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Sep 28

Der Biber (Castor)

Ein geselliger putziger Typ ist er schon, der Meister Biber oder Bockart, Fabelhaft bezeichnet. In der Werbung beisst er einen Stock durch und schwört auf Zahnpasta. Und bei Walt Disney hat er einen Sprachfehler und pfeifft  durch seine Zähne.

Die Grösse von durchschnittlich 1,20m  spiegelt sich auch allerdings am Schadenbild wieder, was der gut bezahnte Biber auch ohne Zahnpasta hinterlässt. Locker werden Bäume mit einem Durchmesser von 40+ cm  umgenagt mit seinen scharfen Zähnen die stets nachwachsen.

Das Kampfgewicht unseres Europäischen Bibers liegt im Schnitt zwischen 16-18 Kilo. Er ist also nicht umsonst das zweitgrösste Nagetier auf der Erde. Sein wirklich dichtes Fell zählt 23.000 Haare pro Quatratzentimeter (Ich habe sie nicht gezählt!) es stehen also im Vergleich zum Menschen 600 Haare pro Quadratzentimeter gegenüber. Jene schützt er durch ein Sekret, wir würden es Imprägnierer nennen, was er aus einer Drüse holt. Umgangssprachlich nennt es sich Bibergeil.

Deswegen wurde dem Biber sogar schon zu Felle gerückt. Ja und auch sein Fleisch war begehrt, deshalb war er schon fast ausgerottet worden.
Wir reden beim Biber von vielen Haaren, doch jene vermisst man am Schwanz, der auch Kelle genannt wird. Wirkliche Ähnlichkeiten zum Küchengerät kann ich allerdings nicht finden.
Diese Kelle ist lederartig und mit Hornschuppen versehen. Die Form ist platt und sein Nutzen dient der Fettspeicherung und Schwimmsteuerung und dem Antrieb im und unter Wasser. Ich habe gelesen das er auch die Temperatur regeln soll, doch scheint mir dies nicht ausführlich genug untersucht und so teile ich die Meinung erst einmal nicht.
Wo wir beim Wasser sind, da handelt es sich um den Lebensraum unseres Meisters Bockart. Somit sind die Schwimmhäute zwischen seinen Zehen erklärt, denn im Wasser ist er schnell unterwegs, während sein Gewicht ihm das Leben an Land „schwer“ macht. Unser Biber lebt also semiaquatisch, klingt hochtrabend drückt aber nur seine Umgebung aus: Wasser, stehend oder fliessend in allen Formen.
Gefällt einer Biberfamilie ihr Wohnabschnitt, beschlagen sie gleich einmal 2-3 Kilometer Wasserfluss. Da sie mit zwei Generationen Jungtieren leben ist auch klar warum. So da wird erst einmal die Burg gebaut und froh eingezogen. So eine Burg ist schon ein kleines Meisterwerk, sie staut Wasser und wird auch als Biberdamm bezeichnet. Dieser Damm sorgt dafür das die „Burgleute“ immer unter Wasser ihre Gemächer erreichen auch bei strömungsarmen Tagen. Kommt einmal mehr Wasser zum Damm macht der Biber einfach die Schleusen auf und reguliert den Abfluss. Nicht schlecht, oder?

Die Jungen leben bis zur erneuten Vermehrung mit im Holzschloß und müssen dann den „Neuen“ weichen. Also nach zwei Jahren suchen sie sich X- Kilometerweit ein neues Revier und markieren es (mit dem Bibergeil).
„Frischer Fisch, kommt auf den Tisch“ – Wer das vermutet geht fehl. Unser Freund des scharfen Zahnes ernährt sich nur von gesundem Grün. Also Sträucher, Zweige und andere Leckereien in und ausserhalb des Wassers.


Solange der Wolf noch nicht im Vormarsch ist, hat der Biber  nur den Menschen und unartige Hunde als natürlichen Feind.
So, dies sollte ein kleiner Einblick zu einem interessanten Gewässerbewohner sein. Wenn ihr wollt könnt ihr bei uns im Forum über ihn und andere Dinge rund um das Angeln diskutieren.

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Petri Heil Dominik

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