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Okt 10

Produktvorstellung: Lansky Deluxe Schärfset

Ein Angler ohne Angelmesser ist einfach unvorstellbar. Doch was nützt das beste Messer wenn es stumpf ist. Stumpfe Messer sind mir ein Gräuel. Deshalb habe ich mir ein Messerschärfsystem zugelegt. Bei der Vielzahl von auf dem Markt befindliche Systemen war es gar nicht leicht das Richtige für mich zu finden. Nach langem  Hin und Her, habe ich mich  für das Lansky Deluxe Schärfset entschieden, welches ich nun nachfolgend vorstelle.

Mit dem Lansky Schärfset können alle gängigen Messerstähle -auch die harten  Japanmesser – geschärft werden. Das Set wird in einem robusten Kasten aus Hartplastik geliefert. So ist auf kleinstem Raum stets alles griffbereit.

Der Inhalt übersichtlich geordnet besteht  aus

5  Schleifsteine

unterschiedlicher Körnung mit einer Befestigungsvorrichtung für die Führungsstange. Die Schleifsteine haben eine unterschiedliche farbliche Kennzeichnung. So hat man immer gleich die richtige Körnung parat.

von oben nach unten

Schleifstein extra grob…. Körnung   LS 70

zum Ausschleifen von großen im Messer befindlichen Lücken oder zum Schärfen von grobem Werkzeug wie Meißel oder Axt.

Schleifstein grob………… Körnung   LS 120

zum Schärfen von wirklich stumpfen Messern

Schleifstein mittel…………Körnung   LS 280

zum Herstellen einer gebrauchsfähigen Schärfe

Schleifstein fein…………….Körnung   LS 600

zur  Verbesserung der bereits erreichten Schärfe

Schleifstein ultra fein …….Körnung LS 1000

mit diesem Schleifstein ist Rasiermesserschärfe möglich

5   Führungsstangen für den richtigen Schleifwinkel

diese  Führungsstangen gewährleisten eine exakte Einhaltung des Schleifwinkels

1  Messerhalter (Klemmvorrichtung)

mit Langlochbohrungen für die Aufnahme der Führungsstangen zwecks Einhaltung

des benötigten Schleifwinkels.

Zubehör

1 Fläschchen Schleiföl zum Benetzen der Schleifsteine ,  2 Ersatzschrauben

Bedienungsanleitung

eine einfache aber verständliche Bedienungsanleitung, in mehreren Sprachen, ist als Flyer  beigefügt.

Weiteres Zubehör

Die Aufnahmedorne, für ein praxisgerechtes Schärfen,  für  den Messerhalter (Klemmvorrichtung) sind nur optional erhältlich.

Aufnahmedorn mit Klemmvorrichtung

Aufnahmedorn zum Aufschrauben auf eine Platte

So geht es!

1. Führungsstangen an den Schleifsteinen befestigen.

Hierzu steckt man das kurze Ende einer Führungsstange  in die Aufnahmebohrung  des Schleifsteines. Richtet die Führungsstange  und Schleifstein so aus, dass Beides eine Linie bildet und zieht die Flügelmutter fest. Aufgrund einer Fläche an der Führungsstange wird diese fixiert.

2.  Messer mit der Klinge in den Messerhalter (Klemmvorrichtung) spannen.

Hier zu stellt man mit einem Schraubendreher die Klingenstärke so ein, dass das Messer gerade so zwischen beide Spannbacken passt und zieht dann die hintere Rändelschraube (rot) an.

3. Messerhalter auf  einen der optional erhältlichen Messerhalteraufnahmen setzen oder wie ich es mache einfach in einen Schraubstock spannen

oder

sich einfach selbst einen Dorn herstellen. Damit erhält man einen größeren Abstand zum Schraubstock und kann das Messer auf dem Dorn drehen und einfacher wenden um die andere Seite zu bearbeiten

selbst hergestellter Aufnahmedorn

Nach dem diese Vorarbeiten getan sind kann es losgehen.

Je nach dem  wie stumpf das Messer ist, wählt man einen Schleifstein mit der entsprechenden Körnung aus. Im Normalfall  beginnt man mit der Körnung (mittel)  LS 280 und schleift dann mit der Körnung (fein) LS 600 fertig. Wird eine noch größere Schärfe gewünscht, wird  noch mit der Körnung „ultra fein“ weiter geschliffen. Man bedenke aber, dass dann die Schneide anfälliger gegen Ausbrechen wird. Nach dem man einige Tropfen Schleiföl auf den ausgewählten Schleifstein geträufelt und verteilt hat, führt man die Führungsstange des ausgewählten Schleifsteines in ein Langloch des Messerhalters mit dem entsprechenden Schleifwinkel ein. Der Schleifwinkel ist neben dem Langloch eingestanzt. Normale Messer haben einen Schleif-/Schneidewinkel von 15 bis 25 Grad, also ist es hier das 2te Langloch vom unten.

Zum Schleifen selbst

Mit dem Schleifen beginnt man logischer Weise von Heft oder von der Messerspitze aus. Hierzu wird der Schleifstein gefühlvoll mit leichtem Druck nach vorn–seitwärts bewegt. Es wird nicht nur auf einer Stelle geschliffen. Die Seitwärtsbewegung beträgt etwa 3 cm. Der nächste Schleifhub beginnt an der Stelle, wo man aufgehört hat.

Die Rückwärtsbewegung erfolgt ohne Druck. Geschliffen wird nur in der Vorwärtsbewegung.   Diese Schleifbewegung wiederholt man so lange bis man die ganze Klingenlänge geschliffen hat. Das Ganze wiederholt man so 3 bis 4 Mal, dann wird die Messerhalterung (Klemmvorrichtung) mit Messer gewendet und diese Seite mit der gleich Anzahl von Schleifvorgängen geschliffen. Dieses macht  man so oft bis man mit der erreichten Schärfe zufrieden ist.  Zu Erhöhung der Schärfe kann man nun noch zu einem Schleifstein kleiner Körnung greifen.

Schärfetest

Es gibt mehrere Arten ein Messer auf seine Schärfe zu testen. Einige davon sind den meisten bekannt. Darum begnüge ich mich hier damit einen Link zu setzen.

http://www.gungfu.de/messer/tipps.html#winkel2

Fazit:

Mit dem Lansky Deluxe Schärfeset können auch handwerklich Ungeübte ihre wertvollen Messer wieder die gewünschte Schärfe verleihen. Die Führungsstangen zum Einhalten des richtigen Schneid-/Schärfewinkels und die große Anzahl von Schleifsteinen unterschiedlicher Körnung, machen es möglich.

Als Manko ist anzusehen

-das wichtiges Zubehör, welches erst ein praxisgerechtes Arbeiten ermöglicht,  nur optional zu einem meines Erachtens überhöhten Preis erhältlich ist

-das kein Behelfsschraubendreher zum Einstellen des Messerhalters (Klemmvorrichtung) dem Set beiliegt

Deshalb auch nur 4 von 5 möglichen Bienchen.

Gruß Herbert

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