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Jan 15

Aesche / Thymallus

Für viele Fliegenfischer ist die Äsche einer der schönsten und reizvollsten Fische überhaupt.

Das aber nicht nur, weil sie vielerorts in arger Bedrängnis ist. Besonders die Wasserwirtschaftsämter mit ihren oft völlig unsinnigen Baumaßnahmen und der Fraßdruck durch den Kormoran setzen ihr erheblich zu und haben viele Populationen erlöschen lassen.

Merkmale:
Die Äsche hat von allen Salmoniden die auffälligste Rückenflosse, auch Fahne genannt. Die Fahne ist bei Milchner deutlich vergrößert und dient als äußeres Unterscheidungsmerkmal der Geschlechter. Der Kopf ist klein und zugespitzt. Die kleine Maulspalte wird vom leicht vorspringenden Oberkiefer gekennzeichnet. Die Pupille ist nach vorne leicht gespitzt. Das Schuppenkleid erinnert an Weißfische und Renken. Die Äsche besitzt eine Fettflosse. Der Rücken ist blaugrau gefärbt. Die Flanken und der Bauch weiß-silbrig glänzend. Die Bauch- und Rückenflossen haben einen rötlichen Schimmer; in der Laichzeit deutlich ausgeprägt. Auf der vorderen Körperhälfte trägt sie einige dunkle und weiß umrandete Flecken.
Entlang der Seitenlinie finden sich 74 – 96 Schuppen.

Lebensräume:
Nach der Äsche wurde eine Fließwasserregion benannt. Die Äsche gilt dort als Leitfisch. Sie befindet sich unterhalb der Forellenregion und oberhalb der Barbenregion, wobei es zu Überlappungen kommen kann. Dort bevorzugt sie Bereiche mit hartem Untergrund und tiefem, klaren und sauerstoffreichem Wasser. Sie verträgt kurzfristig sogar Temperaturen von 25°C, reagiert aber auf Temperaturen von 4°C und weniger aber relativ empfindlich. Sie ist standorttreu.
Die Äsche kommt in Europa nur in einer Form vor. Sie ist in Nord-, Mittel- und Osteuropa verbreitet. Ebenso in Schottland, England und Wales. Sie fehlt in Westfrankreich, Irland und im südöstlichen Einzugsgebiet der Ostsee und in Teilen des Baltikums.

Größe:
Durchschnittlich 30 cm. Maximal bis etwas über 50 cm.

Laichzeit:
Die Äsche unternimmt keine Laichzüge und vermehrt sich in der Zeit von März bis Juni nach Art aller Salmoniden durch Laichabgabe in ausgeschlagenen Kiesbetten.

Nahrung:
Die Äsche ernährt sich vorwiegend von bodenbewohnenden Nährtierchen und kleinen Krebsen, sowie von Anflugnahrung. Ältere Fische auch gelegentlich von kleinen Fischen.

Fangmethoden & Fangplätze:
Die klassische Fangmethode ist das Fliegenfischen. Hier kommt es nicht nur auf die exakt passenden Muster an, sondern auch ganz besonders auf die absolut präzise Präsentation der Fliege.
Die meisten Äschen dürften mit Nymphen und kleinen Nassfliegen gefangen werden. Das Fischen mit der Trockenfliege ist besonders spannend, da man auf lokalisierte Fische angelt. Äschen steigen wenig schwungvoll und ausschließlich senkrecht nach oben. Liegt die Trockene auch nur ein paar Zentimeter daneben, dann war’s das! Äschen bevorzugen die ruhigeren tiefen Züge zwischen den Fahnen des flutenden Hahnenfußes, was oft sehr lange Vorfächer mit teilweise dünnsten Spitzen erfordert. Äschen bieten auch in der kalten Jahreshälfte eine schöne Fischerei.

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