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Jan 01

Dendrobena – Riesenrotwurm

 

Riesen – Rotwurm – Dendrobena (lat.Eisenia Venata) – wird fälschlicher weise oft als Kompost/ Mistwurm bezeichnet.

Dendrobena kommt aus dem griechischen und heißt soviel wie Baumgeher/Baumsteiger. Der D. ist im Begriff – anglerisch gesehen – dem Tauwurm den Rang abzulaufen, weil er vitaler, robuster und pflegeleichter ist.

Der D. wird 6 – 8 cm lang und hat eine durchgehende rötliche Färbung, welche in gleichmäßigen Abständen von gelben Ringen unterbrochen ist und wird deshalb auch als Tigerwurm bezeichnet. Er hat eine festere Konsistenz als der Tauwurm und ist intensiver in seinen Bewegungen.

Lebensweise:
Der D. bevorzugt den Kompost, kommt aber wie der Tauwurm auch im normalen Gartenboden vor. Er ernährt sich von Pflanzen – Gemüse-/Küchenabfällen u.s.w. Er atmet über die Haut und muss bei Regen, wenn im Garten lebend  seine Behausung verlassen, da der im Wasser gelöste Sauerstoffgehalt zum Leben nicht ausreicht. Er vermehrt sich,  obwohl Zwitter, durch Paarung. Es müssen also immer 2 Würmer da sein. Eine Vermehrung durch Teilung ist ein weit verbreiteter Irrtum. Er hat ein hohes Regenerationsvermögen. Nach einer Teilung ist aber nur das Kopfteil überlebensfähig. Das Afterteil würde nur ein Afterteil bilden und da kein Kopf vorhanden ist verhungern.

Hälterung
Der D. ist in der gekauften Verpackung im Kühlschrank bei 6 bis 8 °C für ca. 2 – 3 Wochen haltbar. In einem festen und gut belüftetem Behälter, der mit einem Gemisch aus feuchter Erde, Gras, Zeitungsschnitzel (Tageszeitung) befüllt ist, immer leicht feucht gehalten wird und regelmäßig mit frischen Küchenabfällen (Salat, Kohl u.s.w.) versetzt wird, hat man fast unbegrenzte Freude an den D. Im Gegensatz zu den Tauwürmern zeugen sie schon nach kurzer Zeit Nachwuchs, da sie einen nicht so großen Lebensraum und Tiefe benötigen. So stehen einen immer genügend Köder zur Verfügung. Der Behälter sollte jedoch wirklich gut verschlossen und die Belüftungslöcher nicht zu groß sein, denn die D. sind wahre Künstler im Flüchten.

Köder für
Der D. ist wie der Tauwurm universal als Köder für alle Fischarten von A – Z einzusetzen und wird aus schon oben genannten Gründen von immer mehr Anglern bevorzugt

Am Haken
Der D. wird als Ganzes oder als Wurmstück an einen Haken gehängt. Die Hakengröße richtet sich nach der zu fangenden Fischart. Bei der Verwendung eines ganzen Wurmes sollte ein Wurmhaken verwendet werden, damit der Wurm sich nicht herunter winden kann. Aufgezogen wird der Wurm in diesem Fall mit einer Wurmnadel, wobei die Hakenspitze nach ca. 2/3 der Wurmlänge aus dem Wurm herausschauen sollte.
Angeboten wird der Wurm mit einer Posen- oder Grundmontage. Mit zusätzlichen Styroporkugeln am Haken ist er als Auftriebsköder, bei einer Grundmontage, für dem Fisch leichter zu finden
Des weiteren eigenen sich Wurmstückchen – ausgebracht z. B. mit einem Feederkorb – hervorragend zum anfüttern.
Auch zum Eisangeln ist der D. die 1. Wahl, da er aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit trotz geringer Wassertemperaturen lange überlebt.

Besonderheiten:
Wird der D. auf einen Haken gesteckt, läuft manchmal eine gelbliche Flüssigkeit aus.

Tipp 1: Sollten einmal Würmer benötigt werden, braucht man nicht den ganzen Inhalt des Behälters umzugraben, wenn man einen halbierten Weißkohlkopf oben auf die Erd-/Gras-/Zeitungsmischung legt.
Tipp 2: Da die D. wirkliche Fluchtkünstker sind, empfiehlt es sich den Zuchtbehälter in einen größeren Behälter – eine Art Auffangwanne – zu stellen

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