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Jan 01

Gummiköder: Shads, Twister und Gummifische

Gummiköder imitieren einen Beutefisch, Insekt oder Wurm und werden in der Regel auf Raubfisch (Hecht, Forelle , Zander und Barsch) eingesetzt. Hier und da hat man auch schon gehört dass auch andere Fischarten mit einem Gummiköder gefangen wurden, allen voran Rapfen und räuberische Döbel.


Gummiköder reizen durch ihre Farbe und Bewegung. Entscheidend für die Beweglichkeit eines Gummiköders ist die Form des Schwanzes und des Köderkörpers.

Die Schwanzform reicht vom Einfachen über einen Doppelschwanz beim Twister und von einer horizontalen über vertikalen (Schaufelform) beim Gummifisch. Bei der Körperform ist die eines Wurmes und die des Fisches vorherrschend. Um die Beweglichkeit zu steigern ist der Fischkörper oft in mehrere Segmente unterteilt bzw. eingekerbt.

Montagen
Gummiköder werden auf einen so genannten Jigkopf, einen langstieligen Haken welcher am Öhr ein Bleigewicht als Wurfgewicht hat, gezogen. Die gängigsten Formen dieser Bleiköpfe sind der Rundkopf (Abb. 1. bis 3. Jigkopf), der Fischkopf für die Strömung und der so genannte Erie-Jig (Abb. 4. Jigkopf). Letzterer steht geradezu auf dem Grund, Gummifisch nach oben, und imitiert so perfekt einen gründelnden Beutefisch.

Spätestens hier seien die heute in vielfältigen Ausführungen angebotenen, fertig montierten Gummifische erwähnt. Vielfach erhält man sie vormontiert, d.h. mit eingebauter Bebleiung und mit einem oder mehreren Haken. Vorteil dieser Spielart kann u. a. ihre mitunter verblüffende Ähnlichkeit mit echten Kleinfischen sein. Zu ihrer Anwendung: Mehr unter den Methoden.

Methoden
Gummiköder werden an der Spinnrute angeboten. Durch geschicktes Einkurbeln mit unterschiedlicher Kurbelgeschwindigkeit auch Spinnpausen genannt, absinken lassen bis auf den Grund, hüpfen lassen über dem Grund, soll der Raubfisch zum Anbiss verführt werden.
Gummiköder mit eingebauter oder selbst montierter Bleibeschwerung sind dabei flexibler. Über das Grundhüpfen und ein gelegentliches Liegenlassen am Grund, die so genannte Faulenzermethode, hinaus kann auch das Einholen im Freiwasser zum Erfolg führen. Insbesondere fertig montierte Gummifische mit integrierter Bleibeschwerung lassen Führungsexperimente aller Art zu.

Besonderheiten
Gummiköder bestehen aus einem sehr weichen Kunststoff, der oft aggressive Weichmacher enthält, damit er geschmeidig und somit beweglich bleibt. Sie sollten deshalb in weichmacherfesten Behältern aufbewahrt werden. Es kann sonst passieren das der Weichmacher den Behälter anlöst und die Köder mit dem Behälter verkleben und damit unbrauchbar werden. Gleiches gilt für verschiedene Köder, die sich gegenseitig anlösen können, sie sollten daher in separaten Fächern gelagert werden.

WICHTIG Gummiköder sind dringend außerhalb der Reichweite von Kleinkindern aufzubewahren! Bunte Farben und weiche Konsistenz können zum Spielen und evtl. sogar schlucken animieren. Über die Giftigkeit der Kunststoffzusammensetzung hinaus können montierte Bleie und vor allem Haken fatale Folgen haben: Lebensgefahr.

Anmerkung der Verfasser
Gummiköder oder das Angeln mit Kunstködern allgemein haben sich in den letzten Jahren zu einem kaum zu bewältigenden Themenkomplex entwickelt, dem hier – mit Rücksicht auf gebotene Knappheit und Übersichtlichkeit – nur ansatzweise Rechnung getragen werden kann. Allen, die hier Hinweise auf Boots- und Vertikalangeln, Schleppfischen, No-Action-Shads , Drop-Shot-, Zusatzdrillinge oder auch Verwendung von Schnüren vermissen dazu eine Unzahl weiterer Aspekte, sei das weitere Stöbern in diesem Angelforum und natürlich das Hinzuziehen von Fachliteratur empfohlen. Wir bitten um Verständnis.

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