«

»

Feb 19

Teil 3 – Brandungsangeln und was dazu gehört


Köder und Montagen

Nach dem in Teil 1 und 2  Bekleidung und Gerät vorgestellt wurde, nähern wir uns jetzt so langsam dem Angeln. Bevor es los geht stellt sich die Frage, mit welchen Ködern und welchen Montagen  wird eigentlich geangelt.

Copyright: Für Skizzen und Köder liegt die Genehmigung vor. Danke hierfür an die Angelkollegen Elbangler und Carsten.

Teil 4


Köder

Wattwurm

-der Wattwurm ist wohl der  meist benutzte Köder bei der Brandungsangelei. Diese kann man mühsam selber sammeln oder im Angelfachgeschäft erwerben.

Seeringelwurm

– der Seeringelwurm, ein recht borstiger Geselle, ist die 2. Wahl nach dem Wattwurm. Für eine Beschaffung gilt das Gleiche wie beim Wattwurm.

Anmerkung

Für eine Nacht benötigt man ca. 60 – 100  Wattwürmer oder Seeringelwürmer, welche sich im feuchten Zeitungspapier eingewickelt oder im Eimer mit etwas Sand und Salzwasser ohne Probleme ein bis zwei Tage/ Nächte halten. Wie Watt-und Seeringelwurm auf den Haken gebracht werden ist  im Link  Teil2, Wurmnadel wie anwenden zu sehen. Wer mehr über Watt-und Seeringelwurm wissen möchte, kann  hier nach lesen.

Link:

Fischfetzen

Aus einem Köderfisch oder einem Fisch von der Fischtheke werden ca. 5 cm lange und ca. 2 cm breite Streifen geschnitten. Der Fischfetzen wird wie auf der Skizze zu sehen doppelt auf den Haken gezogen. So hält er auch bei kräftigen Würfen sicher am Haken.

Krabben/Garnelen/Krebsfleisch

Neben vorgenannten Ködern finden auch diese Krustentiere als Köder, gepuhlt oder mit Schale, zum Einsatz. Erhältlich sind diese Tierchen in jedem guten Fischgeschäft. Diese Köder werden einfach, von der Spitze her auf den Haken gezogen.

Montagen

Im 2. Teil habe ich schon einige Vorfächer abgebildet. Nachfolgend werden 3 der meist verwendeten Montagen und ihre Anwendung gezeigt. Für das Grundangeln vom Strand (Brandungsangeln) gibt es viele Montagen. Fragt man jedoch eingefleischte Angler, so bevorzugen sie meist  die einfachen Montagen. Im Handel findet man diese preiswert als Fertigmontagen mit 2 Anbißstellen, bestückt  mit Lock-und Auftriebskörpern.

Hier  die 3  meist verwendeten Montagen

Einfache Grundmontage

Beide beköderte Haken liegen dann auf Grund auf.  Das Blei ist fest am Schnurende befestigt.

Einfache Grundmontage – auftreibend

Bei überwiegend sandigem Grund kann man einfache Lockperlen verwenden. Auf dem Bild sieht man jedoch einen Mischgrund, sogenannter Leopardengrund mit Steinen, Seegras u. s.w.Erinnert die Farbgebung doch stark an das Fell eines Leoparden.Hier halten sich eher Dorsch und Co. auf,  so dass es zweckmäßiger ist, die Haken auftreiben zu lassen. Dazu verwendet man auftreibende Lockperlen. Neon-rot / -gelb-/gelbrot sind die am meisten verwendeten  Farben. Aber auch helle Perlen mit Flecken, die Nachtleuchtend sind, (mit der Taschenlampe vor dem Wurf anstrahlen) sind besonders in der Dunkelheit empfehlenswert.
Montage mit Zwischenvorfach

Für den Plattfischfang, bei den die Köder eigentlich am Grund liegen, eignen sich Perlmuttperlen oder andere, stark glänzende/reflektieren Perlen. Bei Untergründen mit viel Sand, einzelnen Gräsern/Steinen/Muscheln etc., wo sich hauptsächlich Plattfische aufhalten, aber auch Dorsche und Meerforellen auf Jagd gehen, kann man die Grundmontage kombinieren. Der obere Haken wird mit Auftriebsperlen in die Höhe gebracht, der untere Haken liegt mit glitzernden Lockperlen am Grund.Hier zu sehen an einer Montage bei dem das Blei nicht am Ende des Vorfaches. sondern zwischen den  beiden Anbißstellen, als Laufblei an einem Wirbel, an einem sogenannten Zwischenvorfach angebracht ist.

Liftmontage

Eine 3. Montage ist die „Liftmontage“ sie ähnelt der Montage mit dem Zwischenvorfach. Bei dieser Montage werden an den Enden des Zwischenvorfaches  beide Anbißstellen befestigt. Das Zwischenvorfach ist beweglich an Hauptschnur befestigt, läuft durch eine Öse des Wirbels an der Hauptschnur. Das Blei ist ebenfalls beweglich direkt oder mittels eines Karabinerwirbels auf einer Seite des Vorfaches befestigt.

Die Skizze zeigt noch einmal die  Montagen/Vorfächer im Detail

Allgemeines

Die Mundschnüre/Seitenarme können auf verschiedene Arten an der Vorfachschnur befestigt sein. Direkt an der Vorfachschnur geknotet. Bei dieser Art der Befestigung  werden oft Abstandshalter mit auf die Vorfachschnur  gezogen  um Todder zu  vermeiden.

oder  an einem Kreuzwirbel mit und ohne Karabiner befestigt, welche in die Vorfachschnur eingeknotet werden. Bei Kreuzwirbel mit Karabiner können die Haken schnell ausgewechselt werden. Damit sich die Seitenarme nicht vertoddern, werden die beköderten Hakenoft in sogenannte Weitwurfclips  (1) oder in einem Impact-Shield  (2) eingehängt. Die Mundschnüre mit Köder liegen dann Parallel zur Vorfachschnur  und bieten damit  weniger Luftwiderstand, die Köder halten besser am Haken und es kann deshalb kräftiger und somit weiter  geworfen werden. Kann bei allen Befestigungsarten verwendet werden.

ao-banner1

Oldman

Schreibe einen Kommentar

Zur Werkzeugleiste springen