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Mrz 07

Von einem der auszog……..

Von einem der auszog, um seinen ersten zu fangen. Schon die ganze Woche wurde geplant, dass ich am Wochenende meinen ersten Fisch fangen kann. Ein kurzes Telefonat am Montag, genügte um meinen Vater und Udo seinem Fischerkollegen von der Notwendigkeit zu überzeugen.


Von einem der auszog, um seinen ersten zu fangen.
Schon die ganze Woche wurde geplant, dass ich am Wochenende meinen ersten Fisch fangen kann. Ein kurzes Telefonat am Montag, genügte um meinen Vater und Udo seinem Fischerkollegen von der Notwendigkeit zu überzeugen. Ziel des Unternehmens war mein Vereinssee in Dietenheim. Die Woche verlief gespannt, besorgen der Karten, wer bringt Würmer mit und ständig ein ängstlicher Blick auf die Wettervorhersage. Die Vorsage verhieß nichts gutes, durch die Schlierseeerinnerung musste nun auch noch alles winterfest gemacht werden, aber egal wollte ja einen Fisch fangen.
Da bei uns am See nur mit einer Angel gefischt werden darf, machte mir die Auswahl des Tackles einfacher. So eine Expetition muss ja perfekt geplant werden, man will ja nichts zuhause lassen.
Entschieden habe ich mich für meine Floatrute bespult mit 22er Monofil, und für meine Match. Floatrute um den Satzkarpfen und Schleien nachzugehen, die Match wenn gar nichts geht um wenigstens ein paar Rotaugen zu überlisten.
Am Sonntag klingelte morgens um vier der Wecker, war aber schon vorher wach, da irgendeine Unruhe mich dazu trieb ab zwei Uhr ständig auf die Uhr zu schauen. Ein Blick nach draußen lies mich ruhiger werden Petri Heil es regnet nicht. Schnell Kaffee gekocht zwei Thermoskannen voll zum mitnehmen, alles andere war ja schon am Vorabend gerichtet.
Da fischen ja Geduld voraussetzt, begann ich mich in dieser Disziplin zu üben. Angesagt war, ich musste auf meine Mitstreiter warten. Punkt 5:30 Uhr saß ich mit ständigem Blickkontakt zur Uhr, am Küchentisch. Da wir ausgemacht haben, dass ich um 7:00 Uhr abgeholt werden sollte, war meine Trainingeinheit entsprechend lang. Zum Glück hatte ich um 6:15 Uhr die erste Thermoskanne Kaffee ausgetrunken, und konnte mich dem Kochen einer neuen Kanne etwas ablenken. Meine Gefährten machten es gnädig mit mir, sie standen um 6:45 auf der Matte.
Um sieben waren wir am See, es war recht frisch aber trocken. Erst mal habe ich die beiden rund um unsere zwei Seen geführt, damit sie sich die Herrlichkeit betrachten konnten. Das leuchten ihrer Augen stimmte mich zuversichtlich.

Um 7:30 richteten wir unseren Angelplatz ein. Ohne Hilfe montierte ich meine erste Rute ohne Hilfe. Als erstes einen Gummistopper und eine Perle, warum die Perle weiß ich nicht war einfach so. So nun einen vorbebleiten Waggler (4+2g) und noch mal einen Stopper. Nun einen Wirbel mit Karabiner angeknotet, mit Stolz kann ich berichten das der gehalten hat.
Nun ein Vorfach mit 10er Haken ran und mit zwei Bleikugeln a 1gr (ich weiß das ich nur 1,5 gr dranmachen sollte aber die kleinen Bleie waren noch im Auto und es sollte schnell gehen) einigermaßen austariert. Da unser See im Durchschnitt 1-50 bis zwei Meter tief ist, habe ich aus loten verzichtet. Loten muss ich noch lernen, heute wollte ich aber fischen. Nun ein Maiskorn und einen Mistwurm an den Haken und so 3m ausgeworfen. Die Pose hatte ich so auf 1,60 eingestellt erstes Blei 15 cm vor dem Haken und das zweite so 20 cm dar über.

Nun eine Zigarette angezündet einen Kaffee eingeschenkt und geschaut was die anderen machen

Mein Waggler schaute so 5 cm aus dem Wasser, sah fürs erste ziemlich gut aus. Der starke auflandige Wind bewegte das Wasser ziemlich heftig, aber meine „überbleite“ Pose stand sehr stabil. Es ist sehr faszinierend wie der Waggler wackelt und tanzt, nur für mich als Anfänger war nicht zu erkennen ob ein Fisch oder die leichten Wellen f ür die Bewegung zuständig ist.

Die Sonne schaut auch immer öfters mal für eine Minute heraus, und ich war zufrieden. In der ersten Stunde habe ich ca. fünfmal eingeholt und wieder ausgeworfen, musste ja schauen ob die Köder noch dran sind. Bemerkenswert ist, ich konnte so ziemlich genau auf ca. 4,5 m Meter Entfernung meine Pose an der gleichen Stelle anwerfen, worauf ich mir über meine Castingkarriere Gedanken machte.

Dass Fische im Wasser sind, sahen wir an den raubenden Hechten und an den Gründelblasen die aufstiegen. Dass die Fische nicht zu fangen sind, bewiesen mir meine zwei Mitangler, da sie in der ersten Stunde auch keinen Zupfer hatten.
Doch Moment meine inzwischen geschulten Augen erkannten das sich an meiner Pose was tut. Es war nicht das gewohnte Bild des Wellentanzes. Da zupft doch was, der Waggler kreiselt ein wenig und versucht sich gegen den Wind anzustemmen. Da ich noch nie gehört habe, dass in einem See die Pose von alleine gegen Wind und Wellen ankämpft, habe ich mal vorsichtig die Rute in die Hand genommen und so etwas wie einen Anschlag gesetzt, obwohl die Pose nicht unterging. Tatsächlich spürte ich beim einholen einen leichten Widerstand so ähnlich wie beim spinnen eines 10gr.Blinkers. Da ich noch nicht wusste ob ich Kraut oder sonst was gefangen habe, und sich meine Float nicht im geringsten verneigte verzichtete ich darauf nach einen Kescher zu rufen. Ein paar Kurbelumdrehungen später sah ich ihn, mein erster Fisch den ich gekonnt mit der Hand ohne Kescher gelandet habe.

Ein Rotauge mit respektabler Größe von 5 cm aufs wiegen habe ich verzichtet.
Hier seht ihr den glücklichen Fänger mit seinem Fisch. Es ist unglaublich zu sehen, wie so ein Hüpfer den Köder samt Haken schlucken kann.

Nach dem Fototermin wurde er mit einem dankenden Gruß wieder in sein Element entlassen.

Durch die erlangte Weit oder Einsicht betrachtete ich die Pose ab nun mit anderen Kriterien. Nach zwei verhauenen Bissen stellte ich die Pose etwas niedriger und schob das unterste Blei 5 cm näher an den Haken. Den nächsten Anhieb konnte ich nun durchbringen und mein Gegner rüttelte beim Drill etwas heftiger. Das Rotauge mit 24 cm übertraf meinen ersten Rekordfisch um fast das fünffache. Auch dieser Fisch darf bei seinen Kollegen von einem freundlichen Angler berichten.

Mein Vater hat noch ein Rotauge mit 31 cm gefangen, leider war ich gerade am Auto um Kaffee zum anstoßen zu holen. Da das Rotauge kein Landtier ist verzichteten wir aufs Shooting

Es sollte aber noch besser kommen. Mein nächster Biss war schon heftiger. Die Pose tauchte zügig ab und nach dem Anbiss verneigte sich die Rute königlich. Nach zwei Minutendrill hatte ich den Fisch in meiner Nähe als er abriss. Mein Vater sagte mir es war ein Karpfen,er stand mit dem Kescher bereit und konnte ihn sehen. Schade es wäre mein erster gewesen. Das fertige Vorfach war maschinengebunden und hat sich einfach vom Plättchenhaken gelöst. Evtl. hätte ich ihn landen können wenn ich die Rute ein wenig mehr nach oben gehalten hätte. Mein Vater verlor kurz darauf auch einen Karpfen auf die gleiche Weise. Werde mich mit der Knotenkunde befassen und mir meine Vorfächer zu Hause selber binden am Wasser dauernd mir das zulange bin da noch einwenig unbeholfen.

Gegen 10:00 Uhr haben wir zusammengepackt und sind ins Fischerheim. Habe ein 30 Literfässchen bestellt um meinen Einstand zu begleichen.

Kurz nach 12:00 waren wir wieder am Wasser und haben wieder aufgebaut. Die Sonne stand jetzt herrlich am Himmel und es wurde richtig warm.

Jetzt gesellte sich ein neuer Helfer zu uns. Meine Frau brachte ihn samt dem bestellten Grillgut mit. Aufmerksam beteiligte er sich gleich am Geschehen. Da ich nun unbedingt einen Karpfen fangen wollte hängte ich ich einen 4er Karpfenhaken an meinen Wirbel und bestückte ihn mit 4 Maiskörnern. Kurze Zeit später spielte mein Waggler wieder auf dem Wasser. Er erhob sich aus den Fluten und fiel um. Ein Hebebiss! Der Gedanke genährt durch die zahlreichen gelesenen Threads aus Angler-Online durchfuhr mein Gehirn. Vorsichtig nahm ich Schnur auf und setzte einen gefühlvollen Anhieb. Die Schnur wurde wie beim ersten Karpfen wieder zügig abgezogen, aber ich konnte zügig parieren und ihn ans Ufer bringen. Da lag er nun mein erster Karpfen.

Kurz darauf wieder ein Biss den ich verwerten konnte stolz wird er von meinem Guide präsentiert.

Mein Helfer brachte den Kescher und half auch dabei. Jetzt musste er erst mal fürs leibliche Wohl sorgen. So lies es sich schon aushalten.

Mein Vater konnte auch drei Karpfen landen. Unser Freund Udo hatte ein dickes Tauwurmbündel auf Grund ausgelegt und wollte auf Aal gehen. Leider wurde nichts daraus. Bis auf einen 10cm Barsch hatte er keinen Biss.

Gegen 17:00 Uhr sind wir müde aber glücklich nach Hause gefahren. Angelzeug in den Keller bevor die Regierung ein Veto einlegen konnte. Meine zwei Karpfen habe ich ausgenommen und meiner Nachbarin gebracht. Meine Frau wollte die von uns ermordeten Karpfen nicht zubereiten, einfrieren wollte ich sie auch nicht zum selber machen hatte ich am Montag keine Zeit

Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich nachdem sie mir soviel Freude bereitet haben essen wollte. Nach Rücksprache mit unserem Vorsitzenden wegen Catch &Release wurde mir gesagt nur zu das spare Besatzkosten.

Fazit de Tages: Die Drills waren nichts was man fürchten muss, die Beisphasen haben sich auf jeweils 1 Stunde beschränkt, das Wetter war schön und ich bin nun ein Angler. Jawohl ich werde meine Passion fortführen und euch auch davon berichten. Bin gespannt wann mich mein Wecker wieder mal zum fischen rausläutet, und mein Tag mit der Frage beginnt: “Wann kommen die nun endlich?“

Udo

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