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Jan 15

Zwergwels / Ameiurus nebulosus

Der Zwerwels, auch Katzenwels genannt, gehört nicht zu unseren ursprünlich einheimischen Fischen.

Er wurde 1885 bei uns aus Nordamerika eingeführt. Er ist, was die Wasserqualität betrifft, recht anspruchslos. In wärmeren Gewässern vermehrt er sich prächtig und es besteht die Gefahr, dass er andere Fischarten verdrängt!
Daher wird er kaum in unsren Gewässern zusätzlich Besetzt.

Merkmale:
Der Zwergwels hat einen gestreckten, schuppenlosen Körper. Der Rücken ist dunkelolivbraun, die Bauchseite weiß bis gelb gefärbt. Die Seitelinie ist deutlich ausgeprägt. Er besitzt einen breiten, flachen Kopf mit einem endständigen, großen Maul. Wesentlichster Unterschied zum Wels (Silurus glanis) sind die Anzahl der Barteln. Davon besitzt der Zwergwels vier längere Bartfäden am Oberkiefer und vier etwas kürzere am Unterkiefer. Der erste Strahl der Rückenflosse ist stachelig hart, ebenso der erste Strahl der Bauchflosse. Zwischen der Rücken- und der Schwanzflosse befindet sich eine Fettflosse, die zum Teil bis zum Ansatz der Schwanzflosse reicht.

Lebensräume:
In Teichen, flachen Seen und Flüssen mit geringer Strömung hat der Zwergwels seine Heimat gefunden und lebt dort vorwiegend am Grund. Unser einheimisches Flusssystem weist einen guten Zwergwelsbestand auf.

Größe:
Die Durchschnittsgrößen liegen bei ca. 25 bis 35 cm, Längen bis 45 cm und einem Gewicht um die 2 kg sind aber möglich.

Laichzeit:
Die Eier (4000 – 5000) werden in den Monaten März bis Mai bei einer Wassertemperatur um die 20 Grad Celsius in eine Nestmulde im seichten Uferbereich abgelegt. Die Eier und auch die Brut werden vom Männchen bewacht!

Nahrung:
Der Zwergwels ist ein nachtaktiver Räuber, der als Jungtier kleine Schnecken, Muscheln, Fischlaich und Insektenlarven bevorzugt. Die ausgewachsenen Exemplare ernähren sich von Krebsen, Kleinfischen und Fröschen.

Fangmethoden & Fangplätze:
Am erfolgreichsten ist die Grundmontage mit Wurm oder Köderfisch. In Flüssen sind Abschnitte mit geringer Strömung zu bevorzugen.

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