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Mrz 17

Neuseeland 5/8 – a proper workout


a proper workout
– oder geht niemals fischen im Kiwiland wenn ihr nicht genügend Leute auf der Gästeliste fürs Barbeque habt!

Die Leute sind geladen – ich kann mich gegen Mittag aufraffen, um meinen Beitrag zum Grillfest zu „fangen
Ich habe einen Tipp erhalten, es könnte ein guter Tag für die Jagt auf Kahawai werden…
Der Spot an der Flussmündung ist grandios – riesen Beach mit weißem Sand, Sonnenschein –
eine herrliche Kulisse… ich mache mir bei Bier und Zigi ein Bild der Lage – kein Mensch am
Spinnfischen, und die Baitfisher fangen auch nichts… Hmmmm???

Halt! was geht hier ab?
Plötzlich surft auf jeder ankommenden Welle ein kahawai -mit Highspeed rasen sie Richtung
Flussmündung – was für ein Schauspiel! Hunderte – ja tausende der schnellen „kiwi-bass“ –
irgendwie verlieren Bier und Zigi augenblicklich ihren Reiz – her mit dem Tackle!
da kommt auch schon ein Jeep angebraust – der Stämmige Maori hechtet aus dem Wagen –
die 2 Kids hinterher.
Der Maori zwinkert mir zu – „what are you waiting for? let’s get the party started!“
Meine Spinnrute mit 65gr blinkendem Chrom beladen, pfeffere ich, synchron mit dem Maori,
den Köder ins brodelnde wasser…Biss!
Der Maori zwinkert mir zu: „unbelivable, und wir sind die einzigen zwei die den ersten „Run“
der kahawai dieses Saison erwischt haben!“
Wir erleben spinnfischen der Extraklasse, die Kawas sind kampfstark – unvergleichlich mit
jedem Süßwasserfisch… bereits 40cm Kwas bringen mich ernsthaft in Schwierigkeiten!
Das Wasser explodiert bei jedem Wurf hinter dem Highspeedlöffel. Ich kann nur ca.
jeden zehnten gehakten Kawa landen – nach dem Ersten brauche ich eine Pause.
Die saugen mir die ganze Kraft aus den Armen!
Der kräftige Maori grinst mich an: „are you tired, my white friend?“
Eineinhalb Stunden Drill um Drill – ich hätte 20 Kawas fangen können – aber so viele Leute
hab ich doch nicht zum Barbeque geladen! So schön es auch war, ich muss einen Stop einlegen –  mitten im Run – ich will nicht zu viele Fische fangen – ein tolle Ausreden – in Wahrheit kann ich  mit dem rechten Arm kaum noch die Bierflasche stemmen!
Zwei breite Grinsen, eines mit und eines ohne Zahnlücken, würdigen diesen
außerordentlichen Tag.
Unterdessen sind mehrere Jeeps vorgefahren, ca. 15 Spinnfischer versuchen ihr Glück,
aber der Run ist am abflauen…ihr seit zu spät Jungs!
Maoris und Kiwis kommen zu mir und fragen nach der „Geheimwaffe“ – ein spottbilliger
Castingspoon aus dem lokalen Warenhaus!
Hey Kiwis, ich bin ein Bloody Nobody – ein Tourist, zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Ein bisschen stolz bin ich aber schon!

Ich konnte heute, mit Hilfe meines Maori Freundes, lernen die Fische zu sehen, den Löffel
in den Wellen surfen zu lassen.
Wir werfen weiter, führen geschickter und sind treffsicherer – und wir grinsen!

mein Fang

die Hälfte vom Fang des Maoris


Mich erfüllt eine große Ehrfurcht, vor dem Wissen des Maoris, und dem Sagen umwobenenMaori-Fischerkalender….
Ein zahnloses Grinsen: „weißt du warum ich heute hier bin, my white friend? unser allwissender Maorikalender hatte einen „bad-fishingday“ vorausgesagt…!“
Ein Grinsen mit, und eines ohne Zähne tun so – als ob sie nie wieder aus zwei strahlenden
Gesichtern verschwinden wollten!

Das Barbeque war „Kiwistyle“ – ausgelassen fröhlich, mit viel Alkohol und Seafood.
Mein erstes selbstgefangenes Sushi schmeckt vorzüglich – auch auf dem Grill, mit Knoblauch und Sojasauce mariniert, ist der kahawai eine Delikatesse…

habakuk

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