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Jan 15

Hering / Clupeidae

Die Heringe werden in verschiedene Rassen eingeteilt, die sich hinsichtlich Laichzeit, Größe und Wanderwege unterscheiden. Als Unterscheidungsmerkmale gelten u.a. die Anzahl der Wirbelkörper, die Otolithen und die Schuppen.

Neben den wichtigsten Heringsrassen (Weißmeer-Hering, Murman-Hering, der winterlaichende Norwegische Hering u.a.) gibt es zahlreiche Lokalerassen der Küstenheringe. Der Hering ist einer der wirtschaftlich bedeutendsten Speisefische. Leider haben sich durch permanente Überfischung die Bestände rückläufig entwickelt. Für uns Angler wird der Ostsee-Hering interessant wenn er zum laichen in die Förden und Flussmündungen zieht.

Merkmale:
Seitlich abgeflachter, schlanker Körper mit leicht oberständigem Maul. Tief gegabelte Schwanzflosse. Seitenlinie fehlt. Rücken dunkelgrau oder grün, Flanken silbrig.

Lebensräume:
Nordatlantik, in Europa von Grönland bis zur Bretagne. Nord- und Ostsee, fehlt im Mittelmeer. Innerhalb der Verbreitungsgebiete mehrere lokale Unterarten. Lebt in der Freiwasserregion küstennaher Gewässer in Tiefen bis zu 250 mtr. Kommt meist nachts an die Wasseroberfläche und zieht sich tagsüber in größere Tiefen zurück.

Größe:
Länge: bis 30 cm.

Laichzeit:
Man unterscheidet zwischen Frühjahrs- und Winterlaicher. Der Atlantische Hering laicht in Wassertiefen zwischen 40 und 70 mtr., während viele Küsten-Heringsarten in die Förden und Flußmündungen ziehen. Die Rogner legen ca. 20 000-50 000 Eier ab, die zum Grund sinken und am Substrat festhaften. Die Larven schlüpfen nach 2-4 Wochen und schwimmen zur Oberfläche, wobei sie sich am Licht orientieren. Jungheringe schließen sich gelegentlich mit Sprotten zusammen. Geschlechtsreif werden Heringe nach 3-7 Jahren, sie können über 20 Jahre alt werden.

Nahrung:
Die Nahrung besteht aus Zooplankton (Kleinkrebse), das mit Hilfe der Kiemenreusen aus dem Wasser gefiltert wird.

Fangmethoden & Fangplätze:
Gefangen wird der Hering bei uns mit dem Heringspaternoster, dazu eine etwas kräftigere Rute mit einem Wurfgewicht zwischen 30 und 60 g sollte vollkommen ausreichend sein. Wenn der Hering an die Küste kommt, spricht es sich unter Anglern wie ein Lauffeuer rum, viele Angelplätze sind meist schon früh besetzt. Beliebte Stellen sind u.a. die Kieler Förde, der Nord-Ostsee Kanal (kein freies Küstengewässer, extra Kanalschein erforderlich und es sind nur zwei Haken erlaubt), die Schlei bei Kappeln, die Eckernförder Bucht usw. Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollzähligkeit, sicher gibt es noch unzählige gute Heringsstellen. Hat man den Schwarm erwischt, geht es meist Schlag auf Schlag. Und bei einem Hering bleibt es meist nicht, so dass der Eimer sich meist schnell füllt. Ist der Hering richtig in Beißlaune, kommt man schnell in einen Fangrausch. Dabei sollte man jedoch bedenken, nur soviel Fisch entnehmen wie ich in den nächsten Tagen auch verbrauchen kann. Die Natur wird´s uns danken!

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