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Mrz 20

Neuseeland 2/8 -Haba – PLAY RAINBOW!




Nun – es ist ja nicht so, dass ich hier in Neuseeland immer Fische fange!!
Nach dem letzten Eintrag ins Tagebuch, habe ich zwei Seen um Rotorua mit der Fliegenrute befischt. am Lake Rotoma hab ich schmerzlich erfahren,
dass ich noch nicht gut genug Fliegenfischen kann, um in der Dunkelheit zu fischen – autsch!
Somit hab ich leider keine der sagenhaften Tiger-Trouts von nahem gesehen

Am Lake Tarawera war es wunderschön – ich muss euch mal noch Bilder zeigen!
Leider konnte ich keinen Fisch fangen – ich bin sogar schnorcheln
gegangen um die Forellen zu suchen – dabei hab ich mich erkältet und lag
anschließend mit 39 Grad Fieber flach. Nicht sehr angenehm in einem 8-bettzimmer, in dem man niemanden kennt.
Kaum gesundet, musste ich aber wieder mal fischen – der zweite Campingplatz
am Mohaka-River schien geeignet dafür. Ich konnte nur 1.5 Stunden fischen – danach
hat mich ein Sturm vertrieben. In dieser kurzen Zeit konnte ich 3 kleine Forellen
landen.iIh konnte mich nicht entscheiden ob es Regenbogen- oder Bachforellen sind?
Schaut selber:

Ich hatte drei große Nachläufer und merkte, dass in diesem Fluss noch einiges
abgehen könnte. Mit Selim und Phillip den ich einige Tage vorher im Hotel kennen gelernt hatte, habe ich mich ein paar Tage später an dem besagten Fluss verabredet.
Kurzentschlossen sind wir an der Mohle des besagten Flusses angeln gegangen. Es dauert keine 10min. und Philipp hat einen Biss der besonderen Art an seinem Tintenfisch-Bait – kraftvoll zieht das Tier 40m Schnur von der Rolle und springt – waaaaaaaaaaaaaaaas?
Ein Rochen! meine Güte war das ein Abenteuer – was für ein Drill!

Am nächsten Tag ,am späten Nachmittag sind wir Ich und Philpp losgedüst in Richtung Mohaka-River.
Selim und sein Kumpel heißt ebenfalls Phillip sind bereits da, das Zelt war schon aufgebaut.
Ein Bierchen zum anstoßen – aber dann hält uns nichts mehr – die Forellen rufen!
Leider sehen wir viele Hobbyfischer, die stehen schon den ganzen Tag am Fluss und noch
keiner hat was gefangen – schlechte Aussichten? Keineswegs – die Ferienfischer haben sich
nicht gewagt, durch den, teilweise tiefen und reißenden, Fluß zu waten – unser Glück!
Unsere Wobbler fliegen in den ersten Pool, ein herrliches Widerwasser und es dauert nicht lange,
da kann ich für Philip schon seine erste Neuseeland-Rainbow feumern! yeah – 52cm!

Ich freue mich und bin froh das ich mich als -Guide“-nicht ganz vertan habe…
aber weiter geht es, jetzt sind wir erst richtig angestachelt!
Schon bald darf ich mit dem Feumer in Selims Richtung stapfen – Neuseeland-Rainbow nr.1 für Selim –
Petri Prost! 52cm 1.5kg

An meinem Jackson Artist tut sich leider nichts, und die Vernunft zwingt uns auch bald
aufzuhören – der Fluss ist tief und die Strömung stark – ihn im Dunkeln zu durchwaten
könnte gefährlich sein… wir lassen uns die Forellen schmecken – Forelle mit Bier –
ein richtiges Männermahl.
Am nächsten morgen entscheiden wir uns flussabwärts zu waten. Ein herrlicher Tag
lacht uns entgegen.
Es dauert nicht all zu lange und auch ich werde für meine Ausdauer belohnt. Eine dicke
Rainbow hat sich den Artist geschnappt und liefert einen kraftvollen Drill in dem tiefen Pool –
was für eine herrliche Fischerei!

Jetzt hat mich das Forellenfieber komplett erwischt – noch wusste ich nicht, dass der
heutige morgen zum ultimativen Forellenerlebnis werden wird…

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll – die Ereignisse überstürzten sich. Wir fischen
fleißig weiter. Pool um Pool – immer wieder durchwaten wir den tiefen Fluss – plötzlich hab ich,
in einem relativ schnellen Lauf neben einem Pool, einen heftigen Biss – die große Rainbow
springt mehrmals meterweit aus dem Wasser – wie geil ist dass denn! Als der Fisch mit
Selims Hilfe gelandet war, sahen wir uns dem schönsten Rainbowmilchner gegenüber
den wir je gesehen haben! Die Farben die Form – ein Prachtstück – sauber gehakt und viel zu schön zum aufessen…

Philip kann bald darauf eine „kleinere“ Rainbow mit seinem Killer-Rapala überlisten –
voll inhaliert – wir mussten sie entnehmen. Die Fische machen höllisch Dampf.
Mit den ganzen Sprungeinlagen, dem anspruchsvollen Gelände, den Strömungen,
ein phantastisches Erlebnis – zum Glück sind wir alle gut geübt und die meisten Fische
können sicher gelandet werden.

Bald darauf kann ich schon wieder eine Forelle landen! Nr. 3 und mein Grinsen wird immer breiter!

aber zum krönenden Abschluss sollte ich, wie immer mit Speedmaster und Jackson Artist
bewaffnet, den Vogel noch komplett abschießen – aeh – die Forelle fangen natürlich!
und zwar die Forelle meines, immerhin schon 30 jahrigen, Fischerlebens – seht selber
welch ein Prachtstück sich mit mir messen wollte!
Stellt Euch dabei vor, wie die ca. 65er Rainbow ein paar Meter vor deinen Füßen,
an einem sonnigen Tag, in einem klaren Fluss, aus der Strömung schnellt –
dir ihre ganze Schönheit und Kraft demonstriert, stell dir die zittrigen Hände vor,
wenn du den Fisch vorsichtig abhakst, ihn bewunderst, ihm dankst und ihn dammvorsichtig releast…

hilip rundet den Tag ebenfalls noch mit einem Schmuckstück ab – und schon liegen wir zufrieden
bei einem Bier in der Wiese rum, lassen unsere Kleider trocknen und den Tag noch einmal
in Gedanken vorüberziehen…

mein zuhause, mein kleiderstaender, meine kueche, mein auto, mein bett, mein wohnzimmer –
oder einfach mein treuer toyota kombi, mit 330.000 km – der mich bis jetzt zuverlaessig zu
den fischen gebracht hat.

Fluss aufwärts, von unserem Camp gesehen.

Fluss abwärts vom Camp.

Philip hat nach dem Tag seine Sandflies-Stiche gezählt – er war mit Sicherheit zum letzten
mal in kurzen Hosen im Kiwiland fischen – 323 Sandfliesstiche – das ist die reinste Folter –
gute Besserung :

Danke Jungs, das war ein richtig geiler Trip!

habakuk

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