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Sep 19

Produktvorstellung: Buchrezension „Das Uli Beyer Raubfischbuch“

Allgemeine Beschreibung:
Vorliegend habe ich eine Buchausführung als „Hardcover“ mit Farbaufnahmen auf der Front- und Backseite.
Das Buch umfasst 159 Seiten mit 125 Farbfotos und 12 Illustrationen und enthält eine Empfehlung der Anglerzeitschrift „Blinker“.
Highlights die der Autor setzen will werden gezielt und gesteuert optisch hervorgehoben.

Gliederung:
Inhaltlich erfolgt folgende Gliederung:
1. Vom Raubfisch gefangen ( 4 Seiten )
Persönliche Vorstellung des Autors, Werdegang, Ziele, Motivation.
2. Hecht ( 67 Seiten )
Saisonale Besonderheiten, gewässerspezifische Parameter, Klimafaktoren, Strömung, Temperatur, Köder, Techniken, Köderführung, Beispiele.
3. Zander ( 57 Seiten)
Saisonale Besonderheiten, gewässerspezifische Parameter, Klimafaktoren, Strömung, Temperatur, Top-Köder, Techniken, Köderführung, Beispiele, Köderherstellung.
4. Barsch ( 6 Seiten )
Saisonale Besonderheiten, Köder, Techniken, Material, Besonderheiten.
5. Wels ( 7 Seiten )
Spinnangeln, Material, Besonderheiten.
6. Service
– Nachwort
– Buchempfehlungen
– Postadressen (DAV etc.)
– Internetadressen
– Register / Glossar

Inhalt:
Vom Raubfisch gefangen:
In der 4-seitigen Vorstellung erklärt der Autor seinen „Werdegang“ zum professionellen Sportfischer und Raubfischangler.
Die Ursprünge der Leidenschaft in der Jugend, die Investition von Freizeit und Vernachlässigung anderer Pflichten und die Anforderungen der Gesellschaft und des Elternhauses an sein Aufwachsen und eine „bürgerliche“ Karriere.
Sehr ehrlich und transparent wird hier vom Autor geschildert und auch glaubhaft gemacht, dass auch ihm die Fische nicht automatisch an die Rute springen.
Spannende erste Schritte, eine konzentrierte weitere Verfolgung des Angler-Hobbys führten ihn dann durch Investition von Zeit und Geld auf die gewerbliche Seite des (Sport-)Fischens.
Ganz klar und ehrlich stellt er dar, dass es auch für ihn, noch heute „Schneidertage“ gibt und somit keine Fanggarantie, Profi hin oder her.

Hauptteil:
Der Hecht. Unübersehbar das umfangreichste Kapitel des Buches was natürlich den Schluss zulässt, dass hier die Vorlieben des Autors liegen und er entsprechend seine Konzentration darauf legt.
Mehrere Seiten dieses Kapitel haben jedoch eine allgemeine Gültigkeit in Sachen Anglerei, informieren über Gewässerkunde, Wetter und Wettereinflüsse, Strömungen, Umwälzungen und Einfluss von Wind und Isobaren. Dies alles Dinge die eine gewisse Allgemeingültigkeit bei der Raubfischjagd haben.
Behandelt werden sehr detailliert und verständlich die Besonderheiten beim Hechtfang. Wassertiefen-, färbung, Köderwahl und Führungstechniken.
Dies wird hier den biologischen und natürlichen Verhaltensweisen des Esox gegenüber gestellt und eine schlussendlich nachvollziehbare Argumentationskette erklärt den Weg zum Erfolg.
Ganz klassisch trifft er dann in diesem Kapitel die Unterscheidung der diversen Gewässertypen (See, Fluss, Hafen, Bodden) und das entsprechende taktische Vorgehen bei der Standortwahl.
Folgerichtig und logisch konsequent erfolgt dann der Wechsel zum Thema „Köder“ und „Köderführung“. Hier handelt er sehr souverän alle gängigen Ködertypen und Führungstechniken ab.
Untermalt wird dieses Kapitel mit diversen Fangberichten die den Autor mit Hechtfängen im kapitalen Bereich zeigen.
Wie erwähnt werden Wind, Strömungs- und Temperaturgegebenheiten und Einflüsse illustriert, professionell und verständlich behandelt.
In ähnlicher Weise geht es auch die Praktiken und Besonderheiten des Angelns auf Zander an. Meinungen und Erfahrungen zu Stehplätzen und die verschiedenen Taktiken des erfolgreichen Angelns. Auch hier benennt er die, seiner Meinung nach, Topköder und beschreibt darüberhinaus den Eigenbau von Gummiködern.
Weitere Raubfische die Erwähnung finden sind Barsch und Wels. Beiden zusammen werden auf 15 Seiten vorgestellt. Hier nur die wichtigsten und elementaren Punkte zu Standplätzen, Techniken und Köder. Besonderheit ist mit Sicherheit das beschriebene Spinnfischen auf Wels.

Endteil
Zum Ende des Werkes wird weitere Literatur rund um das Fischen vorgestellt, sowie diverse Internetadressen.
Ein Register bildet dann de Abschluss.

Beurteilung:
Bereits anhand der Schwerpunktbildung auf Hecht und Zander ist unschwer die Vorliebe de Autors für diese Fische zu erkennen. Einzig Barsch und Wels finden als Raubfisch noch eine (kurze) Erwähnung. Forelle, Aal und weitere Vertreter der Spezies sind nicht beschrieben.

Sein Vorgehen in den Kapiteln Hecht und Zander ist zwar zuweilen etwas unorthodox und erfordert mehrmaliges blättern, jedoch finden wir hier qualitativ wertvolle Tipps und Tricks.

Sehr detailliert und bildlich vorstellbar wird aufgezeigt wo man wann den Hecht findet und vor allem auch WARUM. Desgleichen für den Zanderbereich.
Auch die Köderwahl und die einflussnehmenden Faktoren wie Wind, Strömung, Wassertrübung etc. werden beschrieben ob ihres Einflusses auf die Köderwahl. Auch hier spürt man den Profi der in Umfang und Wortwahl jedoch den Ton trifft den man leicht versteht und verständliche Erklärungen zulässt.
Illustrationen die das Geschriebene verstärken sind graphisch äußerst professionell und erfüllen in vollstem Umfang ihren erklärenden Zweck.
Parallel dazu werden 125 Fotos in die Texte eingebaut, die zum Großteil den Autor mit seinem Fang ablichten. Die Fänge sind ausschließlich sehr kapitale Exemplare wie sie von sehr vielen Anglern wohl niemals gesichtet oder gar gefangen werden dürften.
Der Bereich Barsch ist zwar sehr kurz gefasst, enthält jedoch auch sehr wertvolle Informationen über das wie, wo und womit um dem Stachelritter nachzustellen. „Insider Tipps“, sein Lieblingsköder, sowie ein Fangbild mit kapitalem Barsch runden auch dieses Thema ab.
Als Abschluss des Hautteils wird ebenfalls sehr knapp das Spinnangeln auf Wels beschrieben. Diese Seiten sind sehr nett zu lesen, ähnlich eines Urlaubberichtes aus Spanien oder einer Erzählung von einem lokalen Angeltrip. Wertvolle Informationen sind hier Mangelware, für den sehr erfahrenen Angler schlichtweg nicht vorhanden.

Fazit:
Für „Das Uli Beyer Raubfischbuch“, kann ich mit bestem Gewissen und nachhaltig eine Kaufempfehlung aussprechen.
Die Inhalte sind für den Einsteiger in die Raubfischangelei aus meiner Sicht sogar essentiell, für den etwas fortgeschritteneren sehr informativ und geeignet um die eine oder andere Lücke zu füllen, für den Profi kurzweilig, ansprechend und nett zu lesen.
Es kann sehr lange als Nachschlagewerk eingesetzt werden und unterstützt den Angler in allen Fragen und Bereichen rund um das Hecht. und Zanderangeln.
Das Wort „Raubfisch“ im Titel ist weniger angebracht, da wie bereits beschrieben die Schwerpunkte ganz klar ausgeprägt und auf die 2 Fischarten konzentriert sind.

Titel: Das Uli Beyer Raubfischbuch
ISBN: 978-3-440-10510-8
Unverbindliche Preisempfehlung: 24,90 €
Erschienen: Franckh Kosmos Verlags GmbH & Co. KG, Stuttgart

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