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Jan 01

Jerkbaits

Kunstköder zum Fang von Raubfischen


Jerkbaits kommen von der amerikanischen Muskiefischerei her, sind aber auch auf unsere Hechte sehr gut zu gebrauchen. Sie haben sehr wenig oder sogar gar keine Eigenaktion, wenn man sie gleichmässig einkurbelt, man muss ihnen mit Rucken (jerks) Leben einhauchen. Ich habe noch nicht sehr viel Erfahrung damit und habe erst mit einem Modell was gefangen, aber das wird sich wohl noch ändern. Man braucht, vor allem für die grösseren Modelle, eine recht harte und möglichst kurze Rute, um sie gut zu führen. Anstelle eines Stahlvorfachs nimmt man eine Spinnstange und, ebenfalls vor allem für die grösseren und schwereren Modelle mit Vorteil eine Multirolle. Man kann auch mit vielen Wobblern, vor allem mit längeren dünnen, die eine eher verhaltene Aktion haben, einen ähnlichen Effekt erreichen, wenn man sie entsprechend ruckartig führt. Es gibt auch eine gewisse Grauzone zwischen Jerkbaits und Oberflächenködern, obwohl Jerkbaits in der Regel entweder langsam sinken oder bei Zug abtauchen.

Wichtige Faktoren

Aktion-Geräusch
Es gibt verschieden Typen von Jerkbaits, welche sich vor allem dadurch unterscheiden, ob sie sich eher auf und ab oder eher seitwärts bewegen. Die verschiedenen Typen sind aber auch Individuell sehr unterschiedlich. Einige haben auch beim Absinken eine Aktion, indem sie leicht hin und her wackeln. Wie bei Wobblern, gibt es sie auch mit Rasseln.

Größe
Die meisten Jerkbaits sind ziemlich groß und schwer, meist 10 bis 25cm lang und wiegen teilweises über 100g

Form
Die Form der Jerkbaits ist für die Aktion entscheidend, aber es ist schwer zu sagen, wie sie sich genau verhalten werden.

Farbe
Jerkbaits gibt es in einer breiten Palette von Farben, welche oft auch von der Muskiefischerei inspiriert ist. Das entscheidende ist aber die Aktion.

Beschwerung
Die Aktion der Jerkbaits wird, außer durch die Form, auch durch die Beschwerung des Körpers mit Blei entscheidend beeinflusst. Einerseits soll der Jerkbait möglichst horizontal im Wasser schweben, andererseits bewegt er sich meist besser, je weiter vorne der Schwerpunkt ist. Deshalb haben viele Modelle mit guter Aktion eine recht dicken Kopf (= mehr Auftrieb der dann wieder durch mehr Blei weit vorne wettgemacht wird, was den Schwerpunkt noch weiter nach vorne verlagert)

Köderführung
Die Führung eines Jerkbaits ist, ähnlich wie bei Oberflächenköders das Entscheidende auf dem Weg zum Erfolg. Scharfe Rucke werden von einem ständigen Einkurbeln von loser Schnur begleitet. Dabei muss jeder Ruck, besonders bei Modellen, die seitlich ausbrechen sollen, von einem unmittelbaren nachlassen der Schnurspannung gefolgt werden, welche die Seitwärtsbewegung erst ermöglicht. die Rute führt dabei eine Bewegung aus, die dem Schlagen auf eine Trommel gleicht. Die Rutenspitze soll dabei dicht an der Wasseroberfläche sein, außer wenn man in flachem Wasser mit einem sinkenden Modell in größerer Entfernung fischt.

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