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Feb 12

Teil 2 – Brandungsangeln und was dazu gehört


Angelgerät und Zubehör

An das Gerät zum Brandungsangeln werden erhöhte Anforderungen gestellt.In diesem Teil wird das Gerät vorgestellt, welches unbedingt erforderlich ist und worauf beim Kauf zu achten ist.

Copyright: Einige der Bilder in diesem Bericht wurden mit freundlicherGenehmigung dem Askari Online Shop entnommen. Danke dafür.

Teil 3

Brandungsruten

Es kommen Brandungsruten in der Länge von 3,60 -4,50 m zum Einsatz. Beim Kauf einer Brandungsrute sollte man die eigene Körpergröße, Statur und natürlich die im Umgang mit der Rute vorhandenen Fertigkeiten zu Grunde legen. Brandungsruten gibt es in vielen Preislagen., auch für den schmalen Geldbeutel ist was brauchbares dabei. Die für den Bau verwendeten Materialien reichen je nach Preisklasse von Glasfaser über Glas-/Kohlefasercomposit (Mischung) bis hin zur High End Kohlefaserrute Das Standartwurfgewicht so einer Brandungsrute liegt von  bis  250 Gramm.

Es  gibt Brandungsruten als Tele-und Steckrute.

Steckrute

Die Steckruten werden von den meisten Brandungsanglern aufgrund ihrer höheren Belastbarkeit, Aktion und des geringeren Pflegeaufwands  bevorzugt.

Telerute

Für die Telerute spricht eigentlich nur ihre kurze Transportlänge. Der Pflegeaufwand ist erheblich höher. Sie müssen nach jedem Gebrauch ordentlich durchgespült werden. Schnell haben sich Sandkörner  zwischen die Passstücke der einzelnen Teleteile gesetzt und verkeilen diese Teile derart, dass diese nur mit erheblichem Kraftaufwand wieder zusammen geschoben werden können.

Rollen:

Als Rollen kommen Meer-/Salzwasserresistente Rollen zum Einsatz. Diese Rollen kommen meistens im Gegensatz zu den Spinnrollen mit nur 3 bis 4  versiegelten Edelstahlkugellagern aus. Die Übersetzung liegt zwischen 1 zu 4 oder 5. Also eine Kurbelumdrehung sind gleich 4 bis 5 Spulenrotorumdrehungen. Diese Rollen sollen eine ausreichend lange und kräftige Kurbel besitzen, damit die erforderliche Kraft über das Getriebe  auch zum Einsatz gebracht werden kann. Das Getriebe sollte so ausgelegt sein, das eine Kreuzverlegung der Schnur auf der Spule erfolgt Hier gibt es verschiedene Techniken. Eine davon ist die Wormschafttechnik. Durch die Kreuzverlegung schneiden die einzelnen Klänge(Windungen) sich nicht in die bereits aufgespulte Schnur ein. Die Spule, eine Weitwurfspule,  sollte ein Schnurfassungsvermögen von 200 m 40er Mono und einen großen, konisch zulaufend Spulendurchmesser haben. Die Kreuzverlegung und die große konische  Weitwurfspule, lassen die Schnur leicht  von dieser ablaufen.Als Bremse ist die Kopfbremse zu bevorzugen weil  in der Spule größere Bremsscheiben eingebaut werden können.

Schnur

Als Hauptschnur hat man die Wahl zwischen Mono Schnur, geflochtener Schnur oder einer speziellen Brandungsschnur ( Keulenschnur)

Die Monoschnur

Bei der Monoschnur sollte es sich aufgrund  der höheren Belastbarkeit um eine Qualitätsschnur  mit einen Durchmesser von 0,25 mm bis 0,30 mm handeln. Eine „Soft“, weiche Ausführung ist von Vorteil, läuft sie doch besser von der Spule und ermöglicht so weitere Würfe. Der Monoschnur wird eine  Mono -Schlagschnur vorgeschaltet.

Geflochtene Schnur

Eine geflochtene Schnur sollte einen Durchmesser von 0,10 mm nicht unter- und 0,16 mm nicht überschreiten. Bei Kauf einer geflochtenen Schnur ist darauf zu achten, das sie eng /rund geflochten ist. Dadurch nimmt sie weniger Wasser auf. Aufgrund des geringeren Durchmesser und Geschmeidigkeit geht sie  noch leichter von der Spule und ermöglicht so noch weitere Würfe. Ob- wohl sie trotz geringerem Durchmesser eine höhere Tragkraft als die Monoschnur besitzt wirdauch hier eine Schlagschnur vorgeschaltet, weil die Mono – Schlagschnur Abrieb-und schnittfester ist. Dieses ist besonders wichtig, wenn  z.B. an Muschelbänken oder an Stellen mit scharfkantigemGestein geangelt wird.

Brandungsschnur (Keulenschnur)

Die Brandungsschnur ist eine Monoschnur welche sich z.B. von 0,28mm  auf den letzten 20 m auf 0,60mm verdickt.  Eine Schlagschnur ist hier nicht erforderlich, sie ist hier quasi eingearbeitet. Es  gibt keinen  Knoten,  welcher  zwei vom Durchmesser unterschiedliche Schnüre verbindet. Dadurch gleitet die Schnur ungehemmt  durch die Ringe. Eine weitere  Besonderheit der Brandungsschnur ist die alle 25 m andere Einfärbung. Durch die so gekennzeichneten Abschnitte kann man leicht ausrechnen wie weit man geworfen hat.

Schlagschnur:

Die Länge der Schlagschnur, so eine Faustformel, sollte die doppelte Rutenlänge betragen. Die Hauptaufgabe dieser Schnur ist es, die beim Auswerfen auftretenden hohen Fliehkräfte auf zu fangen, zugleich ist sie eine Sollbruchstelle  bei einem evtl. Hänger. Die Schlagschnur ist eine  Mono –oder Hartmonoschnur von 0,40 -0.60 mm Durchmesser, welche der eigentlichen Hauptschnur mittels eines Blut- Albright -oder den doppelten Uni Knoten vorgeschaltet wird. Diese Knoten haben sich beim zusammenbinden von Schnur unterschiedlichen Durchmessers bewährt.

Link

Schlagschnur gibt es  im Fachhandel auf   50 m Spulen in verschiedenen Durchmesser auf

das Vorfach

Das Vorfach besteht aus einer 1,5m bis 2m langen Hauptschnur. Der Durchmesser ist gleich der Schlagschnur. An den Enden wurden Wirbel mit Karabiner oder Ösen zum Befestigen an der Schlagschnur und des Wurfgewichtes  (Bleies)  angebracht.Mehr über Wirbel gibt es hier (Link)

An dieser Hauptschnur sind dann im Abstand vom ca.60 cm  2 Anbißstellen (Haken) an Seitenarme, sogenannte Mundschnüre befestigt. Es gibt Vorfächer in einfacher Ausführung  oder mit vor dem Haken angebrachten Auftriebs-/Lockperlen, um den Köder über Grund zuhalten bzw. um eine Lockwirkung zu erzielen. Fertige Vorfächer der verschiedensten Art sind preisgünstig im Fachhandel zu erwerben. Spezialisten stellen ihre Vorfächer selbst her und bestücken die Seiten arme mit„Perlen , Auftriebskörper  unterschiedlichster Farben und Größen bis hin zu kleinen Spinnerblättern, inder Hoffnung damit besser zu fangen.

Bleie:

Beim Brandungsangeln werden Bleie der unterschiedlichsten Formen
von– 200gr verwendet, Das verwendete Gewicht und die Form des Bleies richtet sich nach der Stärke der Brandung damit dieses nicht so schnell abgetrieben oder an das Ufer gespült werden können .

Hier ein paar Beispiele

Birnenbleie

Birnenbleie  können aufgrund ihrer runden Form von der Strömung leicht abgetrieben werden. Als Vorteil könnte man sehen, dass durch dieses Abtreiben eine große Fläche nach Fisch abgesucht wird.

Flach- /Ring-/Tellerbleie


Flach-, Ring–oder Tellerbleie legen sich flach auf den Grund und saugen sich regelrecht dort fest und können deshalb nicht so leicht von der Strömung/Brandung abgetrieben, ans Ufer gespült werden.

Krallenbleie

Bei sehr starker Brandung kommen dann so genannte Krallenbleie zum Einsatz. Das sind Birnenbleie mit klappbar angebrachten Stahldrähten. Durch Straffen der  Schnur krallen diese  sich in den Grund fest.  Gelöst werden  diese Bleie durch richtig starkes Ziehen  mit der Rute. Dadurch klappen die Stahldrähte nach hinten und geben das Blei frei. Vor einem erneutem Auswerfen sind die Drähte erst wieder in ihre Ausgangsform zurück geklappt werden.

Rutenhalter:

Dreibeinrutenhalter

Stabile, standsichere, teleskopierbare Dreibeinrutenhalter sind beim Brandungsangeln Standard.  Diese Rutenhalter sind universell –beim Brandungs-/ Flussangeln, auf geraden oder unebenen Untergrund, einsetzbar. Durch ein zusätzliches Gewicht,  z.B. einen Sandsack, welcher an einem Haken unterhalb der Rutenauflage gehängt wird, kann die Standsicherheit bei starkem Wind,  noch erhöht werden. Die Rutenauflage ist in der Regel für 2 Ruten ausgelegt. Eine Netz zwischen den drei Beinen dient als Ablage für Kleinmaterial.

Einzelrutenhalter

Außer vorgenannten Dreibeinrutenhalter kommen noch Einzelrutenhalter zum Einsatz. Einzelrutenhalter können nur an Sandstränden richtig eingesetzt werden, bei kiesigem Untergrund ist es fast unmöglich bzw. nur mit erheblichem Kraftaufwand möglich, diese in den Boden zu treiben. Hier solch ein Einzelrutenhalter Marke Eigenbau,  der durch ein Rundeisen quer durch den Rutenhalter gesteckt, durch das eigene Körpergewicht in den Boden gedrückt werden.Sie haben den Vorteil, dass  man an 2  auseinander liegenden  Stellen angeln kann. z.B. an Buhnen.  Ein weiterer Vorteil ist, dass bei starker Drift, durch den größeren Abstand, sich die Schnüre nicht ins Gehege kommen, sich vertoddern.

Bißanzeiger:

Bißanzeiger zeigen in der Dunkelheit akustisch und optisch an, dass ein Biss erfolgte. Als Bißanzeiger haben sich Aalglocken mit einem Knicklicht oder einer Mini LED kombiniert, aufgrund ihrer einfachen Handhabung, durchgesetzt.

Mittlerweile gibt es  im Fachhandel   E.-Bißanzeiger unterschiedlichster Art, welche am Rutenblank  befestigt werden.

Beleuchtung:

Brandungsangeln ist Nachtangeln, da ist eine ausreichende Beleuchtung ein unbedingtes Muss. Vom Lagerfeuer über Petroleumlampen, Gaskartuschenlampe, universal Akkuscheinwerfer, Kopf-/ Stirnlampe  bis hin DOTs kommen hier zum Einsatz.

Akkuscheinwerfer


Der Akkuscheinwerfer ist eine universelle Angelplatzbeleuchtung Er  ist wieder aufladbar und kann als Suchscheinwerfer oder als „Lampe“ eingesetzt werden. Leuchtdauer – eine Nacht als Lampe.

Kopf-/Stirnlampe

Eine Kopf- /Stirnlampe muss einfach sein. Beim Beködern, suchen in der Angelkiste  u. s .w. ist sie unersetzlich;  hat man doch die Hände frei und immer Licht dort wo man es braucht. Es gibt diese Lampen mit einer oder  auch mehreren LED. Lampen mit mehreren LED  können oft in Stufen, je nach Lichtbedarf, geschaltet werden. Selbst mit Rotlicht für die Wurmsuche  sind einige Modelle ausgestattet. Durch die Verwendung von LED als Leuchtmittel beträgt die Leuchtdauer mehrere Angelnächte.

DOT`s


Solche DOT `s (LED –Lampen) gibt es  oft in den Baumärkten oder Möbelhäusern schon für wenig Geld. Durch den an der Rückseite befindlichen Magneten oder mittels Klettband sind sie schnell dort befestigt wo man Licht benötigt. DOT benötigen ebenfalls nur wenig Strom, so das ihre Leuchtdauer mehrere Nächte beträgt.

Weiteres nützliches Gerät: Sitzgelegenheit, Kühlbox, Fischbetäuber, Messer zum Versorgen der gefangenen Fisches, Hakenlöser-/Arterienklemme, Spitzzange zum lösen des Hakens, Wurmnadel zum Beködern der Haken, Eimer, Lappen/Handtücher sowie ein Behältnis mit Klein- und Ersatzmaterial. Zu diesen Geräten ist wohl nicht viel zu sagen, sie sind eigentlich beim jeder Angelei immer dabei. Die Wurmnadel zum Beködern möchte doch noch einmal hervorheben. Mehr darüber und über ihre Anwendung kann hier nachgelesen werden.

Link:

Transport

Wie man sieht und liest, muss allerhand  Gerät zum Strand gebracht werden. Entweder schleppt man selbst, mietet sich einen Sherpa (Träger) oder legt sich solch einen Transportkarre, Wagen oder Trolli zu.

Beim Kauf ist auf eine robuste Ausführung zu achten. Das Transportgefährt sollte für den besseren Transport im Auto zusammen klappbar sein. Große, Breite Gummireifen verhindern ein Einsinken im Sand und erleichtern den Weg zum Angelplatz erheblich.

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Oldman

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