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Jan 15

Perlfisch / Rutilus meidingerii

Den Perlfisch darf man als einen der seltensten Fische Europas bezeichnen.

Merkmale:
Er ähnelt mit seiner schlanken und drehrunden Form einem Aitel mit großflächigem Laichausschlag. Allerdings trägt der Perlfisch wesentlich mehr und reiskorngroße gelbliche Verhornungen, die sich über den gesamten Rücken ziehen können. Der Ausschlag tritt nur beim Milchner auf. Das brachte ihm auch seinen Namen ein.
Sein Maul ist leicht unterständig, der Kopf massig. Dunkler, fast schwarzer, bis dunkelbraunoliver Rücken. Hellere Flanken. Der Bauch ist weiß, in der Laichzeit rot, die Flossen grau mit gelegentlichem rötlichen Einschlag. Er hat deutlich kleinere und mehr Schuppen als der Döbel.
Entlang der Seitenlinie finden sich zwischen 62 und 67 Schuppen
Schlundzahnformel: 6(5)-5

Lebensräume:
In Mitteleuropa beschränkt sich sein Vorkommen auf die Seen des Salzkammergutes in Österreich und den Chiemsee in Bayern, wo seine natürliche Population allerdings als erloschen gilt. Weitere Arten des Formenkreises kommen in Südosteuropa, an der Schwarzmeerküste und am Kaspischen Meer, vor.
Er ist ein bodenbewohnender Fisch, der zur Laichwanderung in Flüsse und Bäche aufsteigt.
Bedingt durch die limnologischen Veränderungen der Seetiefen ist der Bestand der Art mehr als bedroht. Man vermutet als Ursache für den Rückgang Zusammenhänge mit dem Eintrag von Nährstoffen durch Abwässer und die Landwirtschaft. Im Mond-, Atter,- und Traunsee existieren Restpopulationen, die z.Zt. auch dazu benutzt werden, über künstliche Erbrütung den im Chiemsee erloschenen Bestand zu reaktivieren. Leider machen die Kormorane im Mündungsdelta der Tiroler Ache diese Bemühungen wieder zu Nichte!

Größe:
Durchschnittlich erreicht der Perlfisch 40 – 50 cm. Als Maximum gelten 70 cm und bis zu 6 kg Gewicht.

Laichzeit:
Der Perlfisch steigt im April/Mai in die Zuflüsse der Seen auf, wo er über Kies und Pflanzen laicht. Seine Geschlechtsreife erreicht er erst im Alter von 4 oder 5 Jahren.

Nahrung:
Seine Nahrung besteht aus Kleintieren, Krebsen und kleinen Fischen, die er am Grunde des Gewässers aufnimmt.

Fangmethoden & Fangplätze:
Der Perlfisch unterliegt in Deutschland einem ganzjährigen Schutz und darf auf keinen Fall entnommen werden.

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