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Mrz 16

Neuseeland 6/8 – FRAUEN oder die FETTE HENRIETTE




Mich zieht es magisch an meinen „River“ – diesmal begleiten mich Sandra und Viktoria.
Meine „Mitreisenden“.
Viktoria hat am Meer bereits einmal mit mir gefischt.Sie als Handballerin hatte den Dreh schnell raus und warf bald fast so weit wie ich.
Man merkt gut, dass sie als Sportlerin geübt ist im werfen.
Sandra will bloß ein wenig lesen, aber Vicky will ihr Glück doch noch im Fluß herausfordern.

Ich überlasse ihr kurz meine Speedmaster-Rute – NEEEEEEIIIIN!
Macht diesen Fehler bloß NIE! grumbl – Anfängerglück, ha – hmm – Mist, ich hab noch keine
Regenbogenforellen gefangen – grmbl – und die Dame landet nach 10min eine 55er Regenbogenforelle!

Stolz und etwas zitterig, freut sie sich über ihren ersten Fisch, ich genieße den Adrenalinschub
einmal aus der Distanz – herrlich, Petri Heil!
So sehr ich es ihr gönnen mag, das kann ich einfach nicht auf mir sitzen lassen! ich halte meine
Ohren steif und siehe da, eine Fischerin am Meer verrät mir einen Hotspot für dicke Rainbows…
am nächsten Tag stehe ich wieder an meinem Fluß, aber viel näher an der Mündung im Meer.
Es ist 11 Uhr mittags – ich verbrenne mich augenblicklich in der gleißenden Sonne – aber der Fluß ist toll!
Eine wiese ohne Bäume und Sträucher, alle paar Meter ein geeigneter Landeplatz, perfekt!
Hier unten ist der Fluß deutlich schmaler und ich kann meinen Jackson Artis Wobbler spazieren führen. Lange passiert nichts, außer dem stetig zunehmenden Sonnenbrand…
Plötzlich lößt sich ein riesiger Schatten aus der Flussmitte und verfolgt den Köder bis ans Ufer – eine riesige Regenbogenforelle! So ein Teil hab ich noch nie live gesehen! Leider beißt sie nicht – aber der haba-Fischerinstinkt ist erwacht – nicht viel später eine weitere Verfolgerin – dass muss einfach noch klappen!
Da kommt der biss – mit einem gewaltigen „splashhhhhhhhhh“ springt die fette Forelle, aber ich stehe in der Pole-Position, ich kann der Forelle hundert Meter Fluss abwärts folgen – keine Chance für die starke und vor allem schwere Regenbognerin!
Ich lande die gut ausgedrillte Forelle am seichten Ufer problemlos – was für ein Brocken!

Das Maßband zeigt exakt 55cm – aber die Forelle ist wohl doppelt so schwer wie die von Vicky. Leider hab ich die Selbstauslöserbilder noch nicht im Griff, muss euch aber das „schlechte“ Bild trotzdem zeigen, damit ihr euch eine Vorstellung von einer fetten Henriette machen könnt!
Ich wiege bei einem Freund von einem Freund – selber leidenschaftlicher Fischer, stolze 6pounds und das bei nur 55cm .

Eine Seite wird Barbeque mit Soja, Knoblauch und Koriander, die andere Seite geräuchert, eine wahre Delikatesse.
Das Fleisch ist derart Lachsrosa , wie ich es bei einer Forelle noch selten erlebt habe.

Heute zieht es mich aber wieder Fluss aufwärts, zu den schlanken Schönheiten…
Es ist perfektes Fotowetter, einige richtig große Nachläufer bringen mich auch jetzt noch
fast um den Verstand – aber ein paar Drills und eine äußerst fotogene „kleinere“ Regenbogenforelle machten den heutigen Ausflug zum gelungenen Erlebnis.

…manchmal braucht es wenig Worte – die Poesie steckt im Augenblick, nicht in den Worten..

habakuk

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