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Jan 13

Laufposenmontage

Die Durchlaufmontage beim Posenangeln. Diese Art der Montagekommt zum Einsatz, wenn die Tiefe des Wassers am Angelplatz größer ist, als die Länge der Rute.

Sonst ist der festen Montage der Pose der Vorzug zu geben.
Man kann sie auf jeden gewünschten Zielfisch anpassen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Schnur die Pose, wie im Bild gezeigt, nur an der Öse am Fuß, durch außenliegende Ösen, oder in einem Schnurführungsröhrchen im Inneren geführt wird. Das Prinzip des Aufbaues ist immer das Gleiche.

Zuerst wird der Stopper für die Pose auf der Schnur angebracht. Hier empfiehlt es sich den Stopperknoten zu erlernen und ihn aus dickerem Garn, oder einen feinen monofilen Schnur selbst zu binden. Die im Handel angebotenen Gummistopper erfüllen ihre Aufgabe nur unzuverlässig. Sie sind teurer, als Garn, verrutschen gerne, werden bei längerer Lagerung spröde und sie hemmen den Wurf in den Rutenringen. Je weiter man den Stopper an der Hauptschnur nach oben schiebt, desto tiefer hängt der Haken im Wasser. Durch schrittweises Verschieben kann man die richtige Angeltiefe finden.
Ggf. kann es notwendig sein, dass man eine zusätzliche Stopperperle verwenden muss, wenn der Schnurdurchlauf der Pose größer ist, als der Knoten. Die Perle wird dementsprechend als nächstes Bauteil der Montage auf die Schnur gezogen. Nun folgt die Pose.

Bei größeren Tragkräften der Pose sollte nun ein kompaktes (z.B. Torpillenblei, oder Tropfenblei) mit 2/3 der Tragkraft folgen. Jetzt erst folgt der Karabinerwirbel, der in etwa die Tragkraft der Schnur haben sollte. Keinesfalls geringer! Man kann aber durchaus nur einen Tönnchenwirbel benützen, oder die Hauptschnur und das Vorfach mit einer Schlaufenverbindung verbinden. Je nach Gewicht der Montage nimmt man immer die leichteste Verbindung, die eine sichere(!) Verbindung gewährleistet.

Der Rest der Bebleiung kommt nun in Form von Bleischroten an das Vorfach. Von oben nach unten in kleiner werdenden Schroten und in einem zunehmenden Abstand.
Das letzte Schrot vor dem Haken ist sehr wichtig für eine präzise Bissanzeige. Je näher es am Haken sitzt, desto deutlicher ist die Anzeige an der Pose.

Bei vorbebleiten Posen wird die Tragkraft z.B. so angegeben: 4+3
Das heißt, die Pose ist bereits mit 4 gr. beschwert. Es müssen also noch 3 gr. zusätzlich an der Schnur befestigt werden, damit sie richtig steht.

Kommen die Bisse schnell und blitzartig, so dass man sie nicht anschlagen kann, dann muss dieses letzte Blei weiter vom Haken entfernt angebracht werden. Fressen einem die Fische den Köder ab, ohne dass es zu einer Bissanzeige kommt, dann muss es näher zu Haken.

Tipp gegen Verwicklungen beim Wurf:
Hängt die Montage vor dem Wurf an der Rute nach unten, dann muss der Abstand des ersten Bleies zur Pose größer sein, als die Pose lang ist. Das bedeutet, dass man ggf. unter der Pose auch noch einen zusätzlichen Stopper anbringen muss, damit dieser Abstand eingehalten werden kann.

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