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Jan 15

Döbel / Leuciscus cephalus

Der Döbel ist ein weit verbreiteter Angelfisch in unseren Gewässern. Man bezeichnet ihn auch als Dickkopf, was seiner launigen Art durchaus gerecht wird. Viele Angler sehen ihn als minderwertigen Fisch, was ihm aber Unrecht tut. Sowohl anglerisch, als auch kulinarisch ist er durchaus eine wertvolle Art.

Merkmale:
Gestreckter, länglicher Körper. Im Querschnitt fast drehrund. Wuchtiger Kopf mit endständiger Mauspalte. Große, schwarz gerandete Schuppen. Rückenfärbung graubraun bis gelboliv, selten fast schwarz. Die Flanken gelblich bis hell bräunlich. Der Bauch ist weiß.
Die Bauch- und Afterflossen zeigen einen rötlichen Ton. Die Afterflosse ist konvex.
Entlang der Seitenlinie hat er zwischen 44 und 46 Schuppen.
Schlundzahnformel: 2.5-5.2

Lebensräume:
Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über fast ganz Europa. Er fehlt in Irland, Schottland, Nordskandinavien und Süditalien.
Der Döbel bevorzugt als robuster die Fließgewässer der Äschen- und Barbenregion. Gerne bevölkert er in den diesen Bereichen auch Staustufen. Er ist aber trotzdem auch in der Lage, bis in hochgelegene Abschnitte der Forellenregion aufzusteigen. In Seen, die an diese Regionen angeschlossen sind, ist er gelegentlich anzutreffen und erreicht dort ansehnliche Größen.

Größe:
Durchschnittlich erreicht der Döbel eine Größe von 30 – 40 cm. Maximal wächst er bis zu 70 cm ab. Das Maximalgewicht ist mit 5 kg anzunehmen.

Laichzeit:
Seine Laichzeit erstreckt sich witterungs- und gewässerabhängig von April bis Juni. Rogner legen dann bis zu 200.000 Eier an Steinen und Wasserpflanzen ab. Die Milchner tragen in dieser zeit einen körnigen Laichausschlag auf dem Kopf.

Nahrung:
Kaum ein heimischer Fisch hat ein breiteres Nahrungsspektrum, als der Döbel.
Jungfische, die im Schwärmen leben, ernähren sich bevorzugt von Larven und Nymphen, sowie von Anflugnahrung. Mit zunehmendem Alter organisiert er sich in kleineren Schulen und wandelt sich zu einem Allesfresser mit einem deutlichen Hang zum Räuberischen. Würmer, kleine Fische und Amphibien stehen nun auf dem Speisezettel. Ins Wasser gefallene Früchte werden ebenso wenig verschmäht.
Sie machen auch vor dem Laich und dem Nachwuchs anderer Arten nicht Halt. Das führt in einigen Gewässern zu Konflikten mit Forellen, deren Populationen durch einen übermäßigen Bestand an Döbeln nachhaltigen Schaden nehmen können. Solche Erscheinungen sind immer ein sicheres Zeichen für eine gestörte Ökologie und unsachgemäße Bewirtschaftung des Gewässers.

Fangmethoden & Fangplätze:
Für den Angler ist der Döbel ein Fisch fürs ganze Jahr und alle Methoden. Egal, ob mit der Pose, der Grundangel, der Spinn- oder Fliegenrute. Der Döbel ist mit allem zu fangen, so er denn will! Trotz seines langen Speisezettels ist er sehr wählerisch und es bedarf schon der sorgfältigen Auswahl.

Naturköder: Würmer, Maden, Schnecken, Brot, Mais, Kirschen, Wurst, Käse u.v.m.

Kunstköder: kleine Spinner, Blinker, Wobbler buschige Trockenfliegen, sowie Nymphen aller Art.

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