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Mrz 13

Schweden 2008

Am Samstag, den 20.09.08 ging es mit der Fähre von Rostock nach Trelleborg. Von dort noch einmal ca. 3 Stunden Fahrt (rund 290 km) ins Landesinnere. Der Bungalow liegt an einem See in der Nähe von Rydaholm.

Das gesamte „Schweden – Team“ auf einen Blick.

Guido (links), Andreas (rechts) und unten Thomas

Sonntag früh nach dem Aufstehen das Angelzeug fertig gemacht, den Motor und das Echolot an das Boot montiert und los. Das Wetter war genau wie man es sich für einen Raubfischausflug wünscht – bedeckt, kein Regen und ein leichter Wind.

der Heimathafen

Nun mussten nur noch die Hot Spots gefunden werden. Leider auf einem unbekannten Gewässer nicht so schnell gemacht. Wir versuchten es mit Gummifischen und Wobblern. Damit konnten 4 Zander, 4 Hechte und ein Barsch überlistet werden.
Zum Abend schnell ein wenig gegessen und noch mal los – Ansitzangeln mit Tauwürmern bis um 01:00 Uhr. Leider fingen wir bis auf 4 Brassen nichts weiter.

Am Montag wussten wir schon etwas besser Bescheid und fuhren gleich an die Stellen, die wir für zanderverdächtig hielten. Das Wetter blieb aus Anglersicht „Raubfischwetter“, und wir konnten an diesem Tag insgesamt 11 Zander und 8 Hechte zum Anbiss überreden.

Andreas mit 100 cm

Guido mit einem 86er

Der Dienstag sah verdammt nach Regen aus – also unsere Regenanzüge übergeworfen und wieder raus. Es gab nicht einen Tropfen Regen, aber wie sagt man so schön: „vorbeugen ist besser“.
Es lief wie die Tage davor und wir fingen auf unsere Kopytos kleine Zander… kleine Zander… kleine Zander…im Schnitt zwischen 30 und 45 cm. Wir konnten 9 Stück fangen, haben aber bestimmt doppelt so viele verloren. Dafür hatten wir mit 8 Hechten einen ordentlichen Beifang.

Am Abend ein paar Köderfische gestippt, schnell etwas gegessen und das Boot für die Nachtangelei gepackt, zu der Stelle gefahren, die wir für den Ansitz ausgewählt hatten. Die Ruten aufgebaut, die Montagen mit Köfis bzw. Wurm bestückt und erst einmal ein wärmendes Feuer gemacht. Und dann nichts mehr…..gegen 01:00 Uhr, als das Einpacken beschlossen war, jaulte mein Bissanzeiger, und ich konnte meine erste See-Quappe landen (hatte ich bis dato nur in Flüssen gefangen). Wir haben sie nicht vermessen, sondern sofort wieder in ihr Element entlassen.

Nachtangeln

Guido mit Quappe

Am Mittwoch wurde etwas länger geschlafen. Dann aber los. Das Wetter war herrlich. Wieder unsere Stellen angefahren und wieder nur kleine Zander und zwischendurch immer mal wieder ein Hecht. Tagesausbeute: 23 Zander und 4 Hechte.
Da denkt man eine gewisse „Raubfischroutine“ zu haben, aber…ich kann euch ein Lied singen „und der Esox, der hat Zähne und die trägt er im Gesicht“. Aber seht selbst:

Ein paar Blutspritzer – aber nicht vom Fisch….

…egal, weiter geht’s…..

der Übeltäter – Thomas mit 90 cm

Nach der üblichen Mittag-/ Abendbrotkombination (keine Zeit für drei Mahlzeiten am Tag) ging es mit dem Auto an den Zulauf des Sees. Dort am Zulauf sind ein Wehr und eine recht kräftige Strömung, in der wir es auf Quappen versuchen wollten. Ruten aufgebaut und die Montagen ausgebracht. Dann ein Feuer angemacht, über dem wir unsere Würstchen brutzelten. Einige heftige Bisse stellten sich als Brassen heraus. Viele vorsichtige Bisse konnten wir (100-Gramm-Montage mit 1er Wurmhaken) nicht verwerten, fingen aber trotzdem neben einigen Brassen 4 kleine Quappen.

Der Donnerstag wurde nach derbem Frühnebel wettermäßig richtig spitze – oder wie mein Freund Andreas sagte: „das Wetter ist zu schön zum Angeln“.

Wieder ging es auf den Zander – irgendwann muss doch mal ein größerer Bursche dabei sein. Aber Fehlanzeige, es blieb bei unserer Durchschnittsgröße. Einziger Höhepunkt aus meiner Sicht war ein ordentlicher Hecht. Ansonsten fingen wir 12 Zander und 7 Hechte.

Guido mit 100 cm

Dann war es auch schon Freitag und unser letzter Angeltag. Noch mal Optimismus getankt und raus zum hoffentlich „richtigen“ Zander. Aber es sollte nicht sein – eher merkte man einigen Expeditionsteilnehmern den fehlenden Schlaf an.

Wir konnten an diesem Tag noch 5 Zander, 5 Hechte und 3 Barsche fangen. Dann mussten wir schon das Boot sauber machen und aus dem Wasser holen.
Am Sonnabend machten wir noch Ordnung und den Bungalow winterfest. Gegen 10:00 Uhr ging es dann schon wieder Richtung Heimat. Es muss noch erwähnt werden, dass wir in der ganzen Woche nicht einen Menschen sahen, außer dem Zöllner bei der Einreise.
Fangergebnis der Woche: 67 Zander, 29 Hechte, 7 Barsche und 5 Quappen, wobei Hecht und Barsch „nur“ Beifang der Zanderangelei waren.

Wenn auch die erwarteten „Superfänge“ ausblieben, so wurden wir doch reichlich durch die Ruhe und Schönheit der Gegend entschädigt.

Petri Heil  Guido

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