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Jan 01

Hanf

Köder für
alle Arten von Weisfischen


Hanf ist ein allgemein sehr unterschätzter Köder. Als Futter hat er zwar eine weite Verbreitung, nur eben nicht am Haken. Das liegt vor allem an der Größe der winzigen schwarzen Körner, die als Vogelfutter in jedem Zoofachgeschäft und in vielen Futtermittelhandlungen erhältlich sind.

Hanf hat die positive Eigenschaft zu keiner Sättigung bei den Fischen zu führen. Das liegt ganz einfach daran, dass Hanf die Verdauung extrem beschleunigt und die Fische deshalb weiter Futter aufnehmen. Das gilt aber nur für Hanf, der eine Zubereitung erfahren hat. Unbehandelt hat er überhaupt keine Wirkung! Diese Zubereitung ist aber bei Weitem nicht so umfangreich, wie bei anderen Partikelködern. Es genügt, ihn in einer Thermoskanne mit heißem Wasser zu übergießen und über Nacht stehen zu lassen. Vorsicht! Nicht zu viel in die Kanne füllen, die Körner quellen dabei auf. Alternativ kann man die Körner auch etwa 15 bis 20 Minuten lang auf kleiner Flamme köcheln lassen. Die Körner sind fertig, wenn sich die Schale leicht öffnet und der weiße Keim sichtbar wird. Man kann der Kochflüssigkeit auch etwas Backpulver beigeben. Dadurch wird der Keim heller und leuchtender.

Leider sind die kleinen Hanfkörner nur sehr schlecht am Haken zu befestigen. Am ehesten gelingt das noch mit sehr dünndrahtigen Stipphaken der Größe 18 und kleiner. Der Haken wird so in das Korn gestochen, dass er am Keim austritt und die Spitze frei bleibt. So angeboten ist Hanf ein ausgesprochen fängiger Köder für Rotaugen während der kälteren Jahreszeiten.

Möchte man Hanf als Köder für größere Arten verwenden, so kommt man kaum umhin, die Hanfsaat weiter zu bearbeiten. Hier bieten sich vor allem Hanfmehle an. Die kann man fertig im Angelgeschäft beziehen, oder sie sich selbst herstellen. Da Hanf zu den Ölsaaten zählt sollte man das Mahlen der Körner zu Hause vorziehen. Die in fertigen Mehlen enthaltenen Öle neigen sehr schnell dazu ranzig zu werden. Dann sind sie für anglerische Zwecke nicht mehr zu gebrauchen.

Mit einer Kaffeemühle lassen sich schnell und einfach die benötigten Mengen gewinnen. Die Körner kann man sowohl ungeröstet, oder geröstet mahlen. Gerösteter Hanf entwickelt ein intensiveres Aroma, hat aber dann kaum noch Bindung, so dass man bei der Herstellung von Teigen zusätzliche Bindemittel einsetzen muss.

Ein sehr einfacher, aber wirkungsvoller Hanfteig lässt sich mit normalem Angelteig aus Weißbrot herstellen, in den man Hanfmehl einknetet. Entsprechend lassen sich auch Boilies herstellen.

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