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Jan 15

Bachsaibling / Salvelinus fontinalis

Der Bachsaibling ist kein originaler Europäer. Im Gefolge der Regenforelle wurde er bei uns eingebürgert. In seiner ursprünglichen Heimat Nordamerika nimmt er die Stelle der dort nicht vorkommenden Bachforelle ein.

Der Bachsaibling ist grundsätzlich robuster als die Bachforelle.
In künstlicher Befruchtung lassen sich Bachforelle und Bachsaibling kreuzen. Das Produkt nennt man Tigerforelle. Ein farbenfroher, aber unfruchtbarer Fisch. Ebenfalls künstlich kann man Bach- und Seesaibling kreuzen. Es entsteht der so genannte Elsässer.
Wie alle Salmoniden ist er ein hervorragender Speisefisch.

Merkmale:
Der Bachsaibling ist ein spindelförmiger Fisch mit spitz zulaufendem, großem Kopf und tiefer Maulspalte. Das Auge befindet sich auf der halben Länge des Oberkiefers. Die Schuppen sind sehr klein. Der Rücken ist braungrün und gefleckt. Diese Flecken sind auch auf den Flanken, die eine gold oliven/bläuliche Marmorierung aufweisen. Der Bauch ist weißlich bis kräftig rot.
Die bläulich gefleckten Flossen haben den für Saiblinge typischen weißen Saum, der zusätzlich mit einem schwarzen Streifen abgesetzt ist.
Entlang der Seitenlinie finden sich 160 225 Schuppen.
Pflugscharbein vorne mit Zähnen.

Lebensräume:
Der Bachsaibling besetzt die gleichen Gewässer, wie die Bachforelle. Allerdings ist er nicht auf Unterstände angewiesen und verträgt einen niedrigeren ph-Wert, sowie einen geringeren Sauerstoffgehalt. Somit kann er auch in durch die Wasserwirtschaft denaturierten Bächen existieren. Seine Vorkommen in Europa sind mehr sporadisch. Zu einer echten und flächendeckenden Einbürgerung ist es nicht gekommen.

Größe:
Im Schnitt 30 – 40 cm. Maximal 50 cm.

Laichzeit:
Die Laichzeit fällt zeitlich und räumlich mit der Bachforelle zusammen. Zwischen Oktober und März laicht er über Kiesbetten.

Nahrung:
Als Jungfisch ernährt er sich von den Kleinlebewesen des Bachgrundes und von Anflugnahrung. Mit zunehmendem Alter gehören Fische mehr und mehr zu seinem Speiseplan.

Fangmethoden & Fangplätze:
Man fängt ihn mit den üblichen Ködern und Methoden der Forellenregion. An Kampfkraft ist er geringer als Bach- und Regenbogenforelle einzustufen.

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