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Jan 15

Rutte, Quappe / Lota lota

Die Rutte ist der einzige Vertreter der Dorschartigen, der auch im Süßwasser vorkommt.

Dieser heimliche Fisch macht sich für den Angler nur in den kalten Monaten des Jahres bemerkbar. In der Küche ist sie ein Star. In manchen Gegenden prügeln sich die Spitzenköche beinahe um sie. Ruttenleber ist eine Delikatesse!

Merkmale:
Die Rutte hat einen dorschtypischen, massigen Kopf. Das Maul ist leicht unterständig. Am Unterkiefer sitzt eine lange Bartel. Die Rückenflosse ist extrem lang, die Brustflossen kehlständig. Die Schuppen sind sehr klein und dünn. Die Afterflosse ist lang. Rücken und Flanken sind hellbraun gelblich marmoriert. Der Bauch ist hell.

Lebensräume:
Die Rutte kommt in fast ganz Eurasien und Amerika vor. Sie fehlt westlich der Rhone und südlich des Pos, sowie auf den Britischen Inseln, mit Ausnahme des äußersten Südostens.
Sie bewohnt bevorzugt kalte und tiefe Seen mit harten Gründen. Sie kommt aber auch in Flüssen vor. Dort vermehrt in der Barben- bis unteren Forellenregion. Seltener findet man sie in den Unterläufen der Flüsse und in leicht brackigen Bereichen. Schlammigen Boden meidet sie.

Größe:
Durchschnittlich 30 – 60 cm. Maximal erreicht sie 100 cm. Die ganz kapitalen Rutten werden in Skandinavien und im Baltikum und klimatisch ähnlichen Gebieten gefangen.

Laichzeit:
Sie laicht zwischen November und März. Dazu ziehen sie sehr zahlreich in die Oberläufe, wo sie über Sand- und Kiesböden enorme Mengen an Laich absetzen.

Nahrung:
Die Rutte lebt als ausgesprochen nachtaktiver Fisch von allem, was sie an tierischer Nahrung erbeuten kann.

Fangmethoden & Fangplätze:

Auf Rutten wird ausschließlich mit der Grundangel gefischt. Nachts und in der kalten Jahreszeit. Eine Fischerei für Enthusiasten! In Flüssen bietet man Würmer, Fischfetzen und Köderfische in den tiefen, die nahe am Ufer laufen an. Je strukturreicher dabei der Grund ist, desto besser. In Seen findet man sie am Fuß steiler, steiniger Halden und gerne auch in der Tiefe der Schuttkegel einmündender Bäche. Grundsätzlich immer dort, wo es sehr schnell sehr tief wird.

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