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Jan 15

Barbe / Barbus barbus

Barben sind typische Flussfische, die meist gesellig über steinigem, kiesigen Flussgrund leben, wobei sie dieser Region unserer Gewässer auch den Namen „Barbenregion“ gegeben haben, da sie dort den Leitfisch darstellen.

Die Barbe ist ein hervorragender Angelfisch. Sie ist zwar bei der Köderaufnahme sehr vorsichtig; wenn sie der Angler aber dann gehakt hat, glänzt sie durch kühne Fluchten und große Ausdauer. Schon so mancher Angler der seine Rute auf Grund gelegt und mit geschlossenem Schnurfangbügel geangelt hatte, büßte seine Rute nebst Rolle ein, wenn ein Barbe biss und unvermittelt abzog. Barben liefern oft so einen langanhaltenden Kampf, dass sie, wenn sie ausgedrillt sind so erschöpft sind, dass sie nicht mehr schwimmen können. Der verantwortungsvolle Angler sollte die Barbe dann noch im Wasser vorsichtig vom Haken lösen und solange festhalten, bis sie aus eigener Kraft wieder wegschwimmen kann, denn wer Appetit auf Fischfilet hat, suche sich besser einen anderen Fisch.

Merkmale:
Die Barbe besitzt einen gestreckten, schlanken Körper mit fast kreisrundem Querschnitt. Sie hat einen im Profil keilförmiger Kopf mit recht langer Schnauze und unterständigem Maul mit dicken Lippen, welches je ein kräftiges Bartfaden-Paar am Rand der Oberlippe sowie an den Maulwinkeln aufweist. Die Schwanzflosse ist stark eingeschnitten und hat 19-20 Strahlen; die kurze, hohe, spitze Rückenflosse hat 7-9 Strahlen, wobei der erste Strahl kräftig und eingeschnitten ist sowie am Hinterrand sägeblattartige Zacken besitzt („Sägestrahl“); die Färbung ist meist olivgrün oder grünlich-weiß mit Gold- oder Messingglanz; Brust-, Bauch- und Afterflosse meist mit dunkelrötlicher Färbung

Lebensräume:
Barben leben über ganz Europa verbreitet in Fließgewässern mit stärkerer Strömung. Sie bevorzugen im Fluss die Gumpen oder stehen unterhalb von Wehren, Turbinen und Mühlschüssen. Gibt es dort kiesigen Grund und Wasserpflanzen, hat man seinen Barbenplatz gefunden.

Größe:
bis 90 cm Länge und Gewicht von 16 bis 18 Pfund

Laichzeit:
Die Laichzeit findet im Sommer statt (meist Mai bis Juli), wobei der Rogen giftig ist.

Nahrung:
Auf dem Speiseplan der Barbe stehen Wasserinsekten, Mückenlarven, Würmer, Schnecken, aber gelegentlich auch Fischbrut

Fangmethoden & Fangplätze:
Barben lassen sich an den oben beschriebenen Plätzen auf verschiedene Weisen fangen:

– Mit der Posenrute mit treibendem Floß und nachschleifendem Köder

– mit der Grundrute, wobei man entweder eine Freilaufrolle einsetzen sollte oder wenn man mit dem Feeder und Futterkorb fischt, seine Rute nicht unbeaufsichtigt lassen sollte (siehe oben) oder aber mit rollendem Blei (Ledgering oder Spürangeln) wobei das zielgenaue Anfüttern mit der Futterkorbrute im Fluss am einfachsten ist

– manchmal mit der Spinnrute auf kleine Kunstköder oder Köderfische

Die besten Hakenköder sind Käse, Frühstücksfleisch, Würmer und Maden und als Geheimtipp gequollener gekochter Hanf, wenn damit angefüttert wird (ist allerdings sehr schwer anzuködern), macht Barben aber richtiggehend süchtig!

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