückwunsch Fisch – Danach war außer ein paar Hängern im Treibgut nichts mehr und so beschlossen wir eine andere Stelle aufzusuchen.
Hier war ich ebenfalls der Verzweiflung nahe, nichts tat sich und fester anzuregnen begann es auch noch. Meine Reg. zog sich ins Auto zurück.
Nun nachdem ich auf feinstes Zeug umgestellt hatte – Vorfach 16er – die Unsichtbare- zeigte sich endlich der erste Erfolg – ein Biß
von unglaublicher Vehemenz – Anschlag und ein Silberling stieg aus dem Wasser und machte Mozarts Forellenquintett alle Ehre –
bis sie endlich in meinem Kescher landete.
Ein weiterer Silberling trickste mich aus und konnte entkommen in dem er unter Treibgut Zuflucht suchte.
Nun dauerte es ein Weile bis meine Rute sich bog und einen weiteren Biß anzeigte
Was war das? Rute in die Hand – Anschlag –sitzt- keine Flucht –kein Luftsprung nichts
Dieser Fisch legte ein Drillverhalten an den Tag, welches ich nur vom Brandungsangeln – von der Scholle kenne – Biss und auf den Grund legen.
So krante ich im wahrsten Sinne des Wortes eine schöne Bachforelle in meinen Kescher.
Mit einer weiteren geraden mäßigen See-/ Regenbogenforelle, welche den Köder soweit geschluckt hatte das er fast hinten wieder raus kam-
beendet ich dann doch halbwegs versöhnt diesen mit Hindernissen bespickten Angeltag
Ein Wort zum Köder – kein Biss auf Made, Wurm, Blinker –Power Bait grün war der Bringer.

Das Ultental – Zoggler – Talsperre

Mein Fang

Von hier an bis zum Wochenende war Dauerregen – Gewitter – mit vereinzelten Aufheiterungen angesagt, ja sogar die Heizung wurde tagsüber
angeworfen und das im Juno . Ein Angeln war so gut wie unmöglich.

2. Woche – Montag

Doch dann am Montag – endlich passables Wetter.
In aller Frühe auf in das Sarn-/ Durnholzertal – zum Durnholzer See . Die Kartenausgabestelle in Sarnthein -Fremdenverkehrsbüro- angelaufen
und die Tageskarte 15,- Euro erstanden.
Durnholz ist Auto freie Zone und der Wagen muß an Ortseingang geparkt werden.
Regierung und Gerödel bis an den See gefahren und danach das Kfz. zum Parkplatz gebracht.
Nun nur noch Alles 500m bis zur Angelstelle schleppen.
Dann dieses!
Gegen 09:30Uhr war dann endlich die Erste Angel draußen. Bis 12:00 Uhr egal
was ich auch tat – kein Biss- kein Zupfer – nichts.
Außer dass ich nichts gefangen habe, gab zu allem Übel meine Rute (Telerute))
den Geist auf – das 2. Teil von oben brach ohne ersichtlichen Grund beim Auswerfen.
Ein Mordsgewitter ließ uns dann fluchtartig zum Auto flüchten und die Rückreise antreten.
Auf dem Rückweg machten wir dann noch einen Abstecher ins Ultental – auch hier war
2 Stunden – Schwarzangeln – bis uns das Gewitter einholte – nicht von Erfolg gekrönt.

Das Sarn -/ Durnholzertal – der Durnholzer See

Nun bin ich gespannt was der nächste Angeltag bringt – es soll wieder ins Ultental gehen-
die Anfahrt ist einfach nicht so weit, nur 20 km und meine Regierung hat dort, sollte das Wetter mitspielen, einen vernünftigen Platz
zum Sonnen, Lesen u. s. w.

2. Woche – Mittwoch
Auch diese Episode kann ich abkürzen – nach knapp 3 Stunden angeln öffnet der Himmel
urplötzlich seine Schleusen. Der Regenguss kam so plötzlich, dass keinerlei Chance bestand zum Auto zu laufen und die Regenklamotten anzuziehen.
Zu allem -Un-Glück noch ein Biß bei strömenden Regen.
Wieder einmal nass bis auf die Haut – konnte ich diese Regenbogenforelle unter sehr widrigen Umständen landen.
Ein Stück Treibholz hatte sich in der Schnur verfangen und kurz vor dem Kescher
machte es peng und die Schnur war gerissen.
Da schon einmal nass- Oldman ab in das dort ca. 60 cm tiefe eiskalte Wasser, die Schnur mit
Treibholz, Pose und dem Fisch am anderen Ende geschnappt und an Land gezerrt.
Nach dem ich die Forelle versorgt hatte – packte ich ein – zog mich um und fuhr in Regenleidung zurück in die Wohnung.

Die Bezeichnung Regenbogenforelle machte ihren Namen alle Ehre – jede der 4 Forellen
wurde bei Regen gefangen. Mangels Sonnenschein fehlte nur noch der Bogen.

Ein letztes Mal ist Angeln angesagt. Es ist Sonntag und wieder soll es ins Ultental gehen.
Doch vor dem Erfolg muß noch einmal das Geschirr auf Vordermann gebracht werden.

Oldman bei der Gerätepflege

Dieses Mal habe ich einen Angelplatz ausgeguckt – an dem ich vor 3 Jahren schon einmal recht gut gefangen habe. Eine Baggerstelle
– aber Sonntag ruht ja bekanntlich die Arbeit.
Auf diese gute Idee brachte mich meine Regierung.
Doch auch diesen Angelplatz konnte ich abschreiben, meine Freunde die Baggerfahrer
hatten die Landzunge durch einen 3m breiten und ca. 50 cm tiefen Graben getrennt.
So das wohl ich aber nicht meine Regierung die durch den Graben entstandene Insel
erreichen konnte.
So also zum Angelplatz des ersten Tages gefahren und das war gut so.
Denn meine Regierung konnte sich bei den wieder einmal einsetzenden Regen – wieder einmal ins Auto flüchten.
An dieser Stelle einmal ein Dank an meine Regierung für die aufgebrachte Geduld – Stunden – die sie lesend und strickend im Auto verbrachte.
Bis Mittag tat sich nichts. Neben mir ca. 100 m weiter am Einlauf des Stausees bombardierten Angler –Kfz-Kennzeichen Bozen
– mit Sbirolinos die Fische ohne Erfolg .Vermutlich trieben sie damit Diese zu meinem Angelplatz.
So konnte ich bis 15:00 Uhr noch diese unten abgebildeten Prachtburchen auf die Schuppen legen. Eine See – und 3 marmorierte Bachforellen.
Gefangen wurden alle Fische auf einer Rute, mit einer simplen Montage.
12 er Haken – Vorfachlänge 1,20m – Schwimmer war eine kleine 2cm durchsichtige Wasserkugel – fast voll gefüllt und nach dem Auswerfen nicht mehr sichtbar.
Eine Bisserkennung nur an Schnur oder Rutenspitze möglich
Als Top-Köder –für alle 4 Fische- erwies sich dieses Mal der Wurm – Dendrobena – .
Die Tauwürmer waren schon im Tauwurmhimmel, sie sind bei dem ständigen Regen einfach
zu nass geworden.

Im Kescher

4 Prachtburchen

Die Gast-Tageskarten für das Ultental gibt es
– in St. Walburg beim Eggwirt oder
– in Kuppelwies – bei der gleichnamigen Gaststätte

Ein weiterer schön gelegener See ist der Weißbrunnsee, welcher am äußersten Ende des Ultentales liegt und nach weiteren geschätzten 10 km
– meistens 1spuriger Serpentinenfahrt- erreichbar ist.
Die Tages-Gastkarte (12,50 Euro) für dieses Gewässer, gibt es in dem am Ende des Sees gelegenen Gasthauses.

Der Weißbrunnsee

Ich hoffe, das trotz der Länge, der Bericht Euch gefallen hat.

Gruß Oldman

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