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Jan 15

Güster / Blicca bjoerkna

Der Güster kann leicht mit der Brasse verwechselt werden, da er ihr recht ähnlich sieht, jedoch bleibt er wesentlich kleiner.

Für den Sportfischer ist der Güster nur von Interesse, wenn es bei Wettkämpfen darum geht viele Fische mit einem hohen Gesamtgewicht zu erbeuten, da sein Fleisch grätenreich und wenig schmackhaft ist. Obwohl der Güster sehr fruchtbar ist und sich stark vermehrt, wird seine Gefahr als Nahrungskonkurrenz für andere Fischarten oft überschätzt.

Merkmale:
Von der Gattung Abramis unterscheidet sich Blicca durch die zweireihigen Schlundzähne (Brassen hingegen haben nur einreihige Schlundzähne). Am einfachsten lässt sich der Güster vom Brassen anhand der grossen Augen und der farbenfrohen paarigen Flossen unterscheiden. Die Afterflosse ist kürzer als beim Brassen und beginnt erst hinter dem letzten Strahl der Rückenflosse. Der Güster hat einen grauschwarzen Rücken, silberfarbene Seiten mit einem typischen Metall – bläulichen bis grünlichen Glanz. Die unpaaren Flossen sind grau, die Ansatzstellen der paarigen Flossen sind rötlich oder orangerot gefärbt

Lebensräume:
Der Güster kommt als ein gesellig lebender Schwarmfisch in stehenden wie auch in langsam fließenden Gewässern der Brassenregion vor. Hier lebt er bevorzugt in Ufernähe.

Größe:
Die Durchschnittsgröße beträgt 20 cm, kapitale Exemplare können auch 35 cm Länge erreichen. Das Gewicht liegt maximal um die zwei Pfund.

Laichzeit:
Von Mai bis Ende Juni laichen Güstern portionsweise oft an den gleichen Laichplätzen wie die anderen Weissfische (vor allem Rotaugen, Rotfedern und Brassen mit denen sie fortpflanzungsfähige Hybriden bilden). Das Weibchen produziert je nach Grösse zwischen 15.000 und 110.000 Eiern.

Nahrung:
Die Nahrung besteht aus kleinen, bodenbewohnenden Wirbellosen (Muscheln, Schnecken, Würmern) und teilweise auch aus Wasserpflanzen.

Fangmethoden & Fangplätze:

Da der Güster eigentlich nicht gezielt befischt wird, taucht er immer wieder als Beifang beim Angeln auf Brassen und Rotaugen auf, d.h. Angelarten und Köder siehe dort.

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