«

»

Feb 01

Spinnangeln auf Meerforelle und Hornhecht

Außer durch Pilken, Brandungsangeln wird dem Fisch mit der Spinnrute nachgestellt.
Zielfisch ist hier in erster Linie die Meerforelle und dann der Hornhecht.


Dänemark hat hier die Vorreiterrolle übernommen und für die Erhaltung und Verbreitung der Meerforelle ein riesiges Programm aufgelegt.
Alle Gelder die für die Meeresfischereigenehmigungen eingenommen werden, fließen hier ein.
Die Hauptangelzeit auf die Mefo`s ist die Abend –und Morgendämmerung im Herbst und Frühjahr, wenn die Mefo`s nahe dem Ufer genug Nahrung finden..
Für den Hornhecht liegt die Hauptangelzeit in der 1. Sommerhälfte.
Das Spinnangeln an der Meeresküste erfreut sich einer immer grösser werdenden Beliebtheit –gewinnt immer mehr Freunde.

auf Meerforelle

Meerforelle

Kleidung :
Da die Hauptangelzeit auf Mefo´s in der ungemütlichen Jahreszeit liegt, ist warme wind- und wasserfeste Bekleidung unbedingt notwendig.
Eine gute Wathose mit der man den Fisch an bestimmten Küstenabschnitten etliche Meter entgegen gehen kann, leistet wertvolle Dienste.

Rute:
Als Ruten kommen Spinnruten von 2,70m bis 3m Länge, mit einem Wurfgewicht von 20 -60 gr. zur Anwendung

Rolle:
Die Rolle, wie kann es auch anders sein, soll See-/Salzwasserbeständig sein und ein Fassungsvermögen von ca. 200m , 25 er Monoschnur haben.
Ebenso eine konische Spule und eine saubere Schnurverlegung – am besten Kreuzwicklung – für weite Würfe.

Schnur :
25er Mono oder eine 18er Geflochtene ist für diese Angelei 1. Wahl.

Köder:
Für die Jagd auf Mefo„s werden eingesetzt
Kunstköder – schlanke Blinker und Pilker, Küstenwobbler, Fliegen, Streamer und Wurmnachbildungen aus Gummi

Meerforellenblinker

Küstenwobbler (Spöket)

Naturköder

– Watt-/Seeringelwürmer, Krebsfleisch und Heringsfetzen in Frage.

Weiteres Gerät:
Ersatzmaterial , Kleinteile, Gerät für die Versorgung der gefangen Fische (Schlagholz, Messer), Aufbewahrungsbehälter
für den Fang , ein Maßband ö.ä. und ein Unterfang-/Watkescher.

Watkescher aus Holz -schwimmfähig


Angelmethode:

Die Angelmethoden auf Mefo mit der Spinnrute sind Blinkern/Pilken und Schleppen.
Blinkern/Pilken
Beim Blinkern und Pilken werden schlanke Mefo`-Blinker eingesetzt.
Nach dem der Blinker/ Pilker möglichst weit ausgeworfen ist, wird er eingekurbelt.
Die Einholgeschwindigkeit muss durch Ausprobieren heraus gefunden werden.
Einmal ist ein schnelles, ein anderes Mal ist ein langsames Einholen erfolgreich.
Ein Variiren der Einholgeschwindigkeit (Stop and Go) sowie ein dem Blinker vorgeschalteter Springer, bestehend
aus einer Fliege oder Streamer, kann die Erfolgschancen steigern.
Das unterschiedliche Beissverhalten der Mefo`s ist von mehreren Faktoren – wie Jahreszeit, Wassertemperatur, Wassertiefe u. s. w. abhängig.
Der Blinker/Pilker wird mittels eines Wirbels direkt an der Hauptschnur befestigt.

Schleppen
Eine weitere Methode der Mefo nachzustellen ist das Schleppen mit der Spinnrute.
Hierbei werden Naturköder oder aber auch eine Fliege oder Streamer mit einer Wasserkugel oder dem Sbirolino
an einem 2 -3m langen Vorfach ausgeworfen und dann wieder eingeholt
Bei der Verwendung einer Fliege/ Streamer ist es ratsam ca.50 cm vor dem Köder ein Bleischrot zuklemmen und beim Auswerfen die Schnur kurz
bevor sie auf dem Wasser auftrifft abzubremsen, damit das Vorfach sich streckt.
Das Einholen (schleppen) des Köders hat sehr langsam zu erfolgen.
Auch hier kann durch Variation der Einholgeschwindigkeit die Erfolgschance steigen.

Angelplätze:

Gute Angelplätze sind Flussmündungen, da die Mefo`s zu laichen in diese aufsteigen. Küstenstreifen mit Leopardengrund.

Hot Spot

Tipp:
Beim Angeln immer erst den Nahbereich befischen, da sich die Mefo`s oft im seichten Wasser auf Nahrungssuche befindet

Fehmarnangler/Oldman

auf Hornhecht

Hornhecht


Die erste 1. Sommerhälfte ist Hornhechtsaison.

Jetzt kommen die Hornhechte aus dem atlantischen Ozean an die Nord- und Ostseeküste um zu laichen. Diese pfeilschnellen Räuber
jagen nahe des Ufers kurz unter der Wasseroberfläche ihre Beute.
Schönes, windstilles Wetter und leichter Wellengang ist die beste Voraussetzung dafür diese Räuber zu erwischen.
Der Hornhecht ist ein kampfstarker Fisch und liefert einen spannenden Drill an der Spinnrute.
Zum Fang von Hornhechten benötigt man folgende Ausrüstung.

Kleidung:
Die Kleidung sollte der Jahreszeit entsprechend angepaßt sein. Eine Wind –und Wasserdichte „Regenkleidung“
sowie ein warmer Pullovers sollte im Gepäck nicht fehlen.
Wie beim Angeln auf Meerforelle leistet eine Wathose auch hier gute Dienste.

Rute:
geangelt wird auf den Hornhecht mit einer 2,70 bis 3,60 m lange Spinnrute miteinem Wurfgewicht von 20 –60 gr.
Eine gute Alternative ist eine leichte Karpfenrute.

Rolle:
Als Rolle kommt eine See-/Salzwasser beständige Rolle mit einem Fassungsvermögen von ca. 200m, 25er Monoschnur in betracht.
Obwohl der Hornhecht nahe unter Land raubt – sollte auch hier eine konische Spule mit einer sauberen Wicklungskontur (Kreuzwicklung),
für weite Würfe, Anwendung finden.

Schnur:
Die Spule sollte mit 25er Monoschnur oder 18er Geflochtene gefüllt sein.

Köder:
Als Köder für den Hornhecht eignen sich
Kunstköder – wie schlanke Blinker , kleine schlanke Wobbler, und kleine Würmernachbildungen aus „Gummi“
sowie Streamer und FliegeNaturköder – Fischfetzen (vom Lachs, Hering oder Hornhecht selbst) , kleine Watt- oder Seeringelwürmer.
Also Köder ähnlich den der Meerforelle

Weiteres Angelgerät:
Ersatzmaterial, Gerät zum Versorgen des Fisches (Messer, Schlagholz, Hakenlöser/Arterienklemme) Behälter zum Aufbewahren des Fanges,
Unterfang-/ Watkescher.

Fangmethoden:
Blinkern
Eine Fangmethode von Hornhechten ist das Blinkern. Es werden schlanke Blinker –ähnlich denen für Meerforelle – weit ausgeworfen und in der Regel schnell eingekurbelt, so dass sich der Blinker kurz unter der Wasseroberfläche befindet. Sollte kein Anbiß erfolgen so kann man durch vareieren der Einholgeschwindkeit (Stop und Go) doch noch zum Erfolg kommen.
Die Erfolgschancen können noch gesteigert werden, wenn der Haken vom Blinker gelöst und an einer Vorfachschnur ca. 4cm vom eigentlichen Blinker entfernt wieder befestigt wird.
Der Haken befindet sich somit 4cm hinter dem Blinker. Diesen Haken kann man dann noch mit einem Naturköder bestücken oder ein rotes Wollbüschel daran befestigen.
Der Wollbüschel vermindert Fischverluste, weil sich die kleinen Zähne des Hornhechtes darin verfangen.
Wenn möglich sollte der Drilling durch einen Einzelhaken ersetzt werden. Bei einem Drilling besteht die Gefahr, dass bei einem harten Drill der Schnabel des Hornhechtes abbricht und dann der Fisch verludert/verhungert.
Anstelle des Blinkers kann auch ein kleiner, schlanker, flachlaufender Wobbler verwendet werden.

Schleppen
Hier werden Naturköder oder Köderimitate an einem 1- 2m langen Vorfach mit der Wasserkugel, einer schlanken Weitwurfpose
oder dem Spirolino ausgeworfen und im Gegenteil zum Blinker langsam herangezupft/geschleppt.
Erfolgt ein Biss so ist mit leichter Verzögerung anzuschlagen.

Fangplätze
Hornhechte können im 1. Sommerhalbjahr fast an der gesamten Nord-/Ostseeküste gefangen werden.
Ein wahres Hornhechteldorado soll in Deutschland die Insel Fehmarn sein.

Fehmarn Angler/Oldman

Schreibe einen Kommentar

Zur Werkzeugleiste springen