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Jan 20

Feederfischen

Zum Feedern werden Ruten in den Längen von 3,30 bis über 5m im Fachhandel angeboten. Zu den gängigsten Längen zählen wohl die 3,60-4,80m langen Exemplare. Es gibt Telefeeder und Steckfeederruten mit meist 3 auswechselbaren Spitzen aus Glas oder Kohlefaser zur Auswahl, wobei man eine Glasspitze fast zu einem Kreis biegen kann. Ruten gibt es ebenfalls als Kohlefaser, oder Glasfaser Ruten, wobei zu beachten ist, dass Kohlefaser Ruten wesentlich weitere Würfe erlauben als Glasfaser Ruten


Feederfischen – die Rute

Zum Feedern werden Ruten in den Längen von 3,30 bis über 5m im Fachhandel angeboten. Zu den gängigsten Längen zählen wohl die 3,60-4,80m langen Exemplare. Es gibt Telefeeder und Steckfeederruten mit meist 3 auswechselbaren Spitzen aus Glas oder Kohlefaser zur Auswahl, wobei man eine Glasspitze fast zu einem Kreis biegen kann. Ruten gibt es ebenfalls als Kohlefaser, oder Glasfaser Ruten, wobei zu beachten ist, dass Kohlefaser Ruten wesentlich weitere Würfe erlauben als Glasfaser Ruten. Man unterscheidet 3 Typen von Ruten, die Light,Medium und Heavyfeeder was bei der letzteren ein Wurfgewicht von 250 Gramm bedeuten kann.
Bei dieser Angelart ist die Spitze unser Bissanzeiger und es wird je nach Gegebenheit (Stillwasser-starke Strömung)die richtige ausgewählt. Die Stärken der Spitzen werden in oz (unzen) angegeben. Bei starkem Wind z.B., wenn keine genaue Bisserkennung mehr möglich ist ,kann über dem Griff am Blank eine zusätzliche sensible Erkennung ,die so genannten Bibberstäbe mittels eines Adapters angebracht werden. Manche Modelle verfügen schon ab Hersteller über eine solche angewickelte Halterung. Man hat dann die Möglichkeit die Rutenspitze unter Wasser zu tauchen um dem Wind zu entgehen.

Bei starker Strömung muss die Rute am Wasser möglichst hoch ausgerichtet werden, damit möglichst viel von der Schnur aus dem Wasser gehalten wird. Die Standard Ausrichtung ist jedoch in einem Winkel etwas größer als 90°, d.h. nicht ganz parallel zum Ufer.

Feederfischen – die Rolle

Zu einer geeigneten Rolle fürs Feedern kann man eigentlich nicht allzuviel sagen(Würde ich eigentlich streichen). Für schmale Gewässer kann man eigentlich alle Stationärrollen verwenden. Wichtig ist, dass die Rolle eine gut funktionierende und ruckfrei arbeitende Bremse hat. Auch die Übersetzung sollte nicht zu niedrig, aber auch nicht zu hoch sein, von Profis (wie z.B. Matt Hayes) wird oft eine Übersetzung von 5,2:1 empfohlen. Man sollte vorher wissen welche Schnur gefischt werden soll um die geeignete Rollengrösse zu bestimmen. Die Schnurreserve sollte mindestens 150 m betragen. Wenn man auf Weite fischt, wie in Seen oder in großen Flüssen ist es ratsam eine Rolle mit großer Spule verwenden, weil die Schnur leichter von einem großen Durchmesser abläuft als wie von einem kleinen Durchmesser. Diese Rollen nennen sich meist Long Cast oder Long Distance. Auf jeden Fall sollte sie einen Schnurclip aus Metall haben, am besten noch gefedert. Für weite Würfe leisten geflochtene Schnüre große Hilfe, jedoch muss dann auch mit einer Rolle von hoher Qualität gefischt werden, die vor allem eine aüßerst exakte Schnurverlegung haben muss.

Das Futter

Welchen Zweck hat das Futter? Nun wir brauchen das Futter vor allem zum anlocken der Fische. Das bedeutet für uns, wenn das Futter schöne große Wolken im Wasser bildet, dann haben wir eine höhere Lockwirkung, da sich die locker gelöste Wolke besser im Wasser verteilen kann. So kann der Fisch die „Witterung“ aufnehmen und hoffentlich zu unserem Köder gelockt werden. Es soll aber auch bereits angelockte und noch nicht gehakte Fische an unserem Platz halten. Das Futter soll also 2 Funktionen erfüllen: Anlocken und am Platz halten.

Die Konsistenz ist für die Anlockwirkung entscheidend. Ein Futter zu verwenden, dass im Korb kleben bleibt und welches wir 3 oder 4 mal auswerfen können, hat so gut wie keine Effektivität. Um eine gute Anlockwirkung zu erhalten, muss das Futter in einer Konsistenz sein, wo es eine schöne Wolke im Wasser bildet. Wenn wir das Futter also langsam befeuchten, und letztendlich eine Konsistenz haben, bei der wir mit eine wenig Druck einen Ball in der Hand Formen können und diesen ganz leicht wieder zerdrücken können, so haben wir die geeignete Konsistenz erreicht. Jedoch sei an dieser Stelle gesagt, dass es Ausnahmen von dieser Regel gibt, auf die wir noch eingehen werden.

Nachdem wir die Fische zu unserem Platz gelockt haben, wollen wir sie natürlich auch genau dort halten. Dazu kann es unerlässlich sein sogenannte Freebies am Futterplatz und auch im Futter zu haben. Freebies sind „Kostproben“ ohne Haken, wie z.B. Mais, oder Hanf. Falsch ist es natürlich nie, wenn dies die gleichen wie unser Köder sind. Jedoch sei hierbei immer im Maße dosiert. Futter kann man notfalls immer nachwerfen, aber hineingeworfenes Futter kann man nicht mehr aus dem Wasser holen.

Beim Feederfischen stellt man sich oft die Frage, ob selbstgemachtes Futter besser ist, als Fertig-Futter. Es gibt keinen Zweifel daran, dass man bei selbstgemachten Futtermischungen die Zutaten überwachen kann und nur die frischesten Mehle in das Futter kommen, nur ist der Aufwand selber Futter zu mischen sehr hoch. Auch der Preis ist nur geringer, wenn man entsprechend viel Futter selbst mischt und damit auch entsprechend oft angeln geht. Bei Fertig Futter entfällt natürlich diese ganze Arbeit. Beide Futtermischungen, ob selbstgemacht, oder fertig gemischt erfüllen auf jeden Fall ihren Zweck. Wichtig ist, dass man sein Futter den Gegebenheiten des Gewässers anpasst. An einen stehenden Gewässer muss sich das Futter natürlich gut und zügig auch ohne Strömung auflösen und an einem fließenden Gewässer muss dass Futter natürlich am Platz sein und sich nicht schon in der Absinkphase auflösen.
Taktiken
Grundsätzlich sollte man beim füttern beachten, dass man sein Futter immer an der gleichen Stelle ins Gewässer einbringt. Dazu bedient man sich beim Feeder gewisser Hilfsmittel. Man peilt zunächst einen markanten Punkten am gegenüberliegenden Ufer ein, der in Richtung des gewünschten Angelplatzes liegt. Das kann ein Baum, ein Haus, ein Steg oder irgendetwas anderes sein. Sollte man bis in die Dämmerung hinein Fischen, oder sogar in die Nacht hinein, so ist es Ratsam sich einen Punkt zu suchen, der sich vom gegenüberliegenden Horizont abhebt. Damit nun auch die Entfernung stimmt hängt man die Schnur nach dem Wurf in den Schnurclip ein. Ein guter Tip ist, statt die Schnur einzuhängen kann man auch Powergum über die Spule ziehen und dann das Powergum einclippen. Damit auch nach dem Drill eines größeren Fisches die gleiche Stelle erreicht werden kann markiert man z.B. mit einem wasserfesten Stift die Clipstelle an der Schnur. Wichtig ist, dass man nach dem auswerfen den Bügel der Rolle schließt und danach einclippt. Tut man dies nicht, kann es sein, dass man mit dem verwendeten Wurfgewicht nicht auf die benötigte Entfernung kommt.

Wie bereits erwähnt kann es sehr von Vorteil sein, wenn man seine Freebies im Futter dosiert, um die Fische vor allem nicht zu sättigen. Wir werden dazu im folgenden zwei Taktiken zur Dosierung vorstellen:

1. Das Sandwich
Beim Sandwich wird zunächst Futter in die Hand genommen, auf dieses Futter wird der Korb gestülpt und dann wird durch Druck mit den Finger ein Boden aus Futter im Korb erzeugt. Auf diesen Boden kommen Partikel. Diese Partikel werden nun in der Mitter fixiert indem nochmals Futter auf die Partikel kommen und das ganze unter etwas Druck zu einem Sandwich im Korb geformt wird. Der Effekt ist, dass sobald das Wasser das Futter angreift und auflöst werden die Partikel freigegeben. Open End Feeder sind bei dieser Taktik von großem Nutzen, da sie anders als die Cage Feeder das Wasser nur langsam zum Futter durchlassen, bzw. nur an den Enden.

2. Mixed Up
Es kann unter Umständen auch sehr praktisch sein, Partikel direkt ins Futter zu mischen, wenn man z.B. nur Hanf als Partikel einsetzen möchte und darauf setzt eher sparsam dafür aber häufiger anzufüttern. Man mixt einfach seine Partikel unters angesetzte Futter, dabei sollte man aber beachten nicht zu viele Partikel hinein zu mischen, um die Sättigungswirkung möglichst gering zu halten. Auch hier ist weniger manchmal mehr.

Man kann beim Feederfischen nicht über Taktiken schreiben, ohne dabei the Method „die Methode“ zu erwähnen. Method Feederfischen ist vor allem auf Karpfen sehr effektiv. Das Grundprinzip beim Method Feederfischen ist, dass man einen Ball Grundfutter verwendet, der sehr langsam, aber kontinuierlich, seine Lockstoffe ins Wasser gibt. Dabei ist der Hakenköder an einem sehr kurzen Vorfach entweder kurz neben, oder direkt in dem Ball geknetet. Damit der Ball seine Lockstoffe langsam ins Wasser gibt, muss die Konsistenz des Futters angepasst werden. Das Futter muss fester werden, damit es sich um die Spirale (engl. Method Feeder) kneten lässt. Das kann man erreichen, indem man entweder dem Futter Zusätze beimischt, welche die Klebekraft erhöhen, oder man erhöht den Wasseranteil beim Anrühren. Es gibt auch Fertig Futter, speziell für diese Methode. In den Ball sollte man auch Partikel Köder kneten, dies hält Fische wie Karpfen am Platz und lässt den Hakenköder unauffälliger erscheinen.

Montagen

Über die Montagen möchten wie hier nicht viel schreiben. Es gibt viele Möglichkeiten für viele unterschiedliche Situationen. Die gängigste Montage ist die Schlaufenmontage. Neben den Antitangle Eigenschaften dieser Montage, zeigt sie auch sehr zuverlässig Bisse an, da völlig unabhängig von der Schwimmrichtung der Fisch immer an der Schnur gezogen wird. Montagen findet ihr in der Montage Datenbank. Natürlich könnt ihr auch gerne im Forum fragen.

Autoren

Jörg Wielinski & Mattes Godau

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