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Sep 07

Der Schweriner See – eine Gewässerbeschreibung

Der Schweriner See
Eine kleine Vorstellung des Gewässers, daß quasi direkt von meinen Füßen liegt, mag sein das diese Vorstellung unzureichend erscheinen mag, aber um so einen See vollständig zu beschreiben und alle anglerischen Aspekte darlegen zu können reicht ein derartiger Bericht nicht aus, man müsste wohl ein Buch darüber schreiben. Mit einer Fläche von 63,1 km², einer Tiefe von 52,4 m, einer Länge von über 21 km und einer Breite von 6 km stellt dieser Mecklenburgische See den zweitgrößten norddeutschen See und den viertgrößten See ganz Deutschlands dar

Eine kleine Vorstellung des Gewässers, daß quasi direkt von meinen Füßen liegt, mag sein das diese Vorstellung unzureichend erscheinen mag, aber um so einen See vollständig zu beschreiben und alle anglerischen Aspekte darlegen zu können
reicht ein derartiger Bericht nicht aus, man müsste wohl ein Buch darüber schreiben.

Der See, einige allgemeine Angaben

Mit einer Fläche von 63,1 km², einer Tiefe von 52,4 m, einer Länge von über 21 km und einer Breite von 6 km stellt dieser Mecklenburgische See den zweitgrößten norddeutschen See und den viertgrößten See ganz Deutschlands dar.
Das in der sogenannten Weichseleiszeit vor ca. 10.000 Jahren als Gletscherzungensee entstandene Gewässer ist vom Typ her als Maränen – Hechtsee einzuordnen.
Der Schweriner See stellt heute eine Wasserscheide dar, da er zum Teil über die schiffbare Verbindung Störkanal, Elde und Elbe in die Nordsee entwässert, aber auch im Norden über eine künstliche geschaffene Verbindung in die Ostsee, diese Verbindung trägt den Namen Wallensteingraben und ist der Rest eines fehlgeschlagenen mittelalterlichen Kanalbaus zur Ostsee.
Vom damaligen Kanal ist heute ein kleiner hübscher Bach übriggeblieben, der eines der bedeutensten Meerforellenaufzuchtgewässer Mecklenburgs darstellt.
Dieser kleine Bach muß auf seinem recht kurzen Weg zum Meer(9 km) immerhin einen Höhenunterschied von 37 m überwinden, ist somit recht flott unterwegs aber leider durch zahlreiche Wehre verbaut, ein selbstständiger Fischaufstieg bis in den See ist daher leider ausgeschlossen.

Der Schweriner See wurde im Jahr 1842 durch einen Dammbau in zwei Teile unterteilt, die jedoch durch einen schiffbaren Kanal von etwa 300m Länge miteinander verbunden sind, der 3km lange Damm trägt den Namen Paulsdamm, benannt nach dem Großherzog Paul – Friedrich von Mecklenburg/Schwerin.

Der Verbindungskanal am Paulsdamm nach Norden zum Aussensee gesehen.

In unmittelbarer Nähe befinden sich weitere teilweise ebenfalls recht große Nebengewässer, welche ebenfalls über schiffbare Kanäle verbunden sind. So der kleine Burgsee, der die Schloßinsel umgibt und der über den ebenfalls recht kleinen Heidensee zu erreichende, ebenfalls zweigeteilte Ziegelsee, der ebenfalls eine recht passable Größe aufweist und zusätzlich über einen langen Kanal, den Langen Graben mit dem Nordteil des Schweriner Sees, dem sogenannten Außensee vebunden ist, der Kanal führt direkt entlang der B104.

Die Einfahrt in den langen Graben, vom Ziegelsee her.

Blick auf den langen Graben, dieser ist befahrbar wenn das Boot nicht über 75cm Tiefgang besitzt.

Der Ziegelsee ist bis auf den kleinen abgeteilten Ziegel -Innensee der den früheren Stadthafen bildete landschaftlich sehr reizvoll, teilweise großflächig, teilweise fast flußartig gewunden mit zahlreichen Buchten und kleinen Inseln.
Ö stlich der Nordspitze des Schweriner Sees befindet sich die Döpe, welche ebenfalls mit dem See verbunden ist, das Gewässer ist ungemein fischreich und landschaftlich schön gelegen, darf jedoch nicht beangelt werden, da es ein Vogelschutzgebiet ist.
Die Döpe sowie das ebenfalls am Außensee gelegene Ramper Moor, ein ehemaliges Tonstichgebiet mit lauter kleinen Seen und Kanälen, sowie das Wickendorfer Moor zwischen Außensee und Ziegelsee sind FFH – Gebiet (Flora – Fauna – Habitatsregelung) und fallen, wie schon bei der Döpe erwähnt für die Beanglung aus.

Der Schweriner See liegt in einer etwas hügeligen Endmoränenlandschaft, der hügelige Charakter setzt sich auch unter der Wasseroberfläche fort, so daß der See zahlreiche Barschberge, tiefe Rinnen, Inseln und Flachstellen enthält.

Blick auf den Aussensee, wie man am Standpunkt sieht ist das Land hier nicht ganz „platt“, etwa in der Mitte des Bildes dürfte in etwa die tiefste Stelle des Sees liegen, das Gegenufer ist 6 km entfernt.

Der Gewässergrund besteht zum großen Teil aus tonigem Geschiebemergel, es gibt jedoch auch sandige und geröllige Bereiche, sowie Buchten mit ca., 8 m dicken Faulschlammschichten, auch Ansammlungen großer Findlinge sind vorhanden, so der sogenannte Große Stein im Schweriner Innensee bei dem einzelne Brocken die Wasseroberfläche durchbrechen, ein beliebter Platz für ausruhende Kormorane, die Fläche des Großen Steins ist aber viel größer als es scheint, was manchem Boot schon zum Verhängnis wurde, hier sollte man die Fahrwasserbetonnung nie innen umfahren, wenn man sich nicht genau auskennt, sonst kracht es unweigerlich.
Es gibt auf dem Schweriner See auch einige Inseln, so im stadtnahen Innensee die Inseln Kaninchenwerder und Ziegelwerder, die recht nahe bei einander liegen.
Die Insel Ziegelwerder hat ihren Namen daher, daß dort früher auch einmal Ton abgebaut wurde, sie beherbergt so auch im inneren kleine Teiche und Kanäle, das Betreten der Insel ist nur an einem Nothafen im Süden gestattet.
Warum die Insel Kaninchenwerder so heißt weiß kein Mensch so genau, es gibt dort alles mögliche, auch eine Inselpopulation von Rehen, Füchse und so weiter, bloß eines gibt es auf der recht feuchten Insel garantiert nicht, Kaninchen, dafür stand dort früher eine große Ziegelei, der stadtseitig vor der Insel liegende Barschberg hat daher den Namen Brennofen.
Zu Großherzogs Zeiten wurden um dem Namen der Insel zu entsprechend mal Kaninchen dort ausgesetzt, diese verließen die Insel jedoch im Winter über das Eis fluchtartig.
Die Inseln wurden früher landwirtschaftlich genutzt, so befanden sich auf Kaninchenwerder ein Bauernhof, auf Ziegelwerder sogar 3 Gehöfte.
Auch auf dem Außensee gibt es Inseln, die Insel Lieps, welche die größte Insel des ganzen Sees ist und die winzige Insel Rethberg.
Es gibt auch zwei sagenhafte versunkene Inseln, die große und die kleine Goldburg, in deren Nähe angeblich ein sagenhafter Goldschatz aus Zeiten Heinrich des Löwen liegen soll.
Das mit dem Gold ist eine Sage, die Inseln gab es wirklich, ich habe sie noch kennengelernt.
Die Goldburgen sind seit den 70er Jahren von der Bildfläche verschwunden, heute befinden sich dort Flachstellen von etwa 50cm Wassertiefe.
Erwähnenswert sei noch, daß die ehemaligen Inseln um 1900 noch als Weideland verpachtet waren! Die Geländeabsenkung die wohl auch durch Wellenerosion zustande kommt ist natürlichen Ursprungs.

Bevor ich mich hier weiter verplappere, zurück zum See und seinen Fischen.

Angeln auf dem Schweriner See, die Fische und ein paar Besonderheiten

Hauptfischarten im See sind Barsch, Hecht, Kleine Maräne (Coregonus albula), Aal, Brassen, Güster, Plötze (Rotauge), Rotfeder, Zander, Quappe, Ukelei (Laube), Kaulbarsch, Schleie, Karpfen und als Besonderheit der Binnenstint.

Die absoluten Zielfische hier auf dem See sind Aal, Barsch und Hecht, mit dem Zander ist das so eine Sache, seine Bestände unterliegen großen Schwankungen und bewegten sich in der Vergangenheit zwischen Massenfisch und Bedeutungslosigkeit. Die zahlreich vorhandene Kleine Maräne findet hingegen keine anglerische Beachtung, ist aber begehrte Beute der Berufsfischerei, die Fische erreichen hier überwiegend Größen um die 20 cm, selten mehr.

Wie schon erwähnt ist der See im Bodenprofil sehr faltig, es gibt also zahlreiche Barschberge, die alle einen Namen haben und den einheimischen Anglern wohl bekannt sind, geangelt wird hauptsächlich an den Kanten dieser Berge in entsprechend der Jahreszeit angepassten Tiefen, auch direkt auf dem Bergen wenn die Tiefe gerade passt.
Interessant ist die Tatsache, daß der Aal oftmals im Freiwasser geangelt wird, also nicht auf dem Grund wie es vielerorts üblich ist, bevorzugte Stellen sind dann die tiefen Bereiche mit Wassertiefen von 30 – 40 m, welche große Bereiche des Sees darstellen, die Angeltiefe ist abhängig von Jahreszeit und Temperatur welche die Tiefe der Sprungschicht beeinflußt.
Die Tiefenangaben auf dem See werden von den Anglern gern in Faden gemacht, Meterangaben sind eher unüblich, das ist recht einfach da der Maßstab dazu praktischer Weise immer dabei ist.
Ein Faden entspricht der vollen Armspanne eines Erwachsenen, was in etwa seiner Körpergröße entspricht (englischer Faden = 1,8288 m).
Beim Aalangeln wird je nach Temperatur in einer Tiefe von ca. 5 – 8 Faden gefischt, Hauptköder ist hierbei der Tauwurm, seltener der Köderfisch. Die Tageszeit ist bei dieser Freiwasserangelei über dem tiefen Wasser nicht so sehr entscheidend.
Natürlich wird in den Uferzonen und flacheren Bergen auch nachts auf Grund geangelt, in den flachen Nebenbuchten ist der Köderfisch ratsamer als der Tauwurm, da man sich viele Kleinaale erspart.

Auf Hecht und Barsch wird mit allen bekannten Methoden gefischt, jedoch wird auch manchmal der Pilker eingesetzt, da beim Barschangeln insbesondere in der kalten Jahreszeit oft in sehr großen Tiefen geangelt wird. Die verwendeten Pilker sind etwa 30 – 60 gr. schwer, als Sonderform gibt es den sogenannten Schweriner Pilker, ein kleiner 30 gr.-Pilker der matt weiß eingefärbt ist. Häufig werden auch recht respektable Hechte aus großer Tiefe damit gelandet.

Eine Besonderheit an einigen mecklenburgischen Seen ist der Binnenstint, diese kleinen Fischchen werden nur etwa 7-10 cm groß und sind so schlank, daß sie mit einer Köderfischsenke kaum gefangen werden können.
Die intensiv nach Gurke, besser gesagt nach Gurkensalat riechenden Fische haben die Eigenschaft zu bestimmten Jahreszeiten in riesigen Schwärmen an der Oberfläche zu ziehen, meist ist das der Spätsommer und der Frühherbst, also etwa Mitte August bis in den Oktober hinein.
Der Gurkengeruch ist übrigends so intensiv, daß man ihn von Boot gut wahrnehmen kann.
Diese Stinte haben es eigentlich sehr schwer, sind doch ihre Schwärme ständig von großen Möwenschwärmen begleitet, die dadurch einen guten Wegweiser darstellen.
Im Wasser haben die Stinte mit den zahlreichen Barschen zu tun, auch die Aale machen bei der Sache mit, allerdings lauern sie eine Etage tiefer auf von Möwen und Barschen angeschlagene Stinte, auch Zander finden sich manchmal ein, ebenso der Hecht, der aber eher auf die Barsche scharf ist. Sollten aus einer Netzkäfiganlage mal Regenbogenforellen in den See entwichen sein, so sind auch diese oft mitten im Getümmel, falls sie es geschafft haben sich natürlich zu ernähren.
Leider kann man aber auch Enttäuschungen erleben, so findet man manchmal zwar Möwen und Stinte, aber keine Barsche sondern eine große Schar Kormorane, die sich ebenfalls die kleinen Gurkenfische schmecken lassen.

Barsche die auf Stinte fixiert sind, sind trotz ihrer vorhandenen Masse oft viel schwieriger zu beangeln als man glaubt, das Wasser kocht zwar vor raubenden Barschen, aber sie fassen oft nur sehr zaghaft zu.
Das kommt zum Teil davon, daß sie satt sind und nur noch reflexartig jagen aber auch davon, daß sie sehr auf blasse schlanke Beute fixiert sind und stark reflektierende und viel Eigenaktion aufweisende Spinnköder eher eine abschreckende Wirkung haben.
Häufig angewandte Methode war der Heringspaternoster mit nachgeschaltetem Kleinpilker, die Methode wurde jedoch vor einigen Jahren verboten, da an der Montage zu viele Anbiss-Stellen vorhanden sind.
Ich habe die Methode nicht gern angewendet, da die Rate der Minibarsche zu hoch war, ich habe mit matten silbernen Spinnern der Größe 1 und 2 bessere Erfolge erzielt, zumindest was die Größe angeht, auch kleine Effzett-Blinker matt mit 35mm Länge gingen oftmals sehr gut. Auch Fliegenfischen mit grünlichen Streamern ist sehr erfolgreich.

Wichtig ist, daß man in so einen Schwarm nicht mit dem Boot direkt hinein fährt, das kann erhebliche Scheuchwirkung haben, lieber so fahren, daß man sich die letzten 50 m mit dem Wind an den Schwarm treiben lassen kann, leider wird man aber oft feststellen , daß die Schwärme „zerfahren“ werden, sei es von übereifrigen Anglern, die unbedingt ins Zentrum des Geschehens wollen oder von ignoranten nichtangelnden Bootsbesitzern.

Im See, insbesondere im Schweriner Aussensee gibt es recht große Hechte, die ihr Leben oftmals als sogenannte Maränenhechte führen, sie leben im Freiwasser und ziehen ständig unter den Maränenschwärmen mit, durch diese Lebensweise haben sie auch ihre Körperfärbung geändert, sie wirken heller und silbriger.
Ihnen beizukommen ist nicht so ganz einfach, da sie zum einen schlecht zu orten sind, andererseits auch sehr auf Maränen fixiert sind., was Auswirkungen auf die Köderwahl hat.
Schleppangeln wäre hier die beste Methode ist aber leider in Mecklenburg in Binnengewässern verboten, was sich aber in Kürze ändern könnte da neue Gesetze in Bearbeitung sind.

Noch ein paar Worte zum Zander, dieser Fisch ist ein sehr unsteter Geist im See.
Wie ich weiter oben schon schrieb sind die Bestände starken Schwankungen unterworfen.
In den 70er Jahren hatten die Zander im Schweriner Innensee eine wahre Blütezeit, der Bestand war wirklich gewaltig und der Fang des Tageslimits von 3 Zandern war kein Problem, manchmal war das, wenn man die Stellen gut kannte ein Werk von wenigen Minuten, die Größen der Zander waren eher Durchschnitt, kapitale Fische fand man selten. In der Zeit dieser Zanderschwemme war der Hecht im Innensee eine ganz seltene Erscheinung, auch die Barschbestände gingen zurück.
Diese Bestandsexplosion des Zanders steht meiner Meinung nach stark im Zusammenhang mit der damals sehr hohen Eutrophierung des Sees, die wohl um diese Zeit ihren Höhepunkt erreichte. Schwerin erlebte in dieser Zeit eine starke Industrieansiedlung und eine Erhöhung der Einwohnerzahl, die zu kleine alte Kläranlage, welche direkt in den See entwässerte war dem nicht gewachsen, was zu starkem Nährstoffeintrag führte, die Wassertrübung nahm zu, der Sauerstoffgehalt in der Tiefe nahm ab, es kam im Tiefenwasser zur Schwefelwasserstoffbildung.
Hecht und Barsch kamen mit diesen Bedingungen nicht so gut klar, so daß der Zander in die entstehende ökologische Nische sprang.
Die Verhältnisse änderten sich mit dem Bau und Anschluß einer neuen leistungsfähigen Kläranlage, welche auch nicht in den See entwässert schlagartig.
Heute gibt es natürlich auch noch Zander im See, manche Jahre sind die Bestände stärker in anderen schwächer, aber im ganzen gesehen muß der Bestand als schwach angesehen werden. Der benachbarte Ziegelsee besaß und besitzt einen wesentlich stabileren Zanderbestand, der aber auch nicht übertrieben groß ist.

Der Schweriner See besitzt große Weißfischbestände, insbesondere Plötzen und Brassen, teilweise sind kapitale Fische vorhanden, diese Fischarten werden sehr zu Unrecht von den einheimischen Anglern wenig geschätzt.
Sehr häufig sind große Plötzen, die uferfern die Barschbergkanten bewohnen, diese Fische werden hier oft „Sturmplötz“ genannt, die Fische haben ein Beißverhalten, daß dem Barsch recht ähnlich ist, langes Gezottel gibt es beim Biß kaum, es wird entschieden abgezogen und ein großer Tauwurm stellt für diese Fische auch kein Problem dar. Auch große Brassen sind zu fangen, man muß sie nur finden.
Früher bewohnten großwüchsige Rotfedern die Krautfelder auf dem Gipfeln der Barschberge, diese Fische sind leider recht selten geworden, jedoch vor den Schilfkanten im Ziegelsee noch zu finden.

Es gibt im See auch Karpfen, teilweise richtige U-Boote nur ist ihre Zahl sehr gering bezogen auf die große Wasserfläche, so daß man sie kaum findet, manchmal gibt es erstaunliche Einzelfänge solcher Fische in den Netzen der Berufsfischer
Bessere Chancen hat man jedoch manchmal im Frühjahr etwa in der Zeit in der auch der Aal in den flachen Randbereichen anfängt aktiv zu werden, dann kommt es recht regelmäßig zum Fang großer Karpfen im verbundenen Burgsee, welcher eine recht geringe Wassertiefe aufweist.
Auch schöne Schleien werden ganz selten an den Haken gebracht, meist in kleinen Nebengewässern(alte Tonstiche) oder an den Krautbetten vor den Scharkanten.
Teilweise treiben sich dort auch Karauschen herum, jedoch sehr selten.

Auch die Quappe kommt recht zahlreich vor, zeigt sich aber nur in der kalten Jahreszeit, auch ist die Art im See nicht sehr großwüchsig.

Der Schweriner See ist wie fast alle großen mecklenburgischen Seen von Land nur schlecht und unzureichend zu beangeln, ein Boot ist nahezu Pflicht.
Es gibt nur sehr wenige Stellen am See wo man zum Angeln geeignete Stellen findet
Große Gebiete das Sees besitzen breite Schilfgürtel, zum Teil auch an der Ostseite des Außensees so flache Uferbereiche, daß man erst nach mehreren hundert Metern die Scharkante erreicht und im Stadtbereich sind die Ufer natürlich fast überall verbaut.
Es gibt Leihboote an vielen Stellen am See, auch Motorboote.
Motorboote sind allein durch die Größe des Sees natürlich sehr von Vorteil.
Der See kann bei Wind sehr schnell recht ungemütlich werden, schon bei Windstärke 3 ist mit Faltbooten und Kajaks Vorsicht geboten.
Der gesamte See ist eine Bundeswasserstraße und auch sehr stark befahren, insbesondere natürlich im Sommer, die ausgetonnten Fahrrinnen der Berufsschiffahrt sind beim Angeln zu meiden.
Ein Echolot ist auf dem See eine wertvolle Hilfe, ersetzt aber nicht die Ortskenntnis!

Der Schweriner See und seine Nebenseen können mit der Landesangelkarte des Verbandes beangelt werden, es gibt jedoch auch Angelkarten welche von der Berufsfischerei ausgegeben werden, neben einem anderen Preis sind witzigerweise auch andere Regelungen zu beachten, so gelten für Inhaber der Angelkarte von der Berufsfischerei keinerlei Schonzeiten, für Karteninhaber der Verbandskarte sind jedoch die Schonzeiten des Verbandes zu beachten, die Wasserschutzpolizei weiß um diesen Umstand und kontrolliert in diesen Zeiten recht häufig und streng.

Als Motorbootsfahrer ist es auch wichtig sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, auf dem offenen See 25 km/h in den Kanälen 6 km/h und in Bereichen die schmaler als 200m sind 7 km/h, es wird gelasert und teuer kassiert!


Man beachte das Geschwindigkeitsschild an der Kanaleinfahrt!

Wolfgang

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