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Feb 18

Huchen

Der Huchen (Donaulachs, Rotfisch-lat. Hucho hucho)  gehört zur  Familie der Salmoniden und ist der größte, ständig im Süßwasser lebende Lachsfisch. Der Huchen sowie der Taimen (eine andere in Sibirien vorkommende  Huchenart ) sind eine vom Aussterben  bedrohte Fischart. Durch Nachzüchtung und Besatzmaßnahmen konnte der Bestand  gefestigt werden.

Vorkommen:

Sein natürliches Vorkommen ist auf die Donau und deren Nebenarme begrenzt. Deshalb wird er auch oft als Donaulachs bezeichnet. Nur noch in Sibirien  gibt es einen Artgenossen, der Taimen (lat,. Hucho  hucho taimen). Der Huchen  benötigt zum Leben klares,  kaltes –ideale Wassertemperatur  5- 12 ° C. – und sauerstoffreiches Wasser mit einer mäßigen Strömungsgeschwindigkeit mit tieferen Kolken, welche ihm als Versteck dienen.

Merkmale:

Der Huchen hat einen lang gestreckten, torpedoförmigen, fast kreisrunden Körper und einen lang gestreckten Kopf welcher  in der Jugend dem des Hechtes ähnlich ist. Der Rücken des  Huchens kann unterschiedlich gefärbt sein. Die Farben reichen von dunkelbraun, graubraun  bis ins grünliche. Die Bauchseite ist silberweiß. Die Farben von Rücken und Bauchseite gehen fließend ineinander über. Der Rumpf und Kopf ist gänzlich grau oder schwarz gepunktet.  Auf dem Rücken können diese Punkte größer als Flecken ausgebildet sein oder die Form eines Halbmondes haben. Die Flossen sind im Verhältnis zur Größe relativ klein ausgebildet. Wie alle Salmoniden hat der Huchen auch eine Fettflosse welche direkt über der Afterflosse sitzt. Im Alter haben die Seiten oft einen rötlichen Kupferfarbenen Ton. Daher auch  die Bezeichnung  – Rotfisch.

Ernährung:

Der Huchen eigentlich ein Einzelgänger  ernährt sich überwiegend von Fischen aller  Art.  Auch im Gewässer vorkommende  Kleintiere, wie z.B. Krebse, stehen auf seinen Speiseplan. Doch während der Laichzeit versammeln sich viele adulte Fische auf einem Fleck. Dieses ist auch oft bei Jungfischen der Fall.

Größe

Für die Größe  und das Gewicht des Huchens  sind das Nahrungsangebot  sowie die Gewässergrösse  ausschlaggebend. Man sagt, dass der Huchen eine Größe bis zu 2m und ein Gewicht bis  40kg oder gar 60 kg erreichen kann. Der auf den Fotos zu sehende Huchen  ist 106 cm lang (gemessen)und  wog 12- 14 kg (geschätzt).

Vermehrung

Der Huchen  wird etwa mit 3 bis 5 Jahren geschlechtsreif.  Zum Laichen  – März bis Mai – verbleiben die Huchen  in ihrem Gewässer. Um zu ihren speziellen  Laichplätzen zu gelangen, legen sie auf Laichwanderung  mitunter große Strecken zurück. Spezielle  Laichplätze, das sind  feinkiesige  Flachstellen  mit einer geringen Strömung und einer Wassertiefe  von nur 0.50 cm bis ca. 1m. Hier werden vom Rogner  Laichmulden mit einem Durchmesser von 2 m geschlagen. In welchen dann die Eier – ca. 1000 Stück pro kg  Gewicht  (Rogner) abgelegt werden. Bei der idealen o.a. Wassertemperatur schlüpfen die Jungen bereits nach 2-3 Wochen.

Fangplätze und Methoden

Der Huchen ist ein hervorragender Kämpfer und bietet einen spannenden Drill, deshalb ist kräftiges Gerät erforderlich. Die besten Monate sind die Herbst-/Wintermonate wo die Temperaturen über 0 Grad C. liegen. In klarem, relativ flachen Wasser wird dem Huchen auf Sicht mit der Spinn- oder der Fliegenrute nachgestellt. Bevorzugte Angelplätze sind Bacheinläufe, Wehre und tiefe Gumpen.

Das Gerät

Spinnrute

-eine kräftige Ruten mit einem Wurfgewicht ab 100 gr. und Schnur ab 0,40 (Mono) aufwärts ist ein Muss. Die Rolle sollte ein Schnurfassungsvermögen von mindestens 200m haben.

Köder

Köder für den Huchen  sind der Huchenzopf- mehrere  an einem Bleikopf befestigte Gummiwürmer früher Lederstreifen – ,Twister, Gummifische, größere Blinker und Spinner .

Fliegenrute

– auch hier sollte es eine kräftige Rute von mind. AFTMA 9 und aufwärts sein, die  Rolle ein zuverlässigem Bremssystem haben und mit ausreichend Backingschnur  gefüllt sein.

Köder

Als  Köder  eignen  sich alle großen werfbare  Huchenstreamer. Je nach Gewässerregion  kommen  Imitationen von Äschen, Bach- oder Regenbogenforellen zum Einsatz.

Bedeutung für die Fischindustrie

Obwohl der Huchen ein wohlschmeckender Fisch ist, ist er für die Fischwirtschaft aufgrund seines geringen Vorkommens unbedeutend.

Gruß Herbert

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