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Jan 01

Spinner

 

Autor: Hanns

Spinner sind ein Muß im Sortiment des Spinnfischers,l. Mit Spinnern liegt man eigentlich immer richtig. Die kleineren Modelle eignen sich für Forellen und Barsche, die größeren eher für Hechte und Zander. Hechte nehmen auch gerne einen Tandemspinner.

 

Wichtig ist bei einem Spinner, dass sich das Blatt gut dreht. Bewährte Marken sind u.a.: Mepps, Abu, Dam, Blue Fox, Rublex etc. Das Besondere am Spinner sind die starken Vibrationen, die er aussendet. Diese machen ihn zu einem so erfolgreichen Köder. Unter bestimmten Umständen ist es möglich, dass ein Modell mehr Fehlbisse produziert, als ein anderes. Ohne jetzt genauer auf die möglichen Gründe einzugehen, möchte ich nur sagen, dass es bei einer hohen Zahl von Fehlbissen lohnend sein kann, ein anderes Modell zu verwenden. Man darf aber kein Vorurteil daraus werden lassen: an einem anderen Gewässer, auf eine andere Fischart kann das Fehlbissmodell plötzlich zum Killer werden. Manchmal können zwei Fischer am selben Gewässer zur selben Zeit mit verschiedenen Modellen Glück oder Pech haben.

Wichtige Faktoren:

Gewicht
Das Gewicht eines Spinners bestimmt in erster Linie, wie tief er läuft, bzw. wie schnell er in einer gegeben Tiefe geführt werden kann. Dem Gewicht entgegen wirkt der Wasserwiderstand: alles was den Widerstand erhöht, führt dazu, dass der Spinner flacher läuft: Verzierungen am Haken (Fell, Wolle, Federn, Gummi), breiteres Blatt, größeres Blatt. Trotz des größeren Blatts läuft aber ein größeres Modell der selben Bauart immer tiefer, als das kleinere. Zum  Erreichen größerer Weiten und der fängigen Tiefe bietet sich zusätzliche Beschwerung (Bleikopf, Bleischrot auf der Schnur, Bleiolive mit Vorfach, etc.) an.  Dies es stört doch die Aktion des Spinners in keiner Weise. Mit einem ca. 2 m vor dem Spinner vorgeschaltetem Sbirolino  kann die Wurfweite noch gesteigert werden.

Größe
Der Standard für Spinnergrößen ist durch Mepps gegeben. Man spricht weltweit von einem Spinnerblatt Größe 2 und jeder weiss was gemeint ist. Obwohl beim Vergleich eines Aglia oder Comet Blattes mit einem Aglia Long gar nicht so klar ist, was den hier gemessen wird. Ich verwende eigentlich nur noch Größen von 2 (Aglia Long=1) an aufwärts. Die kleinsten (00,0,1) sollen in einigen Gewässern gut auf Äschen sein, auch im Hochsommer hatte ich mit Ihnen schon Erfolg auf Regenbogenforellen. Andererseits kann man auf Größe 2 schon einen Hecht erwarten, vor allem im Sommer, wenn Brutfischchen auf dem Speiseplan stehen. 2 und 3 sind gut für Forellen, größere für Hecht und Zander, wobei der Beifang in Form von Barschen, Döbeln und Rapfen ganz beachtlich sein kann. Ein 25cm Barsch hat absolut kein Problem, einen Spinner Größe 5 zu attackieren und selbst kleinere tun es gelegentlich.

Form
Die Form des Spinnerblattes bestimmt, wie eng es am Körper läuft, wie schnell es dreht und beeinflusst auch den Wasserwiderstand des Spinners. Je breiter das Blatt, umso weiter läuft es vom Körper, umso langsamer dreht es und umso größer ist der Widerstand. Die Frequenz kann durchaus fangentscheidend sein, aber belegen kann ich das nicht. Höhere Frequenzen dürften eher Insekten imitieren, während niedrigere eher an Fischchen in Panik erinnern dürften. Von der Form her gleicht ein längeres Blatt eher einem Fischchen. Allzu breite Blätter sind wegen des hohen Wasserwiderstandes unangenehm in stärkerer Strömung zu fischen: sie erreichen kaum noch die nötige Tiefe und produzieren Fehlbisse. Allenfalls zum Stromab fischen (=Stromauf werfen) können sie sich eignen.

Hakenverzierung
Verzierung ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck, erweckt es doch den Eindruck, als ginge es um etwas eher unwichtiges, dabei kann es absolut entscheidendes Detail sein. Statt einem blanken Haken, eine Fliege, ein Fell- oder Wollbüschel oder einen Twister am Spinner zu haben, erhöht dessen Fängigkeit. Es ist zwar nicht so, dass es nicht ohne ginge und wenn man Mühe hat auf Tiefe zu kommen, verzichtet man besser darauf. Aber bei klarem Wasser auf Forellen habe ich gerne eine Fliege am Haken. Auf Hecht am liebsten einen ordentlichen Twister oder Gummifisch, um den Köder voluminöser erscheinen zu lassen. Das Gummi bewirkt manchmal auch, dass Hechte nach Fehlbissen nochmals zuschnappen.

Farbe
Die Farbe des Blattes ist bei einem Spinner nicht so wichtig, man sieht ja, was davon noch übrig bleibt, wenn er wie ein Propeller rotiert (Ob die Fische das allerdings eben so verschwommen sehen wie wir, ist nicht gesagt. Je wärmer, umso besser sehen sie, wurde mal in einer wissenschaftlichen Fernsehsendung behauptet). Körper und Verzierungen am Haken sind fast besser zu sehen, werden aber in der Regel recht stiefmütterlich behandelt. Gold- oder silberglänzend (auch Reflexfolie) mit roten Akzenten ist nie verkehrt, alles andere ist eigentlich Spielerei, unter den meisten Umständen schlechter, manchmal ebenbürtig und fast nie besser, einzige Ausnahme ist Schwarz, mit oder ohne helle Streifen/Punkte, welches manchmal die einzige Farbe ist, die läuft.

Köderführung
Der Spinner wird gerne regelmässig eingekurbelt und damit ist man schon recht erfolgreich. Das macht ihn zu einem einfach zu bedienenden Köder. Trotzdem erlaubt er ein paar Tricks bei der Köderführung, welche man im Repertoire haben sollte: In tieferem Wasser, besonders wenn man den Köder vom Flachen ins Tiefe führt, gehört ein gelegentlicher Stopp, der den Köder zum Grund taumeln lässt, einfach dazu. Ebenfalls oft erfolgreich sind seitliche Richtungswechsel, besonders wenn man einen Nachläufer bemerkt. Das oft empfohlene Beschleunigen bei Nachläufern, halte ich für nicht so erfolgreich wie einen Richtungswechsel, wenn schon sollte man es mit einem Anheben der Rute kombinieren, um eine Flucht an die Oberfläche vorzutäuschen.

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