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Dez 25

Stationärrollen

Offene Stationärrollen

 

Der wohl beliebteste Rollentyp weltweit. Sie begeistert durch ihr einfaches Handling und ist daher auch für Anfänger gut geeignet. Man untescheidet zwischen offenen und geschlossenen Stationärrollen. Der Begriff „Kapselrolle“ ist für die geschlossene Stationärrolle weiter verbreitet. Stationärrollen werden aus Metall oder verschiedenen Kunststoff-Kombinationen hergestellt. Rollen aus Kunststoff sind leicht und korrosionsfest. Metallrollen glänzen durch Stabilität und natürlich ein edles Finish.

Montage:
Stationärrollen werden grundsätzlich immer hängend an der Rute montiert. Dabei wird der Rollenfuß in den Rollenhalter (je nach Typ – Schieberollenhalter, Schnellklapprollenhalter oä.) fest „eingeklemmt“, dass die Rolle möglichst ohne zu wackeln unter der Rute sitzt.

Schnurverlauf:
Die Schnur wird durch Drehen der Kurbel durch die Ringe der Rute und mit Hilfe des Schnurlaufröllchens (am besten beschichtet und mit Kugellager) auf die Spule der Rolle gewickelt.

Spulen:
Oft wird eine Ersatzspule mitgeliefert. Dann kann z.B. eine Spule mit monofiler und die andere Spule mit geflochtener Schnur bestückt werden. Auch zwei verschiedene monofile Schnüre sind natürlich möglich. Es gibt innnenliegende, übergreifende und doppelwandige (Petticoat-) Spulen. Doppelwandige und übergreifende Spulen verhindern das Hinterlaufen der Schnur und Verheddern um die Achse. Die Spule wird bei Heckbremsenmodellen meist durch einen leichten Druck auf die Vorderseite der Spule gewechselt. Bei Frontbremsenmodellen ist ein Spulenwechsel mit dem Abschrauben der Frontbremse verbunden.

Kurbel:
Die Kurbel der Rolle kann platzsparend angeklappt werden. Dafür gibt es verschiedene Techniken. Außerdem kann die Kurbel entweder rechts oder links montiert werden. Der Großteil der Angler fischt mit der Kurbel auf der linken Seite.

Auswerfen:
Beim Werfen wird die Bremse und die Rücklaufsperre (verhindert das Rückwärtslaufen des Rotors) geschlossen, der Schnurfangbügel umgeklappt und die Schnur mit dem Zeigefischer fixiert. Die Rute wird nach hinten geschwungen und bei der Vorwärstbewegung lässt der Finger die Schnur los, Schnur kann ablaufen. Wenn der Köder bzw. die Montage die Wasseroberfläche berührt bzw. eingetaucht ist, wird der Schnurfangbügel geschlossen und das Angeln kann beginnen. Durch Auslösehebel wird das Werfen durch eine automatische Zentrierung vereinfacht.

Drill:
Beißt ein Fisch an, kann durch den Bremseinstellknopf je nach Modell vorne, hinten oder gar seitlich der Schnurablauf reguliert werden, um einen Schnurbruch bei größeren Fischen zu verhindern. Bei Frontbremsenmodellen wird die Bremse vorne, bei Heckbremsenmodellen hinten eingestellt. Frontbremsen arbeiten aber präziser. Mit sogenannten Kampfbremsen kann der Angler blitzschnell reagieren und muss nur einen Hebel umlegen. Memory-Bremsen können vor dem Angeln auf die Schnur-Tragkraft eingestellt werden. So ist die Gefahr des Schnurbruch sehr gering. Manche Profis nutzen nur ungern die Bremse und Kurbeln im Drill rückwärts, wenn der Fisch flüchtet. Die Rücklaufsperre sollte dann aber freigegeben werden.

Freilaufrollen
Diese Rollen machen es möglich mit geschlossenem Bügel zu fischen und trotzdem einen sehr feinen Schnruablauf bei einem Biss zu garantieren. Der Rollenfleilauf kann durch einen Hebel sehr schnell und unkompliziert ein und aus geschaltet werden. Der benötigte Widerstand für den Schnurabzug kann geregelt werden. Beim Zanderfischen wird er feiner, beim Karpfenangeln schwerer eingestellt. Die Schnur sollte sich auch bei schnellen Abzügen nicht verwickelt können. Vor allem beim Grundfischen haben diese Rollen ihren Platz gefunden. Kein Karpfenangler möchte diesen Rollentyp missen, aber auch Zander-, Hecht- und Wallerfischen nutzen die Vorteile der Freilaufrollen.

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