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Mrz 16

Angelbegriffe nach „K“

                  

Hier findest du eine Auflistung häufiger Angelbegriffe, die mit dem Buchstaben  K  anfangen und nicht in einer unserer Datenbanken beschrieben werden.

Kaliumpermanganatverbrauch (KMnO4-Wert)
Auch Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) genannt.
Methode zur Ermittlung der Sauerstoffzehrung in einem Gewässer.
Mehreren standardisierten Wasserproben aus einem Gewässer wird Kaliumpermanganat (KMnO4)zugegeben.
Dieses Salz gibt an die in den Proben enthaltenen sauerstoffbindenden organischen Substanzen Sauerstoff ab.
Die verbrauchte Menge an KMnO4 gilt als Maß für die Belastung des Gewässers mit organisch-chemisch oxidierbaren Stoffen.

Karotin
Natürlicher Farbstoff, der in verschiedenen Kleinkrebsarten und Insektenlarven vorkommt. Fische die sich von diesen ernähren haben ein rötliches Fleisch. Auch in Zuchtanstalten wird Karotin verfüttert um z.B. bei Forellen ein Lachsartiges Fleisch(Lachsforellen) zu erhalten.

Karpfenlaus
Auf der Fischhaut lebender Parasit, der fast auschließlich karpfenartige Fische befällt.

Karpfensack
Ein aus weichen Netzmaterial (meistens schwarz) gefertigter Sack zur Hälterung gefangener Fische. Nur zu verwenden wo Setzkescher erlaubt sind.

Kartoffel
Karpfenköder der sich auch heute noch sehr großer Beliebtheit erfreut. Kleinere Kartoffeln werden mit der Ködernadel aufgezogen, größere Kartoffeln werden in kleiner Stücke geschnitten. Es gibt auch im Angelfachhandel bereits gekochte und teilweise mit Aromastoffen versehene Kartoffeln im Glas zu kaufen.

Katadrome Wanderfische
Fische, die zum Ablaichen vom Süßwasser ins Meer wandern.

Kaulbarschregion / Flunderregion
Letzte Fischregion eines Fließgewässers vor dessen Mündung ins Meer. Herrscht in diesem ein starker Tidenhub, so bedingt dieser bei auflaufendem Wasser sogar eine Umkehrung der Stromrichtung. In solchen Fällen weitet sich der Fluss /Strom zu einem Mündungstrichter (etwa die Elbe). Der Gezeitenstrom führt zu unterschiedlichen Wasserständen. Ist der Tidenhub eher gering, so bildet der Fluss / Strom nicht selten im letzten Abschnitt der K. /F. ein Delta.
Charakteristika:
Strömung in Stärke und Richtung wechselnd. Wasserbeschaffenheit: Salzwasser und Süßwasser mischen sich – weshalb diese Region auch oft Brackwasserregion genannt wird. Der Sauerstoffgehalt ist sehr gering. Wassertemeratur im Sommer über +21°C, im Winter um 0°C. Zwar verhindern die wechselnden Strömungsverhältnisse und die Wasserstandsschwankungen ein Zufrieren des Gewässers, jedoch muss mit Treibeis gerechnet werden. Überwiegend in Ufernähe reichlicher Pflanzenwuchs.
Leitfische der Region: Kaulbarsch (Gymnocephalus cernuus) und Flunder (Platichthys flesus)
Die wichtigsten Fischarten:
Kaulbarsch, Flunder, Zander, Stint, Stör, Lachs, dreistachliger Stichling, Flussaal
Die wichtigsten Wassertiere:
Garnelen, Kugelmuscheln, Borstenwürmer
Die wichtigsten Wasserpflanzen:
Schilfrohr, Binsen – kaum Unterwasserpflanzen.

Kehlständig
Bauchflossen die sich vor den Brustflossen befinden werden kehlständig genannt.

Kescherstab
Griffteil des Unterfangkeschers, in seiner Länge sehr häufig teleskopierbar.

Kevlar
weiches und abriebfestes Material für Stahlvorfächer

Kiemenfäule
Die Kiemenfäule ist eine Pilzerkrankung. Kiemenfäule kann besonders im Sommer bei hohen Temperaturen und sehr dichtem Besatz zu einer hohen Sterberate führen.
Die Symptome:
sichtbare Verpilzung
Luftschnappen

Kiemenreusendornen
Die Innenseite der Kiemenbögen ist mit dornartigen Fortsätzen versehen, den sogenannten Kiemenreusendornen. Sie schützen die Kiemen vor Verschmutzung. Bei Zooplankton fressenden Fischen (z.B. Coregonenarten) sind die K. besonders lang und dienen dem Heraussieben von Nahrungspartikeln aus dem Atemwasser.

Kiemenrundschnitt
weidgerechte Weise, einen betäubten Fisch zu töten.
Das Messer wird am hintersten Kiemenbogen durch die Kiemenöffnung eingestochen,bis die Spitze auf der anderen Seite austritt. Dann erfolg ein schneller Schnitt nach unten und vorne, der sämtliche Blutgefäße zwischen Herz und Kiemen durchtrennt. Der K. ist richtig ausgeführt, wenn der Fisch sehr stark blutet.

Kiepe / Sitzkiepe
Angelgerätebox mit stabilem Metallrahmen und etlichen Schubladen – oder Klappfächern für Kleinteile und gepolstertem Deckel.
Dient zugleich als Sitzgelegenheit beim Ansitzangeln. Regional sehr beliebt, v.a. bei Stippern und Friedfischanglern. Nachteile: als Sitzgelegenheit eher unbequem, als Gerätebox sehr hohes Eigengewicht, sehr sperrig beim Transport.

Kiwok
in Russland beim Eislochfischen gebräuchlicher Bissanzeiger aus einer einstellbaren feinen Spiralfeder.

Klapp-Krallenblei
Meeresblei zum Brandungsangeln mit Krallen, die ein Abtreiben des Köders verhindern und beim Anhieb der Rute zurückklappen.

Klemmhülse
siehe „Quetschhülse“.

Knicklichtposen
Diese Posenart spielt ihre Vorteile hauptsächlich bei Dunkelheit aus. Die Form, Farbe und Größe kann so individuell wie auch bei den anderen Posen sein. In ein durchsichtiges Kunststoffröhrchen wird das aktivierte, leuchtende Knicklicht eingschoben. Mit einem Verschluss wird verhindert, dass das Knicklicht beim Werfen rausfällt. Aber es gibt auch Modelle, bei denen man die Spitze entfernen kann und anstelle dessen das Knicklicht an dem Posenkörper befestigen kann. In der Nacht ist somit jeder Biss sichtbar.

Kohlefaser
das heute beim Bau von Angelrutenblanks am häufigsten verwendete Material. Gegenüber dem ebenfalls noch gebräuchlichen Fiberglas hat es den Vorzug, leichter und zäher zu sein. Allerdings ist Kohlefaser ein hoch leitfähiges Material, das weder in der Nähe elektrischer Leitungen noch bei Gewitter verwendet werden sollte.

Kopflampe
Durch ein Gurtsystem aus Gummibändern am Kopf tragbare, batteriebetriebene Lichtquelle, die es beim Nachtangeln ermöglicht, mit zwei freien Händen bei gutem Licht Montagen zu binden oder einen gelandeten Fisch zu versorgen.
Moderne K.n haben mehrere stromsparende, stufenweise schaltbare LEDs statt einer Glühlampe.

Koppenstreamer
Schwerer Bleikopfstreamer, meist aus Rehhaar und Hasenfell, der grundnah geführt, eine Mühlkoppe (Groppe) imitiert. Fängiger Köder beim Fischen auf Großforellen.

Kormoran
(Phalacrocorax carbo sinensis) :
Gänsegroßer, kolonienbildender, in Gemeinschaft jagender, fischfressender Schwimmtauchvogel.
Im Unterschied zu anderen Wasservögeln wird sein Gefieder beim Untertauchen nass, sodass der K. es nach seinen tauchgängen in der für ihn typischen Trockenhaltung vom Wind trocknen lassen muss.
Ursprünglich war der K. nur in Küstenregionen heimisch. Dort bildete er einen integrativen Bestandteil der Ökosysteme, hatte als natürlichen Feind den Seeadler. Doch durch die industrielle Überfischung der Meere durch den Menschen hat es ihn auf Wanderschaft landeinwärts getrieben, wo er als Fremdvogel ohne natürliche Feinde in bis dahin intakte Lebensgemeinschaften eindrang.
Der tägliche Nahrungsbedarf eines Kormorans liegt bei etwa 400 bis 500 Gramm Fisch, so dass eine große Kormorankolonie binnen kürzester Zeit ganze Fischbestände vernichten kann, wie etwa die einstmals großen, selbsterhaltenden natürlichen Äschenbestände in der Tiroler Ache, einem Zufluss des Chiemsees.
Nicht nur fischereiwirtschaftlich, wie das Vogelschützer immer gerne behaupten, sondern auch ökologisch ist der Kormoran dadurch vielerorts zu einem richtigen Problemvogel geworden. Einer Bestandsregulierung durch Bejagung stehen Verweigerungshaltungen zahlreicher Umweltverbände noch immer im Wege.

Krallenblei
Schweres Grundblei zum Brandungsangeln mit eingegossenen Drahtkrallen, die das Blei fest im Grund verankern. Klappkrallenbleie verfügen über einen Klappmechanismus, durch den die Krallen nach unten klappen, wenn die Montage eingeholt wird. Der Klappmechanismus verhindert ein Abbrechen der Krallen.

Kreishaken
auch „circle hook“:
Spezialhaken mit rundem Schaft und fast im rechten Winkel zu diesem stehender Spitze.
An einem K. hakt sich ein anbeißender Fisch ohne Anhieb selbst.

Köcherfliegenlarve
Die Köcherfliegenlarve kommt hauptsächlich in fließenden Gewässern vor. Sie trägt immer einen Köcher mit sich, der bis ca. 40 mm lang ist. Als Baumaterial dienen z.B.:Pflanzenteile, kleine Steinchen, Muschelschalen und Holzstückchen, die die Larve zu einer hinten geschlossenen Röhre verkleben.
Köcherfliegenlarven sind einer der besten Forellen und Äschenköder.

Köderdip
siehe: „Dip“.

Köderfischblatt
(schweizerisch): Köderfischsenke; siehe „Senke“

Köderspiel
Die Art wie der Köder geführt wird, nennt man auch Köderspiel.
So sollte man z.B. einen schwimmenden Wobbler gleichmäßig mit der Rolle einholen und in unregelmäßigen Abständen die Rutenspitze leicht anheben, dadurch wird der Köder schneller und taucht ab, umgekehrt wird beim senken der Rutenspitze der Köder langsamer und steigt wieder auf. Diese taumelnde Fortbewegung wirkt auf einen Raubfisch wie ein kranker Fisch das eine leichte Beute darstellt.

Königsfischen
Von vielen Fischereivereinen einmal je Saison, meist auf deren Höhepunkt, veranstaltetes Gemeinschaftsfischen, das mit einem Wettbewerb verbunden ist, der festen Regeln unterliegt. ;meist wird das K. als Ansitzangeln mit zwei Angelruten je Fischer durchgeführt, einer Friedfisch – und einer Raubfischrute. Die Bewertung des Fangs erfolgt in verschiedenen Fischkategorien. Fischerkönig wird am Schluss, wer in der Gesamtwertung das beste Ergebnis erzielt.

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