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Sep 19

Produktvorstellung: Der Bulldwag – ein Köderportrait

Mit diesem Köder kann man alles machen! Man kann ihn jerken, schleppen, jiggen, twistern, cranken (gleichmäßig einholen), vertikal fischen und und und! Gemeint ist der bulldawg der US-Firma Musky Innovation.
Ein bisschen komisch sieht er ja schon aus…. mit dem langen Schwanz, den komischen Augen und der gesamten Form…

Und schwer ist er! Mit einer normalen Spinnrute wird man ihn wohl auf keinen Fall gut werfen können. Optimal ist eine Jerkrute, damit kann man ihn sogar erfolgreich wie einen Holzköder richtig jerken.
Da tut sich gleich schon die nächste Frage auf. Dieser Köder ist ja riesig! Kriegt den ein Hecht überhaupt noch runter?

Und ob, selbst die größte Version (über 30 cm!) wird von kleinen Hechtlein noch problemlos attackiert. Die größeren Modelle sind zum werfen aber zu schwer und unförmig; sie eignen sich eher zum Schleppen. Aber auch dort spielt der bulldawg seine Stärken voll aus.

Wie schon gesagt, eignet sich als Rute am besten eine Jerkbait-Rute. Mit dieser kann man ihn variantenreich führen und bekommt jeden Anschlag garantiert durch. Außerdem eignet sie sich sehr gut zum vertical jigging auf Hecht. Auf die Rute kommt natürlich eine Multirolle, bespult mit starker geflochtener Schnur.

Ruckendes Führen nach Art des Jerkens eignet sich besonders, wenn man die kleineren Versionen des bulldawg dicht über einem Krautfeld anbietet. Denn man kann mit der Rutenschlagfrequenz und Stärke gut bestimmen, wie tief er laufen soll. So verhindert man wirkungsvoll, dass er nur „Krautfische“fängt.

Am besten arbeitet das Weichplastik-Monster bei langsamer Führung.

Bei richtiger Führung gleitet das Gummitier sogar richtig nach unten oder bricht zur Seite aus! Richtig Spannung bringt es dann, wenn sich ein dunkler Schatten schnell aus dem Kraut löst, rasant nach oben stößt, plötzlich den Köder wild attackiert und dabei die Wasseroberfläche durchbricht. Das ist Spinnfischen auf Hecht mit dem bulldawg!

Eigentlich ganz einfach ist das Vertikal-Fischen vom Boot. Mit einer kräftigen Rute (optimal ist eine Jerkrute) wird der Köder über den Grund gezupft. Eine super Taktik vor allem in tiefen Gewässern, wenn die Hechte vereinzelt an den tiefsten Punkten stehen. Die Bisse sind oft so heftig, dass es einem beinahe die Rute aus der Hand reißt!

Falls es doch ein wenig flacher ist oder man nicht direkt an die vermuteten Hecht-Standplätze kommt, empfiehlt es sich, den bulldawg wie einen anderen Gummiköder auch zu führen. Das geht sowohl im Mittelwasser als auch am Grund – eben immer da, wo die Hechte stehen. Falls man das nicht so genau weiß, sucht man einfach mit diesem echt genialen Köder die verschiedenen Wasserschichten ab.

Mit dem bulldawg zu schleppen geht auch ausgezeichnet. Selbst bei regelmäßiger Fahrt gleitet er manchmal zur Seite aus. Noch besser ist es aber, wenn man die Rute in der Hand hält und an dieser in unregelmäßigen Abständen ruckt. Auch kurze Fahrtpausen mit dem Boot können den lang ersehnten Hecht bringen.

Die Produkttester der Entwicklerfirma haben sich eine Technik ausgedacht, die besonders gut, wenn es dunkel ist, klappen soll. Ich habe das überprüft und es stimmt. Man wirft die gleichen Stellen an, wo man auch am Tage Hechte vermutet. Ganz, ganz langsam, aber stetig wird der bulldawg eingekurbelt. So langsam, dass er von der Strömung getragen leicht schaukelt. Merkt man dann den leichtesten Widerstand – fast so als ob man einen leichten Hänger im Kraut hat – ist das ganz bestimmt ein guter Hecht!

Achtung:
In letzter Zeit gibt es viele mangelhafte Fälschungen des bulldawgs auf dem Markt. Also beim Kauf gut aufpassen!
Der bulldawg ist, wie man unschwer sieht, einer der vielseitigsten und besten (Gummi)Köder. Man kann ihn fast überall benutzen. Ein Nachteil ist aber der relativ hohe Preis. Trotzdem der perfekte (Groß-)Hecht Köder!


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