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Mrz 10

Dänemark – 2008

Nach endlosen Nachtschichten und Wochendiensten war es soweit –endlich Urlaub.Das Reiseziel war wie seit ca. 10 Jahren im Herbst – Dänemark – Klegod – eine Ferienhaussiedlung zwischen Hvide Sande und Sondervig– an der Nordsee gelegen

Wie oder was um Gottes Willen verschlägt einen dorthin.
Ich glaube ich habe es irgendwo schon einmal geschrieben????
Richtig Dänemark ist um diese Jahreszeit – lang und weilig – es ist einfach nichts los.
Aber für uns –meine Reg. und mich – ist es jedoch Erholung pur.
Doch was verschlägt einen dort hin. – Kurz gesagt- durch den Hund, den wir damals hatten.
Das Mittelmeer war zu weit weg und Deutschland nicht sehr Hunde freundlich.
100 – 200m Hundestrand standen zur Verfügung – das war ein Laufen von Tretmine zu Tretmine und auch sonst herrschte fast überall Leinenzwang.
Weiter hielt einen die Kurtaxe und die überhöhten Preise in den Orten ab.
Einen Sonnenbrand war auch nicht zu kriegen – ständig wurden wir von Kontrolleuren genervt, welche nach dem Kurtaxenschein fragten.
So wurde Dänemark fast zur unserer 2. Heimat.

Anreise und die 1.Woche
Das Einkaufen und Packen ist schon Routine.
Während des Packens stellte ich eine Kiste mit Lebensmittel auf den Beifahrersitz ab und wie es ist, kommt meine Regierung dazu und fragt – wo soll ich sitzen?.
Hätte ich doch bloß meinen Mund gehalten – aber nee ich musste Antworten –jede gute Galeere braucht Gallionsfigur – Sie fand das gar nicht so schön.
Es sieht immer aus als ob Familie Oldman auswandern will und wie immer haben wir mehr mitgenommen als man benötigt.

gepackt

Doch es sieht schlimmer aus als es ist- der größte Anteil der Ladung macht das Brennmaterial für den Kamin aus.
An dem Brennmaterial für 14 Tage – 10 x Holzbriketts und 10x Kohle (Briketts)
spart man 60 – 80 Euro
Obwohl sich die Preise schon ein wenig angeglichen haben, lohnt es sich noch das Meiste mit zu nehmen.
Warum werden einige von Euch dennoch fragen. Die Antwort ist einfach!
Wir können kein dänisch – des weiteren haben wir festgestellt oder ist es nur Einbildung, daß viele gleiche Sachen – der selben Marke – ganz anders schmecken.
Der Hauptgrund jedoch ist –wir haben einen Tag Urlaubszeit gewonnen haben, der sonst für
das Einkaufen drauf gegangen wäre.

Nun geht es los!
Die Fahrt verlief ohne Probleme – das Auto fand den Weg fast von allein dorthin und auch durch die Engstelle –Elbtunnel- kamen wir reibungslos.
Nach ca. 6 Std., mit einer Pause, erreichten wir unser Ziel.


Ferienhaus

Vorher holten wir noch in Hvide Sande, wo wir von einer Robbe an der Schleuse begrüßt wurden, den Schlüssel für unser Domizil ab.
In dem nahe gelegenen Angelladen – Sanddormkiste –kaufte ich die Dänische Angellizenz
Gültig für 1 Jahr- denn im Maerz 2009 bin ich wieder da.
Diese Angellizenz ist erforderlich um am Meer, Fjord, Seen, Flüsse fischen zu dürfen.
Für die Flüsse ist jedoch noch eine zusätzlich Tages-/Gastkarte der Vereine erforderlich.
Wo diese erhältlich sind erfährt man in den ortsansässigen Touristikbüros – oft sind diese Karten auch dort erhältlich.
Meine Fischereilizenz musste ich nicht vorlegen.

Das Wetter blieb die ganzen 14 Tage durchwachsen.
Milde Luft mit Regen, wechselte sich mit trockener Luft, Frost und Sonnenschein ab.
Einzig der Wind bleibt – bis auf 2 Tage am nächsten Wochenende konstant- geschätzte Windstärke 5-6 so blieb es die ganze Woche, welcher sich gefühlsmäßig zwischen durch noch verstärkte.

Nach dem wir unser Quartier bezogen hatten, ging erst einmal ab zur Nordsee.
Der Wind peitschte uns erst den Regen und dann den Sand entgegen. Wir glaubten in ein Sandstrahlgebläse geraten zu sein.
Eine Akkupunktur mit tausend Nadeln prasselte auf unsere Gesichter ein.
Dann sahen wir sie – die Nordsee – aufgewühlt von Wind – ein immer wieder imposanter Anblick.


Oldman

Strand

Imposant vom Anblick her und Im Po Sand – im wahrsten Sinne des Wortes – der Wind blies den Sand durch alle Ritzen unserer Kleidung.

Angeln
war in diesem Urlaub jeden 2. Tag angesagt, dieses fand leider ausschließlich an folgenden Put und Take Teichen statt.
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Put und Take Teich – Sondervig


Sonnenaufgang


Put und Take Ringköbing Fjord – Hvide Sande


Put und Take Teich Klegod

Obwohl ich die Teiche nach all den Jahren sehr gut kenne – war ich diesmal am verzweifeln.
Egal welche Montage, Blinker, Sbirolino, auf Grund, wollte sich der richtige Erfolg nicht einstellen. das Wort Sportangler machte hier seinen Namen alle Ehre.
Während sonst der Tauwurm ein unschlagbarer Köder ist erfolgten die Bisse dieses Mal nur auf Power Bait – Grün
So ging ich in der 1. Woche jedes Mal mit nur Großforelle ähnlichem Kalibers nach Hause.


Forelle

Diese Forellen waren wirklich unglaublich kampfstark und boten einen wahnsinnigen Drill an meiner 10 – 20gr. Rozemeijer Qualifier.
Da ich als Vorfach nur eine 0,18er Fluorcarbonschnur (die Unsichtbare) benutzte war wirklich
viel Gefühl und Ausdauer beim Drill angesagt.

Die 2. Woche
begann mit einer Überraschung.
Kaltes aber sonniges Wetter ließ über Nacht die Teiche zufrieren.
So blieb nur noch der Put und Take in Hvide Sande über – welcher aufgrund des salzhaltigen Wassers offen blieb.
Hier ging ich, nachdem ich mich 6 Std. durchfrieren ließ, als Schneider nach Hause
Doch am Mittwoch schlug Oldman`s große Stunde – am Put und Take Klegod.
Mit 4 in Worten Vier- Großforellen satte 6,5 kg ging ich heim.

Das gibt wieder herrliche Mahlzeiten – mir läuft jetzt schon das Wasser im Munde zusammen

Freitag der letzte Angeltag
Der Tag vor der Abreise – da werde ich regelmäßig zum angeln gezwungen –quasi aus dem
Haus geworfen. Meine Regierung will mich bei der Endreinigung vor den Füßen weg haben
wie sie immer so schön sagt.
Ihr könnt euch denken, daß ich das Angebot gern angenommen habe.
an diesem Tag konnte ich bei saumäßigem Wetter jedoch nur eine Forelle überlisten.
Doch die hatte es in sich. Nach einem spannende Drill konnte ich eine Forelle von genau 4 kg landen

Fazit:
Jeder Biss – ein Fisch
Ausbeute also 100% oder 8 Fische = 18 kg Fisch brutto

Noch ein Wort zum Brandungs- und Heringsangeln.
Brandungsangeln
– einmal waren keine Wattwürmer vorrätig und
– an den meisten anderen Tagen war aufgrund des Windes ein angeln nicht möglich.
Heringsangeln
auch dieses ist schnell abgehandelt die Heringe waren nicht da.
Ein Beispiel 3 Angler hatten in knapp 5 Stunde 2 ganze Heringe – wahrlich keine besondereAusbeute.

Dann – ich bin ehrlich – hatte ich nach den ausgedehnten Spaziergängen und Städtetouren
auch keine Lust mich abends noch ein 2.mal durchfrieren zu lassen.

Dieser Urlaub ist wie ihr wisst- kein reiner Angelurlaub
An den anderen Tagen und am kommenden Wochenende machten wir bei jedem Wetter ausgedehnte Spaziergänge am Strand und durch die Dünen sowie Ausflüge in den näheren größeren Städten wie Hvide Sande Ringköbing, Holsterbro u.s.w.


Übersicht.


Dünen



Ringköbing Hafen


Der längste Spaziergang war so an die 10 km und ging vom Ferienhaus zum Leuchtturm und zurück.


Leuchtturm

und besuchten die zahlreichen Klüngelläden. Ein Eldorado für meine Regierung.
Hier eine Auslese


Kloster


Kerzen

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Die langen Abende verbrachten wir mit Spiele, Lesen, Fernsehen und PC am gemütlichen
Kaminfeuer.
Ein entsprechendes Getränk durfte natürlich auch nicht fehlen.

So gingen 14 Tage wie im Fluge.

Gruß Oldman

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