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Jun 13

Gefleckter Schnellschwimmer

Oder Platambus maculatus (Linné, 1758)
Gehört zur Familie der Dytiscidae und erreicht eine Größe von 7-9 mm. Ich bin mir sicher, viele haben ihn schon beim baden oder angeln gesehen und sich gefragt, was macht die Luftblase da am Käfer…noch nicht gesehen?? Weiterlesen und beobachten.


 

Im Mai bis September ist dieser kleine quirllige Käfer an unseren Gewässern zu beobachten. Flott steigt er an Algenbezogenen Steinen und Wasserhalmen zur Oberfläche auf um nach den Rechten zu schauen (letzteres von mir vermutet. Spaß). Mein gefleckter Freund hat sich mit mir zum Fotoshooting unter einen treibenden Holzstück eingefunden. Er wirkt recht scheu und nicht besonders gesprächig. Ihn zu fotografieren oder gar zu fangen ist ein schwieriges Unterfangen.

Schnell verwechselt, wenn man ihn denn verwechseln möchte, ist er mit dem Gelbrandkäfer. Zugegeben, im ersten Moment und mit Wasserbewegung, wer will da etwas genaues erkennen (können oder wollen). Greift man sich dennoch  einen dieser unruhigen Gesellen wird man folgendes zum Beschreiben entdecken.

Die Halspartie wird von einem weißen Querband gezeichnet.  Ebenso sind die Flügeldecken mit gezahnter weiser Musterung versehen. Man spricht ihm auch eine Ähnlichkeit mit dem bekannten Kartoffelkäfer zu, allerdings im Kleinformat und mit etwas Fantasie.  Antreffen wird man den Käfer an all unseren üblichen Gewässern, Flüssen und Seen. Sitzend oder verharrend  auf Wasserpflanzen und Treibholz kann man ihn beobachten..Bei diesem bemerkenswerten Käfer spricht man von einen Tracheenatmer was bedeutet er holt  an der Wasseroberfläche Luft. Diese  Luft wird zwischen seinen  Deckflügeln und dem Hinterleib gespeichert, um genauer zu sein von feinen Wasserabweisenden Haaren gehalten. Praktisch gesehen,  kann der Platambus maculatus ständig unter Wasser bleiben , wegen  seiner  Plastronatmung. Durch eine kleine Luftblase am Leibesende, die dem Wasser Sauerstoff entnimmt und Kohlendioxid wieder zurück gibt. Man spricht auch von der Physikalischen Kieme.

 

 

Nahrung ist alles was unser Schnellschwimmer nur halbwegs bewerkstelligen kann, oder was ihn nicht selber tötet. Kleinere Wasserbewohner werden  hart attackiert zerlegt und vertilgt. Schützen vor Fressfeinden wird sich unser schwimmender Freund mit einem intensiven Abwehrsekret,  dem Platambin.

Ohne zu sehr in das Detail zu gehen und wissenschaftlich zu werden, gibt es nicht mehr  viel zu erzählen und zu beschreiben.

Also wenn ihr wieder einmal unterwegs seid um am Wasser zu verweilen, schaut einmal etwas  genauer hin und mit ein etwas Glück…

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Petri Heil, Dominik.

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