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Sep 03

Asnen – Binnensee in Südschweden

Der Asnen ist ein Binnensee in der Provinz Smaland im Süden Schwedens. Er liegt unterhalb der Stadt Växjö, ca. 2,5 Autostunden von Trelleborg entfernt. Mit einer Wasserfläche von 155 km² gehört er zu den größten Seen in Südschweden. Er ist durchzogen von zahlreichen Inseln die eine Fläche von ca. 20 km² einnehmen.

Die größte Insel ist Sirkön. Sie lockt jedes Jahr zahlreiche Touristen ins Land, da es hier einen großen Campingplatz gibt.
Auch für Nichtangler wird für Freizeitspaß gesorgt, ob Kanufahren, Trekkingtouren oder einfach nur Entspannen. Ein Großteil der Inseln sind Vogelschutzgebiete. Diese dürfen nicht betreten werden. Erkennen kann man die geschützten Inseln an den gelben/roten
Hinweistafeln.

In erster Linie lockt der Asnen die Petrijünger ins Land. Die tiefsten Stellen des Sees erreichen 16m, im Mittel ist er allerdings nur 3m tief. Da er in einem Moor-und Sumpfgebiet liegt, ist das Wasser leicht braun gefärbt.

Der Asnen gilt als ausgesprochenes Raubfischgewässer, d.h. Hecht, Zander und Barsch bilden neben Weissfischen die Hauptfischarten im See. Dies sind auch die Hauptfischarten die von mir beangelt werden, wenn ich dort meinen Angelurlaub verbringe. Der Zander rückt allerdings ein wenig in den Hintergrund, da er im Mai (Zeit des Urlaubs) hier Schonzeit hat. Also werden in erster Linie Hecht und Barsch gezielt beangelt.

In erster Linie wird von den einheimischen Anglern mit geschleppten Wobblern gefischt. Hierbei sind an einem guten Tag wahrlich gute Fänge möglich. Allerdings nur was die Stückzahl betrifft. Wirklich größere Exemplare, hat die Erfahrung gezeigt, werden eher mit dem Köderfisch gefangen.
Diese Methode wird auch von mir und meinen Angelkollegen favorisiert. Viele andere Angler verstehen immer nicht was wir da von unseren verankerten Booten und mit unseren Posenruten fangen wollen. Aber oft gibt uns das Fangergebnis am Ende eines Angeltages Recht und wir vertrauen weiter auf unsere Methode.
Ein Boot mit einem guten Motor und Echolot ist an diesem Gewässer absolute Pflicht. Das Echolot dient nicht nur zum Finden guter Standorte der Räuber sondern auch zum eigenen Schutz. Es befinden sich zahlreiche Findlinge im See, die sich teilweise nur handbreit unter der Oberfläche befinden. Wenn die Gewässertiefe also abnimmt sollte man einen Gang zurück schalten. Denn schnell sitzt man auf und das Boot oder Motor sind beschädigt. Und das Rudern bei ein wenig Wind auf offenem See ist kein Vergnügen, das kann ich aus Erfahrung sagen.
Des Weiteren ist eine Wasserkarte und Kompass von Vorteil. Es kommt vor, dass innerhalb kürzester Zeit Nebel aufzieht und man nicht mehr weiß, in welcher Richtung sich das Quartier befindet. Ebenso liefert die Karte schon eine Aussage über Tiefen und man kann diverse Stellen schon gezielt anfahren ohne über den ganzen Seen zu schippern um eine geeignete tiefe Stelle zu finden.

Im Folgenden möchte ich näher auf die Hauptfischarten eingehen und wie meine Angelkollegen und ich sie gezielt am besten beangeln.

Angeln auf Barsch:
Hier bevorzuge ich das Angeln mit kleinen Köderfischen knapp unter der Oberfläche. Wenn man erst mal einen Schwarm der Stachelritter gefunden hat, dann sind wahre Sternstunden möglich. Größen zwischen 40 und 45 cm sind keine Seltenheit und werden regelmäßig gefangen. Da der Barsch im Asnen als Plage gilt, muss jeder Fisch entnommen und verwertet werden. Als Köder haben sich kleine Rotaugen und Kaulbarsche bewehrt.


Aber es kann natürlich auch mit Kunstköder gefischt werden. Und das auch nicht minder erfolgreich. Hierbei haben sich Gummifische und kleine Wobbler in natürlichen Farben durchgesetzt. Mit Spinner und Blinker war ich weniger erfolgreich. Als Grundregel sollte man eines beachten, der Köder sollte stets im Mittelwasser angeboten werden. Grundnahes Fischen hat mir kaum fische gebracht. Diese Erkenntnis passt auch zur Jahreszeit (Frühsommer), wo die Räuber immer oberflächennah anzutreffen sind. Die folgende Abbildung zeigt das typische Kunstköderspektrum was regelmäßig zu Erfolgen führt.

Angeln auf Hecht:

Für mich liegt das Hauptaugenmerk aber beim Beangeln des Hechtes. Auch hier fische ich, wie schon erwähnt, gern mit dem Köderfisch.
Ich arbeite hier mit einer simplen Posenmontage, mit der ich den Köderfisch im Mittelwasser anbiete.

Die Durchschnittsgröße liegt hier bei 60 – 70 cm. Aber selbstverständlich sind auch größere Fänge möglich. Jedes Jahr wird von großen Fischen berichtet, die das Jahr über gefangen wurden. Aber auch am Asnen hab ich persönlich die Metermarke noch nicht knacken können.
Der größte von mir gefangene Hecht war 98 cm. Allerdings hat einer meiner Angelkollegen schon einen Esox von 112cm an Land oder besser ins Boot ziehen können.
Auch wenn ich das Angeln mit Köderfisch am Asnen bevorzuge, heißt das natürlich nicht, dass man mit Kunstköder keine großen Fische fangen kann. Es bietet sich sogar an am Anfang den See mit geschleppten Wobblern kennen zu lernen. Dabei geht es darum viel Strecke mit dem Boot zurückzulegen und dabei interessante Stellen zu finden. Diese Abbruchkanten oder Barschberge können dann gezielt mit dem Köderfisch beangelt werden. Bei solchen ausgedehnten Touren sind dann immer gute Fänge möglich.

Das typische Köderspektrum für Hecht am Asnen zeigt die folgende Abbildung.

In erster Linie kommen hier Wobbler zum Einsatz. Die
Erfahrung hat gezeigt, dass man mit Kunstköder zahlenmäßig mehr fängt
als mit Köderfischen. Allerdings die größeren Exemplare gingen auf
Köderfisch.
So das sollen meine Erfahrungen vom Asnen gewesen sein.
Vielleicht sieht man sich ja mal da auf dem Wasser. Petri Heil.

Frank

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